Malombra, Pietro

Malombra, Pietro, Maler, geboren zu Venedig 1556, gestorben 1618. Unter Salviati’s Leitung hatte er eine gute Zeichnung gewonnen, doch malte er als Jüngling nur aus Lust, erwachsen aber, vom Missgeschick gezwungen, Gewerbs halber. Malombra hatte durch Erziehung gelernt, Ehre sei besser als Gewinn, und gelehrt und geduldig, wie er war, verschmähte er es nicht, seinen Arbeiten eine größere Vollendung zu geben, als es in damaliger Zeit Brauch war. Lanzi sagt, man könnte ihn fast aus dem Verzeichnisse der Palmisten, ja Manieristen streichen. Wenn er sich zuweilen verirrte, war es mehr menschliche Schwäche, als Grundsatz. Malombra malte im herrschaftlichen Palast, und in Kirchen Venedigs; auch in Bildnissen und kleineren Bildern war er sehr tüchtig. Zu St. Francesco di Paolo sind einige Wunder des Heiligen auf vier Leinwandbildern von ihm dargestellt, wo nach Lanzi jede Figur eine solche Genauigkeit der Linien, eine Anmut, eine Ureigenthümlichkeit haben, dass man bedenklich wird, ob sie auch dieser Schule, ja dieser Zeit angehören. Ähnliche hat er für Gallerien gemalt, zuweilen auch mit Fernungen, in welchen er sich viel und glücklich übte. Vorzüglich gefielen die, wo er den grossen Freiplatz, oder den grossen Rathsaal, und heilige oder bürgerliche Amtsverrichtungen, Aufzüge, Einzüge, öffentliche Audienzen, grosse Schauspiele darstellte, und schon der Ort ihnen Grossheit verleiht.

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