Maron, Anton, Maler, geb. zu Wien 1773, gest. zu Rom 1808. Dieser geschickte Künstler kam frühzeitig nach Rom , und hier nun gründete er als der vorzüglichste Schüler von R. Mengs seinen Ruhm. Er fertigte Bildnisse hoher und höchster Personen; auch jene berühmten Männer, wie das von Winckelmann, welches Bause gestochen hat, welches wir aber nicht zu den glücklichsten Dar- stellungen rechnen, da der Gelehre in seinem sonderbaren Kopf- nutze fast einer alten Matrone gleicht. Die Angelika Kaufmann hat ihn besser aufgefasst. Besonderes Wohlgefallen erregte das Bild der grossherzoglichen Familie, welches nach Schönbrunn bei Wien kam. Die Kaiserin liess dem Künstler eine Bürse mit 500 Dukaten und einen prächtigen Brillantring zustellen. Den Herzog von Gloucester , Bruder Georg’s III. von England , stellte er dar, wie er gerade zu Pferd steigt u. s. w. Dann malte er auch einige historische Bilder, in welchen aber keine schöne Wahl der For- men erreicht. In der Ausführung liess er es nicht an Fleiss fehlen. Das Beste bleiben immer seine Bildnisse, und überhaupt war Maron ein Künstler , der nach Göthe (Winckelmann etc.) nicht fähig gewesen ist, merkwürdige Erscheinungen hervorzubringen.
Dann hatte er auch Antheil an einer glänzenden Unternehmung. Im Jahre 1777 entdeckte man die antiken Wand- und Deckenge- mälde des Landhauses Negroni, zwischen dem Weinhügel und dem Esquilinium. Mengs gab Veranlassung zur Herausgabe dieser Ma- lereien, und 11 Blätter nach Mengs und Maron’s Zeichnungen lie- gen im Kupferstiche vor: Pitture antiche della Villa Negroni, von A. Campanella, P. Vitali und H. Carattoni gestochen. Eine Haupt- Person dabei ist auch der Architekt Camillo Buti. Es gibt auch Exemplare miniaturfleissig in Aquarell ausgeführt, und ein solches ist bei Weigel um 40 Thlr. zu haben, qu. imp. fol. Die Wandmale- reien erhielt der Graf Bristol; diesem, dem R. Mengs und dem Gav. Azara ist das Werk dedicirt.
Jarone, Jacopo, Maler von Alessandria, blühte um 1450. In S. Jacopo zu Savona malte er in Leimfarben ein Bild, in der Mitte die Krippe mit Landschaft. Alles ausnehmend fleissig.
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