Lutma, Janus

Lutma, Janus, Goldschmied und Kupferstecher , der Sohn des Obigen, wurde angeblich um 1600 geboren, und auch er erlangte in der Kunst seines Vaters Ruhm. Überdies war er im Ätzen erfahren, und dann führte er die Platten der ersten fünf folgenden Blätter mit der Bunze aus, ein Verfahren, welches er Opus Mallei (Hammerschlag, gehämmerte Arbeit) nannte. Jean Morin, der 1650 starb, übte in Frankreich gleiche Kunst, man weiß aber nicht, wer von dem andern gelernt hat. Diese Blätter sehen wie punktiert aus, auch bilden sie den Übergang zur Crayonmanier. Das Todesjahr dieses Künstlers ist unbekannt, doch weiß man, dass er noch 1681 thätig war. Folgende Blätter sind sein Werk und die ersten vier als Opus Mallei die berühmteren, aber selten in guten Abdrücken.

  1. Janus Lutma, des Meisters Vater. Ob. 1669 aet. 85. Posteriori, opus Mallei per Janum fec., H. 9 Z. 1 L., Br. 7 Z. Bei Weigel 2 Thl.

  2. Janus Lutma Batavus, des jüngern Lutma Bildnis. Ne te quaesiveris extra. Per se opere Mallei 1681. H. 10 Z. 6 L., Br. 7 Z. 10 L. Bei Weigel 2 Thl.

  3. P. C. Hooft. Alter Tacitus. Opus Mallei per J. Lutma, H. 10 Z. 7 L., Br. 8 Z. Bei Weigel 2 Thl.

  4. J. Vondelius. Olpr Batavus. Opus Mallei per J. Lutma. H. 9 Z. 10 L., Br. 8 Z.

  5. Drei Rundungen durch Verzierungen mit Früchten verbunden. In jeder sitzt eine Flussgottheit. Mit dem Spitzhammer erziert, wie die obigen: Janus Lutma fec. 1641. H. 4 Z., Br. 9 Z. 2 L. Zweifelhaft.

  6. Joannes Lutma aurifex, der Vater, im Rock mit Hermelin, Brille und Reissfeder in den beiden Händen, Joannes Lutma junior fecit Ao. 1650. Radirt, fol.

  7. Johann Lutma der Junge, am Tische mit der Reissfeder zeichnend. Er trägt einen hohen Hut. Radirt und sehr selten, kl. fol.

  8. Bildnis des Admirals Tromp, nach Lievens,

  9. Der Chor der Hauptkirche von Amsterdam, nach der Zeichnung seines Vaters geätzt, fol.

  10. Der grosse Obelisk zu Rom, unter Innocenz X. errichtet, mit einer Menge Figuren, von Lutma jun. selbst gezeichnet,

‚und auf der Platte wendete er die Nadel mit der Schwarz- kunst an, gr. fol. i

  1. Die grosse Fontaine mit der trajanischen Säule, in gleicher Manter, fol. 4

  2. — 15) Vier Landschaften, Both Inven. Janus Lutma fec. et exc, Im späteren Druck liest man die Adresse von Frans Carelse, kl. 4.

  3. Drei verliebte Paare bei einem Springbrunnen in einer ita- lienischen Villa. Unten: I. L. N, de Sor exe. Malerisch gCätlt, qU. 4t e

  4. Jesus im Tempel bei den Schriftgelehrten, mit Initialen und der Jahrzahl 1640, alles verkehrt. Dieses Blatt, in Punktir- manier, wird öfter dem Lutma beigelegt, aber mit wenig ‘

Grund, 4,

  1. Der heil. Juhannes Evangelist schreibend, nach Rembrandt, Halbfigur,

  2. — 24) Eenige Nieuwe Compartemente, getekent en geetst

door Joannes Lutma de Jonge tot Amsterdam, 6 Blätter,

  1. — 36) Veelderhande nieuwe Compartemente, getekent door Joannes Lutma de Oude tot Amsterdam Ao. 1053. Phanta- stisch geformte Wappenschilder, von Lutma jun. geätzt. 12 Blätter, im zweiten Drucke mit F. de Wildt's Adresse, fol.
  2. — 48) Festivitutes Aurifabris, Statuariis — necessariae, per Joannem Lutma senem Amstel. Ao. 1654. Verscheyde Snaker- gen dienstich .vuor Goutsmits, Beelthouwers, Steenhouwers etc. getekent door Joannes Lutma de oude. Von Lutma jun. geätzt. 12 Blätter, fol. | Alle Blätter von 19 — 490 bei Weigel 2 Thl. 16 gr. — 55) Sieben Blätter aus der Folge: Verscheyde constige Vindingen om in Gout, Silver. etc. te wercken. Dienstlich den Silversmeeden etc.-naer d’invention van G, v. d. Eecker- hout. J. Lutma ete. Tot Amsterdam by C. Danckerts , fol. Die übrigen Blätter dieser seltenen radirten Folge sind von ' M. Mozyn u. a. ;

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