Manfredi, Bartolomeo — Maler von Mantua, genoss den ersten Unterricht bei Roncalli (Pamerancio), zuletzt aber begab er sich in Caravaggio’s Schule, wo er so viel gewann, dass man ihn selbst den zweiten Caravaggio nennen könnte. Er malte Soldaten, Con- certe, Spielpartien u.a. ganz in der Weise jenes Meisters, so dass man seine Werke mit jenen Caravaggio ’s verwechselt hat. Indes- sen sind diese im Allgemeinen keine musterhaften Gemälde; seine Zeichnung ist ungenügend, das Colorit fällt ins Schwarze, wenn es auch kräftig ist. Er ergab sich einem zügellosen Leben, und die Ausschweifung war auch die Folge eines frühen Todes. Er starb in Rom vor , nicht 40 Jahre alt.
Haussart stach nach ihm die Vertreibung aus dem Tempel, und eine Gesellschaft von Trinkern. Letzteres Bild ist neben jenem einer Zigeunerin, die der Frau walhrsagt, im Musée royal zu Paris . Diese beiden Bilder sind in den lebendigen Köpfen und im kräftigen Fleischton des Carravaggio würdig. Lisebetius und Macnill haben die Gefangennehmung Christi aus der Brüsseler Gallerie nachgebildet, Van Steen stach das Gemälde mit spielen- den Soldaten aus derselben Gallerie. Kellerhoven stach den Jüng- ling und das alte Weib, dann den Weisen mit dem Knaben vor dem Spiegel.
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