Maratti wurde von seiner und der folgenden Zeit bewandert, noch größer ist aber hier und da der Tadel

Maratti wurde von seiner und der folgenden Zeit bewandert, noch größer ist aber hier und da der Tadel, welcher ihm später folgte. Man beschuldigte ihn, dass er den Verfall der römischen Schule beschleunigte, man suchte in allen seinen Werken nur leere Manier, mit guter Nachahmung wollte man ihm einige achtbare Werte und technische Geschicklichkeit zugestehen. Maratti steht zwar mit Sassoferato auf der untersten Stufe des Verfalls der Kunst, hatte aber das redlichste Bestreben dieselbe wieder aufzurichten, was ihm indessen nicht gelang, da es ihm an eigener Kraft fehlte. Doch kann man es nach v. Quandt (zum Lanri 1. 605) als Glück betrachten, dass Maratti dem Unfug der Cortunisten,

Maratti, Carlo – / 289

‚i/(die damals mit ihren leichten Malereien grosse und kleine Räume

L bedeckten, wenigstens mittelbar Einhalt that. Sein milder Geist

und die Lieblichkeit seiner Bilder hemmte denn doch die Ausschwei-

fungen in der Kunst, wenn sie auch nicht durch ihn gefördert

werden konnte, da er etwas Schwächliches und nur ein mäßiges

Talent hatte. Die Freundlichkeit seiner Bilder, und dass diese

immer an etwas Besseres erinnern, als sie selbst sind, erwarb ihm

grossen und ausgebreiteten Beifall. So sagt v. Quandt, und jeden-

falls hat Maratti mehr Gründlichkeit, als zu seiner Zeit gewöhn-

lich war. Er machte eifrige Studien nach classischen Meistern und

nach der Antike. Richardson (Traite etc. I. 163) benachrichtet, der

Künstler habe einen antiken Kopf über zweihundert Mal nachge-

zeichnet, und zuletzt eingestanden, dass er die Vortrefflichkeit des

Originals niemals habe erreichen können. Und so erging es ihm

auch mit Rafael; er hatte, wie A. Sacchi, grosse Verehrung für

denselben, in seinen Werken findet sich aber keine Geistesver-

wandschaft mit jenem grossen Meister. Am meisten nähert er sich

unter den Künstlern der Carraccischen Schule dem Guido Reni.

Er hatte ebenfalls zahlreiche Schüler, und seine Schule glänzte

nach dem Tode des Hauptes fort, bis endlich Subleyras, Battoni

und Mengs sie verdunkelten.

Maratti hinterließ viele Werke, die grösste Anzahl aber ist in

mässigem Formate. Die Wand- und grossräumige Malerei liebte

er nicht. Die Kuppel des Domes in Urbino enthielt seine weit-

läufigsten Werke, die aber 1782 mit der Liuzel durch ein Erd-

beben zu Grunde gingen. Die Skizzen sah Lanzi noch im Pal-

lazzo Albani. Sehr gerne malte er die Madonna; mehrmals, wie

sie still betrachtend die heil. Schrift liest. In Rom sind noch meh-

rere Bilder von ihm; in St. Maria degli Angeli sieht man das Oel-

gemälde der Taufe Christi, welche für die St. Peterskirche in Mo-

saik gesetzt wurde; in der Jesuskirche ist ein geschätztes Bild des

heil. Xaverius; auf Monte Cavallo das Frescobild der Anbetung der

Hirten, dieselbe Composition, welche in der Eremitage in Oel ge-

malt zu sehen, und im Louvre als Skizze; St. Carl, in dessen

Kirche all Corso, so wie die Taufe, ein ungewöhnlich grosses Bild;

der heil. Stanislaus Kostka, am Altare, wo seine Asche aufbewahrt

wird, ein liebliches Bild; in der Chiesa Nuova St. Carl und Ignaz,

von Mengs bevundert; in S. Maria del Populo die Empfängnis der

Maria, und andere Gemälde sind in Häusern und Palästen.

