Marieachi, Michele, Maler von Vertdig; hatte einen mittelmäs- sig&n Meister, brachte es aber durch ‚eigenen Fleiss dahin: zur Fertigkeit. Aufungs malte er Ornämen und Architektur ; dandı aber componirte: er Bilder mit Figuren, ubd erwarb ‚ damit: in Italien und Deutschland grosse Summen; mr seiner Geburtsstedt malte er
zu Bie’schönsten Ahsichten des grosxfl@änali«, von Kirchen und Pal- lästen, d1e er selbst radirte, bis auf einige, welche Zilotti und
z /Bowles in Kupfer. bvachten, Sehn*#flzägcosset Fleiss und die: über- mässige Anstrengung verursachten 1743 semen Tod, '
Von ılım radietekeumen wir: 03601 am K n 9160 6 -40!! ‚ 4) :Bin reich’ verziertes Schif;bder, deuueutauew bei-der Ver- . mählung des Doge von Venedig‘4720, @5 qu. fol. fr , Q) — Qg Ansiehten von Venedik' uml denr Innerui der‘Städt, mit / Titel und; Dedication an Matcrde Beumrau üc. Micb. rieschi de]l. et mc., gr. qu. ”tol._" * oa E
Maneschn‚ Jal{ob der Sohn *deu! Obngen‚ mhlie Hmtornen. ia denen die Fi@feu eitigen Liob. verdienen, auch Architekturstücke,
-2% diemit Figuremn’ stöfirt sind. ' Er nvetteiferte- darin‘ mit Vigentivi, In den Sammlungen Venedig ’s .sind Bilder voi ihm, Im Ganzen
1 wäst er nnt\elmlßsug. iStarb 1'195» im 8:‚« Jahre. EG
J. B. Cnrnenllc die Malerei, entschloss -sich aber, auf Zureden
seines zweiten Lehrers le Brun, sich der Kupferstecherei zu wid- men. Er lieferte, verschiedene schätzbäre Blätter, nach fremden
ı Meistern, und noch mehr nach eigener Erfindung: Br hatte auch eine Kunsthandlung, für welche oine Menge Künstler arbeiteten. Seine Ver12gsartnke beheten sich auf-860- Gc:;enstaüde‚ die im Ca-
- «tülogue raisonnd seines Suhnes ver*mwhm:t smd; Dinn wird er ‘. auch als Buchdrucker genannt.‘ ‘ * ; /
Starb 1742 im 82. Jahre:
- ‘1) St. Paul schleudert die Schlanga von seiner Hand ins Feuer‚ .8 nach Alexander, fol. -
5r ; gz) Die Kreuzabnehmung, mäch ‘Le ma fol.
» 9 73) St. Atıdveaßs ‘bhetet das Kreuz an, nach‘ A„ Carneulle von
pı Mariette beendiget, fol. .
i 1 ! 4) Die ‘ Madonna mit dem Rmde naeh G_ Renif l'bl.
7 '76) Jesns}u} der Wüste, von Engehi bed:eut'* näch Lc Brun, ' ” gr. folk
‚7 ' 6) Der. todte Heiland im Sohoßssé dcv Mätter, rechtn dneu En-
‚< gel , oben vier: Cherubins,” nach A:'van Dych, fol 7) Drei, kleine‘ Bacchanale, "nach N. -Poussin +
(Fr 8&) Die heil. Jungirau aut deim- Throne; 'dabei' der Meine Jo-
hadnes;' untcu links Cathnmpa und recbl3 der ‘I‘aufer. nach H. Carbacci , fol.
Mariette; : JBB"5 Zewhner und‘ hnpferüecher von Phns, lernte bei
- Petrus durch einen Engel aus dem Himmel erlöset, nach Dominichino, gr. qu. fol.
- Moses von der Tochter des Pharao aus dem Nil errettet, nach Poussin, g. qu. fol.
- Die heilige Familie, dabei St. John mit dem Lamm, nach S. Bourdon, Mariette exc.
- Der Schutzengel, nach J. B. Corneille, 1668.
- Ein stehender Bischof vor Ludwig XIV. auf dem Throne, nach demselben.
- Männer, welche Kleider abbreiten, Exod. cap. 12, nach A. Dieu.
- Die Steinigung des heil. Stephans, nach demselben.
- Die Madonna mit dem Kinde, nach F. Cantarini.
- Die Tochter Jephtas, nach L. Cheron.
- St. Ludwig empfangt das heil. Abendmahl, nach J. B. Corneille.
- Die Heilung des Gichtkranken, nach demselben, gr. fol.
- Die Darstellung am Tempel, nach Corneille.
- Eine heilige Familie, nach Mignard.
- Eine Pieta, nach demselben.
- Die Verkündigung, nach Poussin.
