Machado, Joaquin de Castro, Bildhauer in Lissabon , Sohn des Manoel Machado Texeira, wurde 1736 geboren, und vom Ita- liener Justi in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet. Später war er auf sein eigenes Studium beschränkt, aber sein Genius lei- tete ihn so sicher, dass man diesen Künstler, der Portugal nie verliess, den Canova Lusitaniens nennen könnte. Er wurde Pro- fessor der Bildhauerkunst an der k. Akademie zu Lissabon, und zuletzt Direktor aller für den k. Palast zu Ajuda nothwendigen Bildhauerarbeiten. In diesem Palaste sind auch einige Statuen von seiner Hand; es gibt aber noch viele andere Werke von ihm, aus welchen überall ein tiefes Studium spricht. Über eine schöne
Gruppe: Nossa senhora da Encarnação, hat er zwei gelehrte Ab-
handlungen geschrieben. Seine zehn Ellen hohe Reiterstatue Jo-
seph I., auf einem Platze in Lissabon aufgestellt, bewundert man
als ein Meisterstück, das er 1774 verfertigte, Lucius hat 1790 diese
Statue in Kupfer gestochen, und dieses Blatt findet man im Journal
de Coimbra, Lisboa 1812 S. 350. In Füssly’s Suplementen heißt
es, dass auch Georg Machado de Castro diese Statue in Kupfer gestochen habe; diesen Künstler kennen wir aber nicht, er müsste mit dem folgenden Gaspar Machado eine Person sein. Machado bildete auch viele Schüler, dies mit Eifer und Liebe, und noch in seinem 61. Jahre war er thätig. Im Jahre starb der Künstler.
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