Auch ausserhalb des Kirchenstaates finden sich solche; als herrlich

preiset man die Madunna in der Glorie in St. Agostino zu Siena;

in der grossherzoglichen Kapelle zu Florenz ist der heil. Andreas

Corsini; bei den Philippinern zu Forlì der heil. Franz von Sales,

eines seiner überdachtesten Werke. Seine Copie der Schlacht Con-

stantin’s im Vatikan kam in den Besitz der Herren Maucinforti zu

Cona.

Auch in auswärtigen Gallerien sind viele Bilder von Maratti. Ei-

nige der in England befindlichen schätzbaren Werke erwähnt Dr.

Waagen (Kunst und Künstler in England und Frankreich etc.). In

der Gallerie zu Chiswick ist das Bildnis Clemens XI. im Lehnstuhle,

ein vorzügliches Werk dieses in dieser Gattung seltenen Meisters,

von guter Anordnung, lebendigen Zügen und sehr fleissiger Aus-

führung, im Hauptton nach seiner Weise etwas schwach. In Holk-

ham ist ein geistreiches dramatisches Bild der Judith, wie wenige

dieses Meisters; dann in der Sammlung zu Lutonhouse ein unge-

mein gefälliges Bild der heil. Familie, fleissig, wahr und klar von

Farbe, wie Dr. Waagen versichert. In der Gallerie Orleans, die

Nagler’s Künstler - Lex, Bd. VII., 19

in England verkauft wurde, war der Triumph: der Galathea. Die Bilder der Sammlung in Hougton Hall kamen nach Russland, da sie Catharina IL kaufte.

Die kaiserliche Eremitage zu St. Petersburg bewahrt das Bildnis Clemens IX., nach dem Bilde im Palaste der Familie Rospigliosi von Maratti selbst wiederholt. Ehedem war es im Palaste Arnaldi zu Florenz, wohin es aus der Sammlung Palavicini kam; und in Florenz kaufte es R. Walpole. J. Hall hat das Bild gestochen, Die Anbetung der Hirten daselbst ist in Crozat’s Recueil gestochen, und in St. Marco zu Rom soll sich eine Wiederholung befinden. Beide Bilder werden wegen der Wahrheit der Darstellung und der sorgfältigen Behandlung gerühmt, und dann ist letzteres auch gut geordnet und von schönem Lichteffecte. Dann sind drei sehr schöne Madonnen in der Eremitage, weniger bedeutend aber sind die drei daselbst befindlichen heil. Familien. Eine Himmelfahrt Maria ist aus Hougtonhall, und zwei Bilder: eine Anbetung der Magier und die Anbetung der Hirten, sind mit Blumenkränzen von M. Nuzzi umgeben. Aus Hougton-Hall stammt auch das Bild der nackten Venus, welcher Amor einen Dorn als dem Fusse zieht. In Walpole’s Cabinet war früher noch das Urtheil des Paris aus Palavicini’s Sammlung, und das Gegenstück mit Galathea und Acis, welches Maratti im 33. Jahre malte. Diese beiden Bilder finden sich nicht in St. Petersburg, so wie das Bild der heil. Cä- cilia, welche ebenfalls Walpole besass, dann der Evangelist Johannes und die Verlobung der heil. Catharina.

Im Museo del Prado zu Madrid ist ein sehr schönes Gemälde: Petrus im Gefängnisse vom Engel erweckt.

In der Sammlung des Louvre zu Paris ist ein Gemälde des Täu- fers Johannes, der die Juden zur Bekehrung ermahnt, nach Waa- ren noch sehr im Geschmacke des Lehrers, aber in den lebendigeren Lüügen schon Naturstudien zeigend. In der alten k. Sammlung, jetzt nicht im Louvre aufgestellt, war Apollo und Daphne, dabei Amor, der Flussgott Peneus und mehrere Najaden, für Lud- wig XIV. gemalt, eine der gelungensten Compositionen des Mei- sters.

In der k. Pinakothek zu München sind drei gelungene Bilder Maratti’s: ein in der Grotte schlafendes Kind; Johannes der Evan- gelist auf Pathmos, wie ihm in der Glorie die heil. Jungfrau er- scheint; die Eitelkeit in Gestalt eines schlafenden Weibes.

Das k. Museum zu Berlin bewahrt zwei Gemälde von ihm: eine Himmelfahrt der Maria, und der heil. Anton von Padua das Christ- kind verehrend. Das erstere nennt Dr. Kugler (Beschr. d. Museums S. 134) ein Bild von flacher Idealität, das zweite ein süßlich moderne Arbeit.

In der Dresdner Galerie: Maria betrachtet das Jesuskind, dabei Johannes; Maria hält das Jesuskind in der Krippe; Maria hält das Kind auf einem weissen Kissen im Arme; ein Mädchen unter dem Baume von Früchten umgeben.

Es gibt noch viele andere Bilder von Maratti, doch alle aufzu- zahlen, verbietet der Raum, und wir fügen daher nur noch ei- nige durch Stich bekannte Gemälde bei, die demnach zur Vervoll- ständigung dienen. J. Frey hat in gr. fol. das Bildnis des Künst- lers gestochen, A. Riedel dasselbe in 4.

  1. V. Antqnelli: die Ruhe auf der Flucht in Aegypten.
  2. F. Aquila: St. Ambros und Carl Borromäus vor Christus

Maratti, Carlo. 391

und Maria in einer Engelglorie. nach dem Hauptaltarbild

in der Kirche dieser Heiligen in Rom.

  1. R. v. Audenaerd: Hagar und Ismael, schöne Opposition; — Abraham will seinen Sohn opfern; Rebeka am Brunnen; derselbe Gegenstand anders, mit Zueignung an Maffei; Bath- seba im Bade; David mit Goliath’s Haupt; die Verkündigung Mariä, verschieden von Tardieu’s Blatt; die Flucht in Ägypten; die Ruhe auf dieser Flucht; der Tod der heil. Jung- frau, sehr reiche und schöne Composition, aus der Sammlung des Cardinals Cybo. Die gegenseitige Copie hat P. Schenk’s Adresse. Die Himmelfahrt der Maria, schönes Blatt; Christus am Ölberge von Engeln gestärkt, schöne Composition; der Leichnam Christi von den Seinen am Gräbe beweint, schönes Blatt; die Marter des hl. Blasius, schönes Blatt; St. Philippus Neri am Altare kniend; die Austheilung des Ro- senkranzes, Hauptblatt des Malers und Stechers; die heil. Magdalena am Felsen in der Wüste; Romulus und Remus an der Tiber. gefunden; Apollo verfolgt die Daphne, nach dem Bilde in dem Cabinet des Königs von Frankreich, aus zwei Blättern bestehend; Janus öffnet die Thüre des Jahres, schöne Composition.

  2. P. Aquila: die heil. Jungfrau in Wolken von Patriarchen und einer großen Engelsglorie umgeben, unten die von Papst Clemens X. canonisierten Heiligen, ein Hauptblatt; die Taufe der heil. Margaretha, die heil. Jungfrau erscheint den vier Welttheilen; Hannibal Carracci an der Hand der Malerei vom Genius der Kunst in den Tempel des Apollo.

  3. F. Aquila: die heil. Familie in Wolken.

  4. J. Audran: Galathea von Nejaden umgeben auf dem Meere, nach dem Bilde aus der Gallerie Orleans.

  5. S. Bartoli: Maria auf dem Halbglobus in der Ens el Florie, das Rind tötet den Drachen, leicht radirt; der heil. An- dreas in den Himmel aufgenommen; das Wunder des heil. Felix, der einen Knaben sehen macht.

  6. F. Bartolozzi: die heil. Familie, Joseph reicht dem Kinde Kirschen, etwas anders als J. Frey’s Blatt, es fehlt der Esel etc. St. Anton von Padua küsst dem Jesuskinde den Fuss.

  7. A. Bartsch: die Erweckung des Jünglings zu Naim, nach einer Skizze.

  8. F. Berger: Engel beten das neugeborne Kind an, schöne Composition.

  9. F. Brunet: Flora auf Wolken, nach dem Bilde des Ritter von Hauern zu Wien.

  10. C. M.: die heil. Jungfrau im Tempel aufgenommen, schöne Composition.

  11. N. Capelli: der junge Tobias folgt dem Engel, schöne Composition.

  12. F. Cecchini: die Himmelfahrt Mariä, gegenseitige Copie nach R. v. Audenaerd.

  13. G. C. Chateau: der Weise mit dem Sonnensystem vor dem Könige auf dem Throne.

  14. J. Coelemans: Maria mit dem Kinde, rechts zwei Engel, aus Buyer d’Aiguilles Cabinet.

  15. F. C. Curti: Maria mit dem Kinde an der Brust, nach dem Bilde der Magliabechiana.

Maratti, Carlo.

  1. L. Desplaces: Diana im Bade.

  2. P. Dooms: die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf Wolken, mit zwei Heiligen, wovon der Eine dem Kinde eine Blume reicht.

  3. N. Dorigny: die Anbetung der Könige, reiche Composition; die Geburt der Maria; der Tod Joseph’s, sehr reiche Composition und schönes Blatt; die Kirchenlehrer disputiren über die Empfängnis Mariä; Maria auf dem Throne von Engeln, dem heil. Karl Borromäus und Ignatius umgeben; Stanislaus Kustka zu den Füssen der Maria; die schönen Künste durch die Unwissenheit verfolgt, die Schule der Zeichenkunst, schöne Composition.

  4. J. Dracon: Zeichnung zu einer Monstranz, Holzschnitt.

  5. C. Dupuis: die Predigt des Johannes, sehr reiche und schöne Composition, nach dem Bilde der alten Sammlung des Louvre, aus Crozat’s Werk.

  6. G. Edelink: die heil. Familie, Joseph reicht dem Kinde Blumen.

  7. Facius: Apollo und die neun Musen.

  8. B. Farjat: die Taufe Christi, nach dem Bilde im Battisterio der Peterskirche in Rom; Danae empfängt den Goldregen; das Bildnis Rafael’s.

  9. Il Ferroni: Joseph und Putiphar’s Weib; Debora das Tamburin schlagend und tanzend; Josua lässt die Sonne stillstehen; Judith tötet den Holofernes; Jael zeigt Barak den erschlagenen Sisra.

  10. J. Frey: die Anbetung der Könige, das Bild in S. Marco zu Rom; die heil. Familie: Beatus qui videt, schönes Blatt; die heil. Familie in einer Landschaft; Joseph eilt durch’s Wasser nach dem Kinde; heil. Familie in einer Landschaft, Joseph reicht dem Kinde Kirschen, liebliche Composition; Maria auf der Halbkugel in einer Engelglorie; das Kind Jesus in der Krippe von Engeln angebetet; Romae apud Frey, leicht und sehr geistreich radirt; Büste der Maria; der heil. Andreas sieht das Lireuz, aus der Sammlung Imperiali; St. Philippus Neri vor dem Bilde der heil. Jungfrau; St. Bernhard führt den Gegenpapst Victor vor den Thron Innocenz II., nach dem Bilde in der Bibliothek der Cisterzienser vom Kreuze zu Jerusalem in Rom, vorzügliches Blatt; der Tod des heil. Franz Xaver auf Xanten, nach dem Bilde im Confesshause zu Rom; Tuccia die Vestalin; Kaiser Augustus opfert vor dem Tempel des Janus, nach dem Bilde in der Gallerie Colonna zu Rom, ein Hauptblatt; die Gnade auf dem Regenbogen sitzend.

