Marlet, Johann Friedrich

Marlet, Johann Friedrich, Maler, Zeichner und Lithograph ,
wurde 1771 zu Autun geboren, und den ersten Unterricht erhielt
er auf der Akademie zu Dijon . Hierauf begab er sich nach Paris ,
wo ihm Regnault seine Schule öffnete, was ihm solchen Vorschub
gab, dass er in kurzer Zeit auf der Liste der besten französischen
Maler stand. Er komponierte mit Feuer und Phantasie, wusste durch
gefällige Darstellung und durch eine brillante Farbengebung das
Auge zu gewinnen, und fand sich auf solche Weise, da seine Bil-
der, auch des inneren Gehaltes nicht entbehren, hinlänglich beschäf-
tigt. Auch seine Porträts fanden vollen Beifall, und daher zählte
er viele hohe Personen, die er malte. In noch größerer Anzahl
sind seine Genrestücke vorhanden; die rein historischen Darstel-
lungen machen aber den geringeren Theil seiner Werke aus. Mehr-
ere seiner Bilder wurden mit „Pi-qisqn“ bezeichnet.

Gabet Dictionnaire des artistes de l’École française au XIXe siècle, verzeichnet mehrere seiner Werke, Gemälde und Handzeichnungen, die er mit der Kreide und der Feder fertigte. Öffentliche Werke gibt es sehr wenige von ihm; im Schlosse St. Cloud ist das bekannte Gemälde, welches Rafael vorstellt, wie er Leo X. in seinem Atelier die für Franz I. bestimmte heilige Familie zeigt (1814), und ein anderes Bild dieselbe stellt Carl V. vor, wie er dem Titian den Pinsel aufhebt. In dem erstern dieser Bilder sind Porträts von Malern, Gelehrten und berühmten Männern jener Zeit; Für

die Familie des Abbé Chape malte er den Tod desselben in Californien etc.

Marlet fertigte die Zeichnungen für: Les croisades de M. Michaud, und für Voltaire’s Henriade. Er war einer der ersten, der sich in Frankreich mit der Lithographie befasste. Es gibt mehrere lithographierte Blätter von seiner Hand, neben den Tableaux de Paris, einem periodischen Werke. Füssly nennt folgendes geätzte Blatt:

  1. Der Schiffbruch von la Füre, ausdrucksvoll aber trocken. Marli, wohl Eine Person mit Giuseppe Marri, /

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