Maas, Gerrit, Zeichner und Maler, wurde um 1660 in Antwerpen eb. Sein Vater, wahrscheinlich einer der obigen Künstler, ertheilte ihm den ersten Unterricht, und dann suchte er sich durch das Studium der Natur und nach guten Gemälden, die er in Kirchen und Cabineten fand, zu vervollkommnen. Er malte zuerst verschiedene Cartons, die zu Brüssel in Tapeten umgesetzt wurden, unter welchen be- sonders die Darstellung der vier Welttheile geschätzt und als des Rubens würdig erklärt wurde. Dann arbeitete er für Kirchen und Palläste, und in diesen Werken erinnert er an die Manier des P. da Cortona, oder auch des N. Poussin, wie Descamps behauptet.
Er malte Historien und Genrestücke, trefflich in Zeichnung und Färbung. Seine Kupfer sind ausdrucksvoll, das Costum wohl be- achtet und gefüllt, und dann herrscht in seinen Compositionen auch Leben und Bewegung. Im Grunde brachte er öfter Landschaften, Architektur, Ruinen u. s. w. an. Dann finden sich auch noch Zeichnungen von seiner Hand; im Cabinet Paignon Dijonval sind mehrere derselben beschrieben: heilige und profane Darstellungen, mit der Feder oder mit schwarzer Kreide ausgeführt. Sein Todesjahr ist unbekannt; auch glauben wir, dass er früher geboren wurde, als oben nach der gewöhnlichen Meinung angegeben ist, denn Maas war schon 1682 Direktor der Malerschule in Ant- werpen, wie Weyermann angibt. S. auch G. Maes.
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