Lütke, Peter Ludwig, Maler und Radierer, wurde 1759 zu Ber- lin geboren, und sein Vater bestimmte ihn zur Handlung. Nach beendigter Lehrzeit wendete er sich der Kunst zu, welcher er von jetzt an mit solchem Eifer oblag, dass er schon 1785 mit Vortheil Italien besuchen konnte. In Rom studirte er unter Ph. Hackert, besuchte auch Neapel und Sicilien, und 1788 kam er wieder nach seiner Vaterstadt zurück. Im folgenden Jahre wurde er zum Professor und Mitglied des Senats der dortigen Akademie ernannt, und ihm zugleich der Unterricht in der Landschaftsmalerei übertragen. Er besass die einem Landschaftsmaler so nöthigen Kenntnisse in der Botanik in ausgezeichnetem Grade, ‚wovon die Vorgründe seiner Bilder, die mit grosser Sorgfalt ausgeführt sind, ein trefliches Zeugniss geben. Seine Studien nach der Natur sind mit gewissenhafter Treue gemacht, und da er die schönsten Par- tien oft aus verschiedenen Standpunkten gezeichnet hatte, blieb ihm die Erinnerung daran bis in sein spätes Alter. Die k. Palläste zu Berlin und Potsdam enthalten viele schätzbare Arbeiten seiner Hand, sowohl italienischer als vaterländischer Gegenden. Die Akademie besitzt mehrere seiner Baumstudien, schätzbare Blätter, die zu Vorbildern beim Unterricht im Landschaftszeichnen dienen, weil darin der Charakter der verschiedenen Baumgattungen so getreu aufgefasst ist, dass sie nicht allein den Künstler, sondern auch den Botaniker erfreuen.
Im Modellsaale der Akademie ist auch seine schätzbare Samm- lung von Gypsabgüssen der vorzüglichsten Antiken, die er aus Rom nach Berlin brachte, und welche den Grund der jetzt so ausge- zeichneten Sammlung jener Akademie ausmachen.
Professor Lütke starb 1831, und der Direktor Dr. Schadow zeigte in öffentlichen Blättern den Verlust an, den durch seinen Tod die Akademie erlitt.
Wir haben von seiner Hand auch etