Mannini, Jakob Anton

Mannini, Jakob Anton, Maler und Kupferstecher , geb. zu Bo- logna 1640, gest. 1732. Er war Schüler des A. Monticelli und des D. Santi, wohl erfahren in der Perspektiv- und Ornamentmalerei. In Colorno zierte er dem Herzoge von Parma eine Capelle, wo Cav. Draghi die Figuren malte und ebenso flink und sorglich war, als Mannini langsam. Diese Langsamkeit war unserm Künstler an seinem Glücke hinderlich.

Bartsch P. gr. XIX. p. 322 ff. beschreibt von ihm 16 Blätter ar- chitektonischen Inhalt, geschmackvoll und mit freier Nadel behan- delt. Sie bilden eine Folge unter dem Titel: Vedute delitiose de- dicate al merito singulare dell’ illustre sig. il sig. Gio. Giecomo Monti Giacomo Ant° Mannini Inuen: e fece. Marco Anto Fabbri forma*in Bole. An einem Steine bemerkt man undeutlich die Jahr- zahl 1676.

  1. Der Titel mit Piedestal und dem Wappen des J: G. Monti. H. 3 Z. 5 L., Br. 4 Z. 8 L.

  2. Ansicht einer 'Ferasse mit einer Balustrade. H. 3 Z. 3 L., Br. 4 Z. 8 L.

  3. Eine Strasse nach links hin, eine Säule mit einem Kreuze darin etc. H. 3 Z. 5 L., Br. 3 Z. 3 L.

  4. Landschaft mit einem Felsen, auf welchem Ruinen, ein gros- ses Thor, sich zeigen. Am Berge ist der Fluss und vorn rechts ein grosses Thor. H. 3 Z. 6 L., Br. 3 Z. 3 L.

  5. Eine ähnliche Landschaft, auf dem Berge ein Schloss, rechts vorn zwei Baumstämme. H. 3 Z. 6 L., Br. 3 Z. 2 L.

  6. Der Pavillon mit einer Fontaine, ersterer am Ufer eines Flus- ses, der eine Cascade bildet. H. 3 Z. 3 L., Br. 3 Z. 5 L.

  7. Eine Flussansicht mit grossen Steinen. Ein Mann blickt ins Wasser, zwei entferntere gehen an einem Schlosse vorbei. Mit dem Monogramm. H. 3 Z. 3 L., Br. 3 Z. 5 L.

  8. Ansicht eines halbverfallenen Gebäudes, mit einer Terasse, die eine Balustrade ziert. Am Fusse der Terasse ist ein Fluss. H. 3 Z. 2 L., Br. 3 Z. 5 L.

  9. Ein theilweise verfallener Portikus am Ufer des Flusses. Mit dem Monogramm.

  10. Ein halb zusammengestürztes Gebäude links stehend, und vorne eine Balustrade, rechts im Grunde eine Fontaine. Mit dem Zeichen. H. 3 Z. 4 L., Br. 3 Z. 6 L.

  11. Die Fontaine über der Balustrade, die eine am Wasser sich hinziehende Terasse ziert. Links am Wasser ist ein ruin- ser Porticus. H. 3 Z. 3 L., Br. 3 Z. 2 L.

  12. Ein grosser steinerner Bogen, im Grunde eine Balustrade am Flusse, vorne ein Bassin. H. 3 Z. 3 L., Br. 3 Z. 6 L.

  13. Das verfallene Haus mit einem grossen Thore am Ufer des Flusses, gegenüber andere Gebäude. G. A. M. fece. H. 3 Z. 2 L., Br. 3 Z. 5 L.

  14. Einige Ruinen, gegen den Hintergrund zu ein Triumphbogen, rechts vorne eine grosse Vase etc. H. 2 Z., Br. 2 Z. 8 L.

  15. Ein grosser Bogen von Stein, gegenüber eine Terasse mit Balustrade, in der Mitte eine Fontaine. Rund, Durchmes- ser 3 Z. 2 L., H. 3 Z. 4 L., mit 2 L. Rand, Br. 3 Z. 2 L.

  16. Ruine eines Gebäudes, links zwei grosse Säulen, in der Mitte des Grundes eine Balustrade, rechts vorn eine zweite und eine Fontaine. Durchmesser der Höhe des Ovals 2 Z. 1 L., jener der Breite 2 Z. 10 L.

Mannlich, Joh. Chr. von.
Joh. Chr. von Mannlich, königl. bayerischer Central-Galerie-Direktor, geboren zu Straßburg 1740, gestorben zu München 1822. Er stammt ursprünglich aus einer Patrizier-Familie von Augsburg; in der Folge der Zeit aber kam er mit seinem Vater nach Zweybrücken und erhielt daselbst auf dem Gymnasium seine erste wissenschaftliche Bildung. Nach dem Willen seiner Eltern sollte er sich dem Studium der Theologie widmen; allein es zeigte sich bald, dass dem Sohne von der Natur eine andere Laufbahn angewiesen war. Sein Vater erkannte die wesentliche Anlage zur Kunst, die dem Sohne inwohnte, und beschloss seiner Ausbildung eine künstlerische Richtung zu geben. Er nahm ihn daher selbst in die Lehre und der gute Fortgang, der zu viel versprechenden Hoffnungen berechtigte, bewog den damaligen Herzog Christian IV., ihm zu seiner weiteren Ausbildung einen väterlichen Schutz anzudienen zu lassen. Durch des Herzogs Fürsorge trat er jetzt in seinem 18. Jahre aus dem älterlichen Hause, kam nach Mannheim und wurde dort dem Maler Zinzenich übergeben. Zu gleicher Zeit vertraute er sich der höheren Leitung des berühmten Bildhauers und Baumeisters Peter Verschaffelt, daselbst Direktor der Kunstakademie, mit dem günstigsten Erfolge an, so dass man sagen kann, von Mannlich’s eigentliche Künstlerbahn habe sich erst unter diesem Einflusse eröffnet. Der Herzog nahm den liebevollsten Anteil an der trefflichen Entwicklung seines Günstlings, und beschloss jetzt seinem Geiste eine größere Mannigfaltigkeit von Kunstanschauungen, seiner Technik noch größere Gewandtheit, und der Richtung seines Strebens mehr Bestimmtheit zu geben. Er nahm ihn daher 1763 zum erstenmal mit sich nach Paris. Die bedeutenden Kunstschätze dieser Hauptstadt hatten seinen ohnehin lebendigen Geist mit neuem Leben erfüllt; doch damit die Zeit über Beschauung und Reflexion nicht allein verflösse, sondern auch seinen technischen Fertigkeiten ein weiterer Vor-

schub geleistet würde, führte ihn der Herzog persönlich bei Karl Vanloo und zuletzt bei Franz Boucher ein, dessen Schüler er ward. Dass damals die Kunst in Frankreich im Argen lag, ist bekannt. Natur, Einfachheit und ein reiner edler Stil, waren in der Frivolität der Zeit untergegangen, und es war schwer für einen Künstler, bei dem verdorbenen Geschmacke, den auch die ersten Maler ihrer Zeit, Vanloo und Boucher, fröhnten, die Reinheit der Kunst zu bewahren. Doch Paris galt damals für die Hochschule des Geschmacks und der Aufenthalt eines jungen Künstlers daselbst gehörte mit zu seinen besten Empfehlungen. Schon nach einem Jahr kehrte von Mannlich wieder nach Mannheim zurück, wo er während zwei Jahren der Ausübung seiner Kunst mit dem größten Fleiße oblag. Im Jahre 1760 unternahm er mit dem Herzog eine zweite Reise nach Paris. Die Frucht seines jährigen Aufenthaltes daselbst war unter anderem das Bild einer Venus, worüber ihm der Herzog folgende Bemerkung machte: „Nehmen Sie von Boucher das schmeichelhafte und Angenehme der Composition, aber ahmen Sie ihn nicht nach, halten Sie sich an die Natur und die Antike.“ Diesen väterlich warnenden Rath, womit der Herzog zugleich sein limitierendes Urteil über diesen Künstler zu erkennen gibt, wiederholte derselbe bei einer anderen Gelegenheit. Zugleich beschloss der Herzog, ihn nach Italien zu schicken, und zu diesem Behufe ihm die Stelle eines Pensionärs in der französischen Akademie zu Rom auszuwirken, was er auch bei seinem Ansehen und Einflusse am französischen Hofe durch den Marquis de Marigny durchsetzte. Mannlich reiste im Jahre 1767 als Pensionär der französischen Akademie zu Rom ein.

Mannlich, Joh. Chr. von.

zösischen Kunstakademie nach Rom ab, doch nicht ohne den merk- würdigen Rath seines Lehrers Boucher:

„Ne faites pas long sejour a Rome, je vous conseille d’étudier surtout l’Alban et le Guide. Raphael, malgré sa grande réputation, est un peintre bien triste et Michel Ange fait peur. Voyez les, mais ne vous avisez pas de les imiter, vous deviendriez froid comme glace.“ Einen verderblichern und verkehrteren Rath hat wohl nie ein Lehrer seinem Schüler mit auf dem Weg gegeben.

Die Jahre 1767 — 1771 verflossen nun teils in Rom, teils in Neapel zwischen abwechselnden Betrachtungen der Kunstschätze, und zwischen praktischen Studien nach denselben und nach der Natur. Boucher’s Rath fand bei diesem Künstler in Rom weder Eingang noch Gebrauch; glücklicher Weise waren des Schülers eigenthüm- liche Anlagen nicht dieselben seines früheren Lehrers. Er sah und fühlte anders als dieser. Die Werke Rafael’s zogen ihn vor- züglich und fast ausschliesslich an. Er kopirte manches nach ihm und kalkirte viele der schönsten Köpfe aus den Wandgemälden des Va- tikans, so wie noch andere Theile des menschlichen Körpers, Hände, Füße u. s. w. aus Rafael’s Transfiguration. Die erstern sind zum Theil von ihm selbst, theils von andern lithographirt in den Oeuvres lithographiques enthalten, die letzteren bilden ein eige- nes Werk unter dem Titel: Zeichnungsbuch für Zöglinge der Kunst und für Liebhaber, aus Rafael’s entzogen, mit 18 Bl. fol., von Strixuer 1804 in Umrissen gefertiget. Ebenso ver- fertigte er sich eine vollständige Kalke von Rafael’s Grablegung im Palazzo Borghese, und mehrere andere Studien nach Michel- Angelo. Im Jahre 1771 begab er sich über Florenz nach Parma. Um Allegri’s unübertreffliches Hell-Dunkel zu studiren, copirte er eines seiner berühmtesten Oelgemälde, bekannt unter dem Namen des heil. Hieronymus. Bald darauf sandte ihm die Akademie zu Parma das Diplom eines Mitgliedes ihrer gelehrten Kunstanstalt zu. Die beiden reichen, vortrefflichen Gemäldesammlungen, und Rafael Mengs Aufenthalt in Florenz bewogen jetzt den Künstler den Win- ter desselben Jahres (1771) in Florenz zuzubringen. Eine nähere Bekanntschaft mit Mengs lag ihm damals sehr am Herzen; denn er versprach sich von einem so hochgeachteten Künstler vieles zum Vortheile seiner eigenen Bildung. Mengs wohnte im grossherzog- lichen Palazzo Pitti, und Hr. von Agatha, Direktor der Gallerie dieses Palastes, hatte die Gefälligkeit, von Mannlich bei ihm als Pensionär der französischen Akademie einzuführen. Der Künstler

sass eben vor der Staffelei, erhob sich steif und höflich von seinem

Sitze, grüsste den jungen Künstler, setzte sich wieder und sprach keine Sylbe mit ihm. Mengs fuhr fort zu malen. Mannlich sah ihm eine Zeitlang zu, und schlich sich endlich leise wieder zur Thüre hinaus. Der erste Empfang endigte sich keineswegs zur Zufriedenheit des jungen Künstlers; doch die vollkommenste Ge- nugthuung ward ihm später zu Theil, als er die Erlaubniss erhielt, die Madonna della Seggiola aus der Gemäldesammlung dieses Pal- astes copiren zu dürfen. Bei dieser Gelegenheit gelang es ihm, sich selbst dem Meister auf eine weit vortheilhaftere Weise vorzu- stellen, als früher die des Herrn von Agatha gewesen war. Er sass eben vor seiner Arbeit, als Mengs in gleicher Absicht, das- selbe Bild zu copiren, in den Saal trat. Hier lernte Mengs an Mannlich einen Deutschen kennen, und ‚plötzlich war aus ihm ein anderer Mensch geworden. Er bat ihn Tausendmal wegen seines ersten Empfanges um Vergebung, und sagte, dass er ihn als Mit- glied der französischen Akademie wirklich für einen Pariser petit

Mannlich, Joh. Chr. von.

manfre gehalten habe, die er nicht liebe, Hierauf malten sie in Gemeinschaft neben einander, und von Mannlich hatte auf diese Weise das Glück an der Seite: des Meisters dessen Manier zu stu- diren. Von jetzt an gewann er seine Liebe, fand Rath und Be- lehrung in seinem freundschaftlichen Umgange. Die beiden ange- führten schönen Copien befanden sich ehedem in der königl. Gal- lerie zu München. Indessen hatte Mengs die Copie der Madonna della Seggiola noch nicht völlig zu Ende gebracht, als Pabst Gan- ganelli ihn nach Rom berief, um im Vatikan die Decke der Camera dei papiri in Fresco zu malen. Er reiste plötzlich, und ließ die angefangene Copie dem von Mannlich zur Vollendung zurück, welches Geschäft er mit grosser Treue und Pünktlichkeit erfüllte. Im Jahre 1772 ward auch von Mannlich durch den herannahenden Tod seines Vaters genöthigt in die Heimath zurückzukehren, wo ihn sein Wohlthäter noch in selbem Jahre zum Nachfolger dessel- ben ernannte, und ihm zugleich die Leitung der in Zweibrücken neu errichteten Kunstschule übertrug. Nie wechselte sein Glück als Günstling unter der Regierung dieses edlen Fürsten. Sein Nachfolger Karl II. bestätigte den Künstler in gleicher Eigenschaft als ersten Hofmaler, und er ernannte ihn überdies noch zu seinem Baudirektor. Indessen war die französische Revolution ausgebro- chen, deren Gräuel sich bald auch in jene Gegend erstreckt hatten, Aber mitten in der grässlichsten Verwirrung war von Mannlich auf die Rettung der ihm anvertrauten Kunstschätze bedacht, und seiner Vorsicht und Klugheit allein ist es zu verdanken, dass da- mals (1793) die Zweybrücker Gallerie nach Mannheim zunächst in Sicherheit gebracht worden ist. Bald darauf starb der Herzog Karl und Pfalzgraf Maximilian Joseph folgte seinem älteren Bruder in der Regierung. Mannlich hatte das Glück auch dieses kunstlie- benden Fürsten Gnade und Vertrauen zu geniessen. Im Jahre 17

erhielt daher sein Wirkungskreis die weiteste Ausdehnung. Carl Theodor, damals als Churfürst in Bayern, war mit Tod abgegan- gen und die bayerische Chur- und Regentenwürde ging auf Maxi- milian Joseph über. Mannlich folgte jetzt dem Rufe des neuen Regenten an seinen Hof nach München, wo dieser ihn bald zum Beweise seines Vertrauens zum Central-Direktor aller Kunstsamm- lungen in Bayern ernannte, und im Jahre 1808 mit dem Verdienst- orden der bayerischen Krone begnadigt. Merkwürdig bleibt die diesem Fürstenstamme eigene Kunstliebe, welche sich eine lange Reihe von Jahren unterbrochen darin erhalten hat, Was Herzog Christian III. zu Zweybrücken im Kleinen begonnen, was dessen beide Nachfolger mit wachsendem Eifer und tieferer Einsicht rühm- lich fortgeführt, das erreichte unter Maximilian, Bayerns erstem König, hohen Glanz, und erlangte die höchste Stufe unter Lud- wigs Schutz. Durch Zeit und Umstände begünstigt ward die Münch- ner Gallerie durch beträchtlichen Zuwachs vergrössert; die Gemälde- Sammlung von Zweybrücken, Mannheim und Düsseldorf wurden damit vereinigt. Von Mannlich traf die Ausscheidung und verschmolz sie in zwei der zahlreichsten Sammlungen, in die zu München und Schleissheim. Der von Mannlich besorgte Catalog dieser Sammlungen besteht aus drei Bänden, München 1805 und 1810.

Unter König Ludwigs Regierung erhielt die Gallerie einen aus- gezeichneten Zuwachs durch den Ankauf der Boisseree’schen Samm- lung alt-niederdeutscher Gemälde, und ein Jahr darnach wurden auch die Kleinodien der nationalbayerischen Gallerie Wallerstein dem königl. Bilderschatze einverleibt, und so sind jetzt die Cata-

Mannlich, Joh. Chr. von.

Lange Mannlich’s nicht mehr genügend, Direktor von Dillis wurde mit der Einrichtung der neuen Pinakothek beauftragt, und von diesem ausgezeichneten Künstler und Kunstkenner ist der neue Catalog verfasst.

Auch der in Bayerns Hauptstadt zuerst ans Licht getretenen Lithographie entzog von Mannlich seine Aufmerksamkeit und Unterstützung zu ihrem weiteren Gedeihen nicht. Ihm verdankt sie zuerst ihre ausgebreitete Anwendung auf Gegenstände der Kunst. Unter den vielen dort trefflich gediehenen Etablissements leistete keines für die wahre Kunstdarstellung so viel, als dasjenige, welches Mannlich in seinem eigenen Hause und unter seinen Augen gründete, und zu einer für damalige Zeit seltenen Vollkommenheit erhoben hat. Im Jahre 1810 begann unter seiner Leitung die Herausgabe der Original-Handzeichnungen des königl. Cabinets, die bis zu einer Anzahl von 432 Blättern in 72 Heften fortgesetzt wurden. In die Ausführung dieses, unter dem Titel: Oeuvres lithographiques etc. bekannten Werkes teilten sich Strixner und Piloty, Mannlich’s Zöglinge, und er selbst lieferte Blätter dazu. Sein Unternehmen war auch die 1817 begonnene Herausgabe der vorzüglichsten Gemälde aus den beiden erwähnten Gallerien, als Folge und Fortsetzung der mit so vielem Beifall aufgenommenen lithographischen Nachahmungen von Handzeichnungen. In diesem Werke tritt die Lithographie schon mündig auf, und nimmt das ganze bisher von der Kupferstecher- und Formschneidekunst beherrschte Gebiet in Anspruch. Strixner und Piloty zeichneten dazu am meisten; indessen haben auch Dorner und Muxel mit gutem Erfolg Blätter geliefert; noch bessere rühren von L. und D. Quaglio her; Heideck’s und Auer’s Blätter können zu den gelungensten gezählt werden u. s. w. Dann hatte Mannlich noch viele andere Verdienste.

Mehrere der jüngeren bayrischen Künstler fanden bei ihm Rath und Belehrung, manchem half er durch ein freundliches Wort auf die rechte Bahn. Jedem liess er seine eigenthümliche Weise, nur die der Natur am nächsten kam, war ihm die liebste. Mancher bayerische Künstler erhielt auch durch seine Vermittlung bei dem kunstliebenden Monarchen Arbeit und Unterstützung. Von Jugend auf an Thätigkeit gewähnt, widmete von Mannlich seine ihm übrige Zeit schriftstellerischen Arbeiten. So erschien 1802 sein Versuch über Gebräuche, Kleidung und Waffen der ältesten Völker bis auf Konstantin den Grossen, mit 32 Kupf. 4. Im Jahre 1812 gab er einen andern Versuch über die Schönheitslehre heraus, mit 3 Kupf. 4. Diesem Versuch folgte ein dritter über die Zer- gliederungskunde für Zöglinge und Liebhaber der bildenden Künste 1812. Mit 8 Kupf. fol. Endlich beschloss er im Jahre 1812 mit der Herausgabe seines schon am Ende des Jahres 1793 gemachten poetischen Versuches einer Idylle: Aeskulap’s Hahn und Amor’s

vergiftete Fackel, nebst fünf Fabeln, seine schriftstellerische Lauf- bahn. Der Text der Idylle ist mit sechs bildlichen Darstellungen von des Künstlers eigener Erfindung in lithographirten Abdrücken versinnlicht, fol.

Ausser einer bedeutenden Anzahl von Original-Handzeichnungen kennt man von ihm an Ölgemälden: 1) Salmacis und Hermaphrodit. 2) Die Nymphe Salmacis und Bacchus, lebensgroße Figuren, beide für den Herzog Christian IV., nach dessen Tod sie nach Paris kamen. 3) Die Taufe Christi, ’ein Altarblatt in der Kirche zu Esse in Savoyen. In der Gallerie zu Schleissheim: 1) des

Künstlers Gattin, als büssende Magdalena, 2) der heil. Hieronymus,

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