Mander, Karl van, Maler, der Sohn des Obigen, wurde zu Delft geboren, und sein Vater unterrichtete ihn in der Kunst. Später besuchte er Italien , die längere Zeit seines Lebens scheint
Mander, P. — Mandrocles.
Er aber in Copenhagen verlebt zu haben, indem ihn Christian IV. von Dänemark zum Hofmaler ernannte. Er malte Porträts und Historien, derb und tüchtig, erstere grösstentheils in sprechender Lebenswahrheit. Seine historischen Bilder erhielten in den könig- lichen Schlössern Platz, und auch die Bildnisse der königlichen Familie und des Königs selbst waren dort von ihm gemalt zu se- hen. Er fertigte auch die Cartons zu zwei Tapeten, die der König durch den Schottländer John Thoms Ringo für das Schloss Fried- richsburg weben liess. Darauf konnte man lesen: Karl van der Mander fecit 1620, wie aus dem Danske Vitruvius II, p. 41 u. 42 zu ersehen ist. Im Jahre 1635 machte er eine Reise nach Holland , kam aber in demselben Jahre wieder nach Copenhagen zurück, und beschäftigte sich fortwährend mit seiner Kunst. Er malte viele Bildnisse angeschener Personen, und seinen Namen verkündet auch folgendes Werk: Icones plerumque partium tam internorum quam externorum humani corporis, naturali magnitudine et forma, secun- dum ductum sectionum S. Bartholini a Carolo von Mander, Apelle regio, vivis primum coloribus, deinde ab A. Haelwegh, Regio glypte acri incisae etc. Hafn. 1662. Der Künstler lebte noch 1665, doch weiss man nicht, wann er gestorben ist; vermuthlich in Dänemark . Haelwegh hat mehreres nach ihm gestochen: den Raub des Gany- med, den Tod des heil. Sveno, das Bildnis Christian’s IV. von Dänemark zu Pferde, im Grunde Friedrichsburg; jenes von Fried- rich II. von Dänemark, des Prinzen Georg, des Petrus Bulichius 1664, Justin Hotg, Simon Paulli, Heinrich Rühe.
Von ihm selbst radirt ist:
- Ceres bei der Alten vom Knaben verspottet, fol. Bei Wei- gel 18 gr. (S. am Ende des vorhergehenden Artikels.)
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