Maes, Johann Baptist Ludwig

Maes, Johann Baptist Ludwig, Maler, wurde 1704 in Gent geboren, und sein Vater, Professor Maes in Gent, ertheilte ihm den ersten Unterricht in der Malerei. Der Bildhauer Ingels lehrte ihn modelliren, und als talentvoller junger Mann konnte er es schon 1816 wagen, beim Concurse der Gesellschaft der Kunstfreunde in Mecheln um den Preis in die Schranken zu treten. Der Gegen- stand der Bewerbung war eine allegorische Darstellung auf die Vermählung des Prinzen von Oranien, wofür Maes die goldene Medaille erhielt. Im Jahre 1818 wurde ihm zu Gent der grosse Preis der Malerei zu Theil, und der Gegenstand seines Bildes war jetzt eine Allegorie auf die Vereinigung der flämischen und hollän- dischen Malerschulen. In demselben Jahre trug er auch zu Brüssel den ersten Preis in der Composition davon mit dem Bilde, welches Alexander vorstellt, wie er die ihm von seinem Arzte be- reitete Arznei zu sich nimmt. Im Concurse von 1810 trug er in Antwerpen den Preis im Genre davon, mit dem Gemälde, welches einen Saal vorstellt, wo die Kuhpocken geimpft werden (Sale de vaccine, — Zaal ter Koepokinenting). Im folgenden Jahre gewann er mit seinem Bilde der Hagar den Preis der Gesellschaft: Felix meritis, zu Amsterdam , und besondere Anerkennung fand auch sein Diogenes , welcher in de Bast’s Annales du Salon de Gand p. 135 abgebildet ist. Zu seinen vorzüglichsten Bildern der früheren Zeit zählt man auch seine Altarbilder zu Baeloghem und Loochristt, dann die schöne Anthia in der Sammlung von J. Hari im Haag, und einige Porträts.

Im Jahre 1822 begab sich der Künstler als k. Pensionär nach Rom, und hier nun machte er besonderes Aufsehen. Maes malte in Rom mehrere Werke, die in öffentlichen Blättern mit Lob er- hoben wurden, da sie sowohl in seinem Vaterlande, als in Deutsch- land und Italien ungetheilten Beifall fanden. Im Jahre 1823 schickte er einen heil. Sebastian, eine Alte im Gebete, die Pifferari vor der Madonna, das Bild einer schönen Vignerola mit einem Alten, le- bensgrosse Gruppe, an die Akademie zu Antwerpen, und diese Ge- mälde erwarben ihm den grossen Preis derselben, welcher in einer Pension zur Fortsetzung seiner Studien bestand. Für die Kirche des heil. Michael in Gent malte er hierauf eine heil. Familie, und in der Folge eine bedeutende Anzahl sehr schöner Heiligen- und Genrestücke, auch historischer Bilder, lauter treffliche Werke. Eines seiner schönsten früheren Bilder stellt die heil. Jungfrau dar, wie sie der heil. Anna das Jesuskind zeigt, im Umriss gestochen im Messager des sciences et des arts 1828 p. 302. Dieses Bild hat der Künstler im Kleinen wiederholt. In demselben Jahrgange des Messager p. 303 ist auch seine Madonna mit dem Kinde und St. Johann in der St. Bavonskirche zu Gent umrissen. Das Gemälde der Abreise des jungen Tobias in einer Kirche derselben Stadt ist im Messager 1830 p. 334 im Umriss gestochen. Im Jahre 1830 malte er die Halbfigur einer Albanerin, wie sie von einem nackt auf dem

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_eMM-AAAAcAAJ/