Marilhart, Maler zu Paris, der sich durch seine Genrebilder bereits
Ruf erworben hat. Er bildete sich in Paris zum Künstler , und
früh gereift machte er eine Reise nach Ägypten , an welches Land
einige seiner Gemälde erinnern. Im Jahre 1850 besuchte er Italien ,
und in diesem Jahre war es auch, dass Marilhart sich durch ein
Gemälde rühmlich bekannt machte. 1857 sah man auf dem Salon
zu Paris eine von ihm gemalte Schäferscene, ein wahrhaft arkadi-
sches Bild, wie es im Kunstblatte desselben Jahres heißt. Diese
Hirtenscene ist aus dem Roman Daphnis und Chloe entlehnt. Der
Himmel, den der Maler über diese herrliche Gegend ausgebreitet
hat, erinnert an C. Lourrap und alles Uebrige, die Fernen, die
Felsen, die Wiese, der Baumschlag ist in demselben edlen Style
behandelt; die Gruppe der Zuhörer des Schalmeyenbläsers Philo-
tas ist glücklich angeordnet. Seine Ansicht des Grabmals von Abou-
Mandour in der Gegend von Rosette, und jenes von Abou-Nedjar
bei Fouah sind Bilder, ganz im Charakter des Landes, mit seiner
schwarzen fetten Erde, seinen hohen breitblätterigen Pflanzen, sei-
nen schlanken Palmen, der drückenden Hitze der Tropenländer
und jenem gänzlichen Mangel abkühlender, erquickender Luft,
welche die hohen Halme aufrecht stehen lässt, und das Wasser
wie Öl stillstehend macht. Vergl. Kunstblatt 1837 S. 101.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_eMM-AAAAcAAJ/