Magnasco, Alessandro

Magnasco, Alessandro, genannt Lisandrina, Maler, wurde zu Genua geboren, nach der Angabe in den Lettere sulla pittura IV. 34 um 1560, nach Ratti aber 1581. Sein Vater Stefano starb früh, und daher empfahlen ihn seine Verwandten an F. Abbiati in Mailand , der ihm jetzt Vorbild wurde. Er suchte den entschlossenen, mit wenig Zügen treffenden Pinselwurf des Meisters in Rüstgemälden auf seine augenblicklichen Einfälle, Schauspiele und Volks handlungen überzutragen, worin er nach Lanzi gleichsam der Cerguuzzi dieser Schule ist. Seine Figuren sind nicht viel über eine Spanne hoch, und solche nun brachte er in heiligen Festaufzügen, in Mädchen- oder Knabenschulen, in Mönchskapiteln, Jüden schulen, in Wohnungen von Handwerkern und bei Kriegsvorfällen an. Besonders witzig behandelte er die Judenschulen. Seine Kintälle fanden Beifall, und daher sah man in Mailand, auch zu Florenz und anderwärts ehedem sehr viele Bilder seiner Hand. Die Landschaften Payella’s und die Architekturstücke des Clemente Spera staffirte er öfter mit Figuren . In Genua gefiel er weniger, weil man dort, wie Lanzi sagt, an dem Hinwerfen der Bilder, wie wohl es mit sicherem Sinn und hinlänglicher Zeichnung verbunden war, kein Gefallen fand. Es fehlte seinen Bildern die Vollendung und die Verschmelzung der Tinten, welche die Meister jener Stadt liebten. Im Jahre 1747 starb er. Gazalis radirte nach ihm den Eremiten Paulus in der Wüste, wie ihn ein über ihm schwebender Dämon versucht. Die Bilder der Chemie und Magie , ehedem zu Leipzig in Oeser’s Sammlung, hat G. A. Liebe gestochen.

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