Mair od. Mayr u. Mayer, Alexander. Maler

Mair od. Mayr u. Mayer, Alexander. Maler, Kupferstecher und Formschneider von Augsburg . Während einige von diesem Künstler gänzlich schweigen, so lauten auf der andern Seite die Nachrichten verschieden und widersprechend. Malpe lässt ihn um zu Augsburg geboren werden, Bryan aber, im biographical and critical dictionary of painters and ingravers, gibt die Geburtszeit um 1660. Mehrere sagen nur, der Künstler habe gegen das Ende des 16. Jahrhunderts gearbeitet. Bryan ist jedenfalls im Irrthum, auch Malpe, denn der Künstler wurde aller Wahrscheinlichkeit nach 1550 geboren. Auf dem Blatte mit St. Anton liest man nämlich rechts: Aetate sue 17, und oben 1576, so dass also Mair 17 Jahre alt gewesen, mithin 1550 geboren wurde.

A. Mair malte Landschaften mit Figuren und Feuersbrünsten, Ansichten von Städten und andern Orten. Die historischen Bilder machten wohl immer den geringsten Theil seiner Werke aus. Dagegen aber fertigte er mehrere Kupferstiche und Holzschnitte. Erstere sind mit vieler Sorgfalt und Zartheit gestochen, letztere gab 1509 Lorenz Säuberlich heraus. Sie sind mit einem Monogramme bezeichnet, häufig mit dem Namen „Mair“ auch Mayr geschrieben, Bartsch P. gr. IX. 507 beschreibt nur drei Blätter von ihm, und mehrere andere fügen wir bei. Die älteren, wie St. Anton, sind in ganz altdeutscher Weise behandelt, die späteren tragen das Gepräge moderner Stiche, so dass man sie ohne Namen für Werke eines andern Künstlers halten konnte.

  1. St. Anton stehend, der Abt im faltenreichen Mantel und mit langem Barte, links zur Seite das Schwein. In der Mitte unten zwischen den Füssen ist das Monogramm A M (gotisch), rechts liest man: aetate sue 17, und links oben steht verkehrt die Zahl 1576 mit einer kleinen Zierathe. H. 3 Z. 2 L., Br. 2 Z. 1 L.

  2. Die Marter des heil. Sebastian, mit dem Zeichen A M in Kursivschrift: posuit me quasi signum ad sagitam etc. H. 2272.7 L., Br. 1 Z. 8 L.

  3. Die heil. Jungfrau mit dem Kinde in altem Typus in einer Strahlenglorie: Quid Sole, Luna stellulis etc. — Mariae Fuggerae L. jeronymi Fuggeri conjux etc. H. 1 Z. 84 L., Br. 1 Z. 1 L.

  4. Die heil. Jungfrau in der Engelglorie, vor ihr ein heil. Bischof. Mit lateinischer Dedication an Johann Schal, S. Auzuot €nnon. ad S. Crucis antistes etc. H. 1 Z. 7} L., Br. 1 Z. 1 L.

  5. Die Ruhe in Ägypten, Maria unter dem Zelte, Joseph reicht dem Kinde einen Apfel. Mit dem Monogramm und 1500. H. 2 Z. 10 L., Br. 2 Z. 5 L.

  6. Der heil. Lorenz, 1617. H. 2 Z. 10 L. mit der Schrift unten, Br. 3 Z. 9 L.

  7. Der heil. Dominicus, mit dem Namen. H. 1 Z. 11 L., Br. 1 Z. 3 L.

  8. Der heil. Franz in Entzückung über die Musik des Engels, 1592. H. 1 Z. 11 L., Br. 1 Z. 3 L.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_eMM-AAAAcAAJ/