Manuel kam in nahe Berührung mit der oberdeutschen Schule, und als Zeichner steht er sogar über ihr. Die steife Art deutscher Zeichnung legte er in Italien ab, denn er ist wohl sicher jener Emanuele Tedescho, der unter Titian’s Schüler gezählt wird. In Italien eignete er sich also die richtigere Auffassung der Form an, so wie eine freiere Behandlung der Farbe; doch dauert bei ihm die Kraft deutscher Technik und Carnation fort.
Dr. Grüneisen hat diesen Künstler in dem Werke: N. Manuel, Leben und Werke eines Malers, Dichters, Kriegers, Staatsmannes und Reformators, Stuttg. 1853, die wahre Stelle unter den Künstlern seines Jahrhunderts angewiesen. Früher wurde über ihn nicht mehr gesagt, als was man bei Sandrart liest. Hegner (Leben Holbein’s S. 306) erwähnt seiner zwar mit Lob, aber nicht umfassend. Im Jahre 1550 erstarb dieser Künstler.
Als Formschneider ist Manuel bisher nur durch die Blätter der klugen und thörichten Jungfrauen bekannt gewesen; Dr. Grüneisen vermutet aber, dass von ihm auch mehrere Holzschnitte herrühren, und dass er wirklich der erste Formschneider in Bern gewesen.
— 10) Die klugen und thörichten Jungfrauen, 40 Blätter, 3edos mit dem Monogramm versehen, und einige haben die Jahrzahl 1518. H. 6 Z. 10 L., Br. circa 4 Z. Kräftig ge- schnitten, mit dem dolchähnlichen Schneidemesser versehen.
Die Holzschnitte in der gereimten Beschreibung des Jetzer- handels, nach Grüneisen vermutlich von Manuel, wie die folgenden bis 14.
Solche in der lateinischen, dem Lupylus oder Anshelm zu- geschriebenen Druckschrift; Historia mirabilis quatuor here- siarcharum, und in den älteren Ausgaben der prosaischen Er- zählung dieser Geschichte,
Mehrere Titelblätter der Fastnachtspiele von 1522.
Das Titelblatt zu einer späteren Ausgabe des oben erwähnten Werkes, die Aufnahme des Schneiders Jezer in das Dominikanerkloster zu Bern, so geistreich und wahrhaft, sagt Dr. Grüneisen, dass man nur den Manuel als Verfertiger ver- muten muss. Dieses Blatt übertrifft jene der Jungfrauen.
Der Tod, welcher die Buhlerin überrascht; Niclas M. Deutsch, unten am Bette, ein schöner Holzschnitt und selten, besonders im Drucke vor der Schrift, gr. fol.;
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