Macrino d’Alba, eigentlich Giangiacomo Fava, genannt Macrino d’Alba, weil er Bürger von Alba war. Er stammte aus Alladio, den Grund zu seinem Ruhme legte er aber in Alba und zu Turin , dieses um 1406 — 1508. Lanzi nenot ihn einen wackern Maler, in Gesichtern höchst wahr, in allen Teilen fleißig und ausgeführt, in Colorit und Schattengebung hinlänglich gewandt. Wo Macrino
sich gebildet, weiß man nicht; in einem mit Macrinus d’Alba bezeichneten Bilde in der Sakristei der Hauptkirche zu Trier er- kennt aber Lanzi den Geschmack Bramante’s und gleichzeitiger Mai- länder. In der Landschaft hat er das flavianische Amphitheater an- gebracht, und daraus wäre zu vermuten, dass er Rom , oder noch Vinci’s gebildete Schule gesehen habe, wie Lanzi meint. Wo er sich immer auch gebildet haben möge, er ist in jener Gegend der erste Künstler, der sich dem neuen Style nähert, und scheint nicht bloß in Asti und Alba, wo manche Cabinet- und Altarbilder von ihm sind, geschätzt worden zu sein, sondern auch in Turin und im Hause des Fürsten selbst. Aus diesem Hause dürfte nach Lanzi der zu den Füßen U. L. F. und der sie umgebenden Heili- gen abgebildete Cardinal im Dome seyn. In Turin hat er wohl mehrere Bilder hinterlassen, aber vor allen Hauptstädten Italiens hat diese am liebsten neue Gemälde an die Stelle der alten gesetzt. In der Capelle S. Ugone in der Carthause zu Pavia ist ein in sechs Felder abgeteiltes Bild, dessen auch Lanzi erwähnt, aber nicht mit dem genauen Inhalte. In dem oberen Felde ist der auferstan- dene Christus und 2 Evangelisten, darunter die Madonna und 2 Engel, in den untersten S. Ugone und Anselmo. Es soll eine der schwächsten Arbeiten dieses Meisters und doch ein verdienstliches Bild sein. Vgl. Lanzi III. 308 und die Anmerk. v. Quandt.
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