Lutz, Peter

Lutz, Peter, Kupferstecher, wurde 1799 in München geboren, und an der Akademie daselbst begann er unter P. von Langer seine ernstern Kunststudien. Anfänglich widmete er sich der Malerei , zu welchem Behufe Lutz nach Gemälden der k. Gallerie kopirte; seine Zeichnungen aber, die er von 1817 — 1820 nach der Antike, nach der Natur und nach guten Kupferstichen von J. G. Müller, Goltzius, Spranger u. a. fertigte, zeigten, dass er zum Kupferstecher berufener sei. Selbst P. von Langer bestätigte ihn hierin, und nun fing er an, unter der Leitung des berühmten C. Hess sich ausschliesslich der Chalkographie zu widmen. Lutz hat auch bereits treffliche Proben seiner Weihe geliefert. Er beurkundet Sicherheit und Eleganz in Führung des Grabstichels, und was noch mehr ist, er fasst in seinen Nachbildungen auch immer den Charakter der Urbilder auf das treueste auf. Ein Meisterwerk ist sein Triumph des neuen Testamentes nach Correggio’s berühmtem Bilde in Dresden, das er als Gegenstück zu Müller’s Madonna di S. Eustorgio stach. Im J. 1827 erhielt er nämlich von E. Arnold, dem Besitzer der Kunsthandlung in Dresden, den Auftrag, dieses Bild zu stechen, und er begann daher 1820 in München nach einer Kopie von Kühne den Stich. Im Jahre 1833 ging er dann nach Dresden , um im Angesichte des Originals die Platte zu vollenden, und jetzt haben wir ein Blatt, welches in der Geschichte der deutschen Chalkographie Epoche macht, da seit Müller’s berühmter Madonna in Deutschland kein Blatt von solchem Umfange, und wenige von diesem Gehalte erschienen sind. Lutz hat den früheren Stich von Fessard weit übertroffen.

Im Jahre 1834 begann Lutz die Zeichnung zum Pendant dieses Blattes nach Bagnocavallo’s Madonna auf Wolken, einem herrlichen Bilde in derselben Gallerie. Diese Platte hat Lutz 1830 vollendet, und was die künstlerische Leistung anbelangt, so hält sie dem berühmten Blatte des heil. Franziskus die Waagschale.

a) Die hl. Magdalena, nach P. v. Langer’s Handzeichnung, 4.

  1. Marin: mit em Kinde, in einer Rundung, nach R. v. E.auer, fol.

  2. Maria mit dem Kinde, nach F. Barozzio,

Die heil. Agnes, nach Dominichino,

  1. Ganymed, nach Titian.

  2. Ein Bildnis, nach Van Dyck.

  3. Ein anderes, nach C. Vischer.

  4. Christus, Brustbild aus dem Spasimo, von Rafael, kl. fol.

  5. Die zwei Engel unter der Madonna di S. Sisto von Rafael, im (ägendmck nach F. Müller. Sehr getreu und schön, u /

ohanna Gray im Gefängnisse, nach P. v. Langer, fol.

Die Madonna des heil. Franziscus, oder der Triumph des

neuen Testamentes über das alte, nach Correggio, das oben-

erwähnte Hauptblatt; dem ‘Prinzen Mitregenten Friedrich

August ewjdmet 1854. H. 322 Z., Br. 244 Z. sächsisch. je Abdrücke vor aller Schrift kosten 55 Thl., mit offener

Schrift 37 Thl.

£2) Madonna in einer Engelglorie auf Wolken sitzend, unten vier Heilige und darunter Geminianus, nach Bagnocavallo Ramenghi. Das Gegenstück zum obigen, 1830-

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