Madrazo, Federigo de, Maler und Sohn des Obigen, widmete sich unter Leitung seines Vaters der Malerei, und 1820 ging er zu seiner weiteren Ausbildung nach Italien. Er führte bereits meh- rere historische Bilder aus: 1835 malte er die Enthaltsamkeit des Scipio , dann den König Alfons, der dem Cid den Ritterschlag er- theilt. Im Jahre 1838 schickte er aus Italien zur Kunstausstellung in Madrid ein herrliches Bildnis des Marqués von Brancifonte zu Pferd. In dem von seinem Vater herausgegebenen Prachtwerke ist ein großes figurenreiches Bild nach ihm lithographiert: Karl V., wie er auf dem Sterbebette von seiner Gemahlin gepflegt wird.
Mächselkircher, Gabriel, auch Meixekirchen, und geradezu Gabriel genannt, Maler von München , der von 1460–80 blühte. Seine Lebensverhältnisse sind unbekannt, er war aber einer der gesuchtesten Münchner Künstler, was die Aufträge beweisen, die ihm (1407) Albrecht IV. von Bayern und das Kloster Tegernsee erteilten. Über die Gemälde des Herzogs bringt Westenrieder Beiträge etc. V. 201 Nachricht bei, er vermutet aber nur, der Maler Gabriel sei mit dem Mächselkircher derselbe, was indessen kaum einem Zweifel unterliegt. In Tegernsee arbeitete er mit Ul- rich Füterer, und sie erhielten für jedes Gemälde 8 fl. rhn. Allein die meisten seiner Gemälde scheinen bei der Aufhebung des Klo- sters verschleppt oder schon früher zu Grunde gegangen zu sein. Großes Gefallen erregten indessen seine Gemälde nicht, denn sie tragen das Gepräge einer wilden Phantasterei, wenigstens nach den Gemälden der k. Galerie in Schloss Schleißheim zu schließen. Da sieht man von ihm die Kreuzigung Christi und die Kreuztragung. Auch in den Kirchen Münchens waren einst Altarbilder von ihm, von denen aber die meisten in der Folge weichen mussten.
Maele, s. Maile.
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