Maffei, Francesco, Maler von Vicenza , war Schüler von S. Pe- randa, dessen Manier er befolgte, bis er endlich die Bauart des Paul Veronese einschlug, wobei es ihm weder an Kenntnissen, noch an Waidlichkeit fehlte, wie Wagner die Stelle des Lanzi über- setzt II 105. Sein Stil hat Grossheit, und Boschini nennt ihn sogar mächtig, den Maler der Giganten. Auch an einer gewissen ihm eigenen Anmuth fehlt es ihm nicht, die ihn von den Manieri- sten unterscheidet. Seine heil. Anna in St. Michele zu Vicenza, mehrere dortige Arbeiten von ihm im Stadthause und anderwärts, dichterisch schön und voll schöner Bildnisse, wie Lanzi ausruft, von einer Färbung im besten Venediger Geschmack, beweisen, dass er mit noch bessern Malern, als Carpioni und Cirtadella, seinen Mitwerbern, hätte wetteifern können. Vielleicht eben, weil er sie Nicht fürchtete, meint Lanzi, arbeitete er oft mit so wenig Fleiss, ließ Köpfe und mehr noch andere Teile der Figuren unvollendet, kargte mit der Farbe, Jegte dunkel an, und malte nicht für Jahr- hunderte, sondern für wenige Jahre. Seine Darstellung des Para- dieses in S. Francesco zu Padua hat eben desswegen fast jede Spur von Colorit verloren. Allein zu seiner Zeit sah man auf diese Dinge wenig, man wollte nur Handfertigkeit, und desswegen sagt Boschini, dass Maffei mit vier Pinselstrichen in Erstaunen gesetzt abe.
Maffei starb zu Padua 1660. Er soll einen sterbenden heil. Franciscus geätzt haben.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_eMM-AAAAcAAJ/