Marcone, Marco

Marcone, Marco, Maler von Como, Zögling der venetianischen Schule, blühte um . Lanzi sagt, dass seine Bilder beinahe Gioergionisch seien, und damit lässt er die Sache hin feststellen seyn. Grösseres Lob ertheilt ihm Dr. Kugler (Beschr. d. k. Museums, S. 56). Im K. Museum zu Berlin ist von ihm ein Gemälde des Mahls in Emaus mit dem Namen und der Jahrzahl 1507, nach Kugler ein Bild von trefflicher, ruhiger Naivetät, in jener etwas genremässigen Weise gefasst, die sich in der venetianischen Schule, vornehmlich der folgenden Periode, häufig bemerklich macht. Die Köpfe der Jünger sind sehr charaktervoll, edel und schön. Das Küttchen, das der Wirth an dem Zetitel mit des Künstlers Auf- Marconi, Rocca, Maler von Trevigi, arbeitete um 1505, ver- muthlich schon in reifen Jahren. Zanetti zählt ihn zu Bellini’s guten Schülern; Ridolfi aber ist im Irrthum, wenn er ihn zu Pal- ma’s Schule zählt. Nach Lanzi zeichnet sich dieser Künstler durch Richtigkeit der Zeichnung, genaue Färbung und fleissigen Pinsel aus, wiewohl er in den Umrissen nicht immer weich, in den Gesichtern meist herb, zuweilen fast gemein ist. Ridolfi lobt sein 1505 gemaltes Bild „San Nicola“ zu Trevigi des Farbenver- triebs wegen; und nach Lanzi kann man dasselbe auch von den drei Aposteln in der Johann-Paulskirche und dem übrigen wenigen öffentlich ausgestellten Bildern sagen. In Privatsammlungen sieht

man nicht selten halbe Figuren, und nach Lanzi’s Meinung ist
es nichts so Schönes, als jenes Urtliche
die Ehebseckerin im Capitel von S. Giorgio Maggiore, wovon in
der Sakristei des heil. Pantaleon eine Abbildung sich findet, so
wie an anderen Orten. Zwei solche Bilder sind in der K. Gallerie
zu Dresden, Kniestücke in natürlicher Größe. Bartsch Bd. XVI. 102
beschreibt ein Blatt von diesem Sinn.

  1. Die heil. Jungfrau beweint den Leichnam des Heilandes,
    dessen Hände Magdalena küsst. Rechts, im Grunde ist St.
    Johann, links Nucodemum beide in Schmerz versunken:
    Arco, Rocca in sc. p., sehr fein geschrieben, fast
    lich. H. u. Br. 4 Z. 2 L Kn.

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