- St. Franz, Mariette exc., gr. qu. fol. Selten
- Stanislaus Johannes Jablonowski, Promus exercituum reu- ni. Poloniae Dux, qu. 4.
- Ein Fluss, an der Quelle sich spiegelnd, an derselben zwei Nymphen, schöne Landschaft, gr. qu. fol.
- Ansicht einer Fontaine im Garten, vorn ein sitzender Mann, nach Guercino, Mariette exc.
Pierre Jean Mariette, der Sohn des Oliven, ein in der Kunstgeschichte berühmter Mann, wurde 1604 in Paris geboren, und schon von früher Jugend an äusserte sich seine Liebe zu den bildenden Künsten. Er erhielt die musterhafteste Erziehung, und
dieses Alles unterstützten dann noch Reisen, auf welchen ihn glückliche Zustände zu einem der größten Kenner seiner Zeit machten. Sein Ruf war schon vorausgegangen, als er 1717 nach Wien
sich begab, und man übertrug ihm daher die Ordnung der kaiserlichen Bibliothek. Dieses Geschäft beendigte er mit gründlicher
Einsicht und zur vollkommensten Zufriedenheit, liess sich aber vom Prinzen Eugen vergeblich zurückhalten, sondern begab sich nach
Rom, da es ihn drängte, Alles Schöne zu sehen, was jene Stadt
aufzuweisen hat. Mit vollem Sinne für die Feinheiten der Kunst
und mit der Gabe, mit wenigen Worten die empfangenen Eindrücke
in andere wieder zu erwecken, der italienischen Sprache vollkommen
mächtig, kehrte er in seine Heimat zurück, wo er fortan
bis zu seinem 1774 erfolgten Tod in voller Tätigkeit stand. Weltberühmt war sein Cabinet von Zeichnungen, Kupferstichen und
Seltenheiten, welches Fremden und Einheimischen offen stand.
Diese Sammlung wurde 1775 zu Paris versteigert. Dabei hatte er
eine vollständige Kunstbibliothek aus allen Ländern, und fast je-
Matigi.: — Marigliano, Nicola.} — 329
Das Buch war mit seinen Randbemerkungen versehen; die Zeichnungen aus seinem Cabinet haben einen Stempel: M in einer Rundung. Fast ganz umgearbeitet war das Abecedario-pittorico von Grimaldi. Dann hinterließ er mehrere schriftstellerische Werke, die wir hier anreihen.
Trait6 des pierres grav6es du Cabinet de M. Crozat. Paris 1750, 2 Vol. fol. Architecture francaise, ou recueil des plus beaux cCdifices de France. Paris 1727, 3 Vol. fol. Abrege des vies des peintres pour le recueil d’estampes de Crozat. Paris 1729, 2 Vol. fol. Recueil de tetes, de caracteres et de charges, gravöes par Mr. le Comte de Caylus d’apres Leonard da Vinci, avec une lettre de Mariette. Paris 1730, 4 S. Description sommaire des dessins des grands maistres d’Italie, des Pays-bas et de France du Cabinet de feu Mr. de Crozat etc. Paris 1747. 8. Description sommaire des pierres grav6es du Cabinet de Crozat. Description du Cabinet de Mr. Boyer d’Aiguilles 1745, 2 Vol. Description des peintures antiques de Mr. le Comte de Caylus. Raccolta di stampe representanti quadri più scelti dei Sacri. schesi Gerini. Firenze 1759, gr. fol.
Diese Beschreibung wurde beim Abdrucke so verunstaltet, dass Mariette auf dem Punkte stand, sie nicht anzuerkennen. Die Beschreibung des Gusses der Reiterstatue Ludwigs XV, Anmerkungen zu Gori’s neuer Ausgabe von A. Condivi’s Leben des Michelangelo, von 1746. Solche zur Ausgabe der Lebensbeschreibungen des Vasari, die Bottari 1750 besorgte. Die interessanten Briefe an Bottari, Gaburi u. a. in den Lettere pittoriche. Basan fertigte die Cataloge seines Cabinets, aus dessen Schätzen 357, 738 Liv. erlöst worden seyn sollen.
P. J. Mariette war königl. Sekretär, General-Controleur der rosen Canzlei und Ehrenmitglied der k. Akademie. Als Künstler ist er nur in die Reihe der Kunstliebhaber zu setzen, doch hat er radirte Blätter hinterlassen, die auch hierin seine Kenntniss zeigen. Ein genaues Verzeichniss fanden wir nicht.
- Das Bildnis des Abbö Crozat, nach Dile. Doublet’s Zeichnung.
- Einige Köpfe, nach Caracci und P. del Vaga,
- Eine kleine Landschaft, nach Rafael.
- Etliche Landschaften, nach Guercino.
- Die heil. Familie; Joseph mit Zimmerwerk beschäftigt, Jesus kehrt die Abschnitte zusammen, P. Mariette exc., kl. L7
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