Mainardi, Andrea, genannt il Chiaveghino, Maler von Cremona , über welchen die Nachrichten von 1500 — 1623 reichen. Er war Campi’s Schüler und Nachahmer des Bernardino, ist aber nicht in allen Bildern gleich gut, da er oft eilig und wohlfeil arbeitete. Im kleineren Stil, sagt Lanzi, ahmte er den Bernardino in der Vermählung der heil. Anna bei den Eremitern zu Cremona nach, im größartigeren im großen Bilde: das göttliche Blut. Der Erlö- ser steht aufrecht unter einer Presse, welche, von der göttlichen Gerechtigkeit getreten, aus dem hl. Leibe durch die offenen Wunden Blutströme drückt, aufgefangen von den Kirchenlehrern. Mäßen Gegenstand, gewiss nicht die würdevollste Darstellung, fand Lanzi zu Cefalù und anderswo nirgends so schicklich dargestellt (!). Das Bild könnte nach der Ansicht jenes Schriftstellers jeder Schule Ehre machen; es hat schöne Formen, reiche Kleider, heiteres und la- chendes Colorit — nur in Anordnung der kleinen und häufigen Licht- er könnte es, wie in der der Figuren, glücklicher sein, aber die- ses ist eine Schwäche, die er mit vielen aus seiner Schule gemein hat. Auch er selbst hielt eine Schule ,
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