Lyonet war Mitglied der Akademien in London, Rouen

Lyonet war Mitglied der Akademien in London , Rouen , Berlin , St. Petersburg und Harlem. Dann war er Advokat des Justiz- hofes von Holland , Dolmetscher und Ausleger der an die General - staaten in Ziffern geschriebenen Briefe. In den Denkschriften der Harlemer Akademie ist von ihm: Beschrijving van een Microscoopsel, geschikt tot het ontleden van kleine dieren, mitsgaders eenige aanmerkingen over het vermogen der vergrootende glazen. Dieses ist jenes Werk, von welchem Füssly sagt, dass er nicht wisse, ob es erschienen ist.

L'YB, Johann, Maler, genannt Pan, wurde 1570 in Oldenburg geboren, und H. Golzius war sein erster Meister. Später ging er nach Rom , zur Nachahmung wählte er jedoch die Meister der Ve- nediger Schule, allein er konnte sich in die italienische Weise nicht mehr so ganz fügen. Dennoch gefiel er mit seinen Gemäl- den, und Lanzii findet seinen Stil sogar anmuthig, da er in der Zeichnung einen italienischen Beischmack, in den Tinten einen holländischen Auflug hat. Meistens malte er Figuren in mittlerer Größe, wie den verschwenderischen Sohn im Museum zu Florenz, oder in kleinen Verhältnissen, wie die Bilder ländlicher Feste, von Zänkereien und Ähnlichem in niederländischer Weise. Doch hin- terließ er auch einige Kirchengemälde, wie die Erweckung der Tabita durch St. Peter bei den Philippinern zu Fano, und den so belobten heil. Hieronymus bei den Theatinern in Venedig .

Auch Houbracken lobt diesen Künstler, und setzt ihn den größten Meistern an die Seite. Seine ungeregelte Lebensweise that ihm etwas Eintrag, und bei größerer Mäßigkeit hätte er noch viel Besseres leisten können. In Flandern ergab er sich der Völlerei, doch starb er nicht im Vaterlande, sondern in Venedig, wohin er sich

in der letzteren Zeit seines Lebens starb. Im Jahre 1626 starb ihn die Pest dahin,

Mehrere seiner Werke sind in Kupfer gestochen worden, von Falk die Geburt Christi, und die Frau und der Mann, die singen und lachen; A. Blooteling die Verkündigung Mariä; P. Monaco Adam und Eva, den Isaak beweinend, Judith mit Holofernes Haupt und den verlorenen Sohn; G. Valk das Hurenmhaus von Rubenss J. Vischer die Eintüchtung von St. Peter und Paul.

Einige glauben, dass Lys das Bild einer alten Kokette vor dem Spiegel, wie sie von zwei Mägden bedient wird, gestochen habe. Andere glauben, das Original sei von C. Vischer, oder gar von Rubens; allein das Blatt ist weder von Lys selbst, noch nach Vi- scher und Rubens gestochen, sondern von J. Falk nach dem Ge- mälde von Lys aus dem Cabinet Reinst. Man legt ihm auch ein Blatt mit dem Tode des Herkules bei, was wohl ebenfalls nicht von ihm gefertigt wurde.

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