  11. H. Prezza: eine heil. Familie, Johannes betet das schlafende Kind an; ein ähnlicher Gegenstand: Maria mater gratiae; die Himmelfahrt der Maria, die Apostel um das Grab, reiche und schöne Composition; St. Andreas Corsini zu den Füssen der heil. Jungfrau; der schützende Engel mit dem Knaben; Pan übergibt an Diana die Erstlinge der Wolle; das Urteil der Paris; die Weinlese der Alten; die Getreidernte; Christus übergibt dem Petrus die Schlüssel.

  12. Gervasi: die Flucht nach Ägypten.

  13. J. Gole: die Anbetung der Könige.

  14. F. Gregory: die heil. Familie unter einem Baume von

Maratti, Carlo.

  1. Heckenaier: der Besuch der Maria bei Elisabeth.

  2. C. Jardinier: Maria, welche das neugebörne Kind betrachtet, von Cherub’s umgeben, nach dem schönen Bilde in Correggio’s Manier auf der Dresdner Galerie.

  3. E. Jeaurat: die unbefleckte Empfängnis Mariä.

  4. F. Juvants: die Anbetung der Hirten, reiche Composition.

  5. Th. Langer: Christus und der ungläubige Thomas, nach einer Zeichnung.

  6. B. Lens: David und Bathsheba. In Schwarzkunst.

  7. B. M. Loond: die heilige Familie, nach einer Zeichnung.

  8. F. G. Lourie: die Darstellung im Tempel, schöne Composition.

  9. J. C. Mallia: der Tod des heil. Franz.

  10. J. Mariette: St. Anton von Padua.

  11. De Marteau: die heilige Familie, Crayonmanier.

  12. L. Mathioli: die Geburt der Maria, schöne Composition.

  13. P. A. de Petri: St. Bernhard, Bischof von Parma, tötet durch Wunder die gruselige Überschwemmung bei Parmen, vorzugsweise schön radirtes Blatt.

  14. B. Pieart: Büste der Maria; für die Impostures innocentes; die Madonna mit dem Kinde und drei Cherubim. In Schwarzkunst.

  15. N. Picart: Maria auf dem Halbglobus in der Engelglorie, glänzend gestochenes Blatt.

  16. M. Pitteri: die heilige Jungfrau, en buste, mit dem Kinde.

  17. F. Place: das bei den Marterinstrumenten schlafende Christuskind und zwei Cherubim. In Schwarzkunst.

  18. J. B. de Poilly: die Anbetung der Hirten, jetzt in der Eremitage zu St. Petersburg, schönes Blatt aus Crozat’s Werk; die Anbetung der Könige, reiche Composition.

  19. A. Poand: drei Karikaturen, in Crayonmanier.

  20. F. Pozzi: Maria auf der Halbkugel in einer Engelglorie.

  21. A. Proccacini: St. Vincent Ferrario mit Flügeln dargestellt; Diogenes und der trinkende Knabe; Clalip als Geisel im Lager des Porzenna gebracht; Diana mit den Nymphen auf der Jagd; der junge Bacchus wird dem Merkur und den Nymphen übergeben.

  22. F. Kaffaelli: St. Bernhard führt den Gegenpapst Victor vor den Thron Innocenz II., dasselbe Bild, wie es J. Frey gestochen, nur mit einigen Veränderungen.

  23. Rubeis (Rossi): St. Ambros und Carl Borromäus vor Christus und Maria, dasselbe Bild, welches F. Aquila gestochen, von de Rubeis aber radirt.

  24. W. Ryland: St. Franz, in Kreidemanier.

  25. Sikelers: Joseph lichtet das Jesuskind.

  26. P. Simon: Das Bildnis des Cardinals Rospigliosi.

  27. G. B. Sintos: Leda mit dem Schwan auf dem Bette.

  28. J. Smith: die heilige Familie, wo kniende Engel dem Kinde die Leidensinstrumente reichen, in Schwarzkunst.

  29. R. Strange: Maria deckt das schlafende Kind auf, um es der heil. Catharina zu zeigen: Parce somnus rumpere; die heil. Cäcilia: Te deum laudamus.

  30. N. Tardieu: die Verkündigung Mariä; für Crozat’s Werk,

  31. Tassaert: die heil. Jungfrau hält das Jesuskind.

  32. J. Thelot: der heil. Andreas; Gruppe, von Genien, nach Skizzen.

  33. B. Thiboust: die Geisslung Christi, die Kreuztragung, Christus am Kreuze.

  34. Van Tulden: St. Franz das Jesuskind empfangend, ohne Namen des Stechers.

  35. Th. Verkruys: St. Franz in der Felsenhöhle kniend.

  36. L. Visscher: dem St. Franz von Salis erscheinen Engel.

  37. Wagner: Maria mit dem stehenden Kinde, liest in einem Buche: Appo Wagner, Venezia.

  38. A. v. Westerhout: Maria das Kind über den mit der Schlange umgebenen Globus haltend, nach dem Bilde aus dem Quirinale zu Rom; der schlafende Joseph, die Vermählung Mariä, die Anbetung der Könige, der Tod Josephs, St. Franz von Assisi und der Apostel Jakobus zu den Füßen der heil. Jungfrau.

  39. L. Zucchi: Dieselbe Composition aus der Gallerie in Dresden, welche C. Jardinier gestochen.

Bartsch P. gr. XXI. p. 80 #. beschreibt 44 radirte Blätter von ihm, mit geistreicher und zierlicher Nadel behandelt. Die Reihenfolge ist nach Bartsch, mit einigen Zusätzen über die Priorität der Drucke vor der Schrift.

  1. Die Geburt der heil. Jungfrau. Carolus Maratti invenit et fecit, Roma con licentia de Sup. H. 6 Z. 6 L., Br. 4 Z. 8 L. Im ersten Drucke vor der Schrift.

  2. Die Verkündigung Mariä, ebenso bezeichnet. H. 7 Z. 10 L., Br. 5 Z. 5 L. Im ersten Drucke vor der Schrift.

  3. Die Heimsuchung der Elisabeth, ebenso bezeichnet. H. 8 Z., Br. 5 Z. 6 L. Im ersten Drucke vor der Schrift.

  4. Die heil. Jungfrau mit dem Kinde, dieses in der Krippe von zwei Engeln angebetet, im Grunde Kinks Joseph. Carolus Maratti invenit et fecit, Roma con licentia de Sup. H. 6 Z. 6 L., Br. 4 Z. 8 L. Im ersten Drucke vor der Schrift. Die Kopie ist von der Gegenseite. H. 6 Z. 4 L., Br. 4 Z. 8 L.

  5. Die Anbetung der Könige. Carolus Maratti invenit et fecit, Romae. H. 7 Z. 9 L., Br. 5 Z. 2 L. Im ersten Drucke vor der Schrift.

  6. Die heil. Jungfrau hebt den Schleier vorn dem schlafenden Kinde, um es der Magdalena zu zeigen, ebenso bezeichnet. H. 6 Z. 4 L., Br. 4 Z. 0 L. Im ersten seltenen Drucke vor dem Namen des Künstlers, bei Weigel 18 gr. Im folgenden Drucke ohne Adresse des V. Billy und mit derselben.

  7. Christus bei der Samariterin am Brunnen, im Grunde Pharisäer. Anibal Caraci inv. Carolus Maratti sculps. 1640. — Perusiae in Aedibus D. D. de Oddis 1640. H. 18 Z., Br. 15 Z. Schöne, geistreiche Radierung. Es gibt Abdrücke ohne Schrift, und solche nur mit cum priufl. Regis.

  8. Die Himmelfahrt der Maria. Carolus Maratti invenit et fecit, Romae. H. 7 Z. 10 L., Br. 5 Z. 6 L. Im ersten Drucke vor der Schrift.

  9. Die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Schoß, wie dieses den kleinen Johannes heilkoset. Carolus Maratti invenit et fecit, 1647. M. 6 Z. 5 L., Br. 10 Z. 4 L. Im ersten Drucke vor der Schrift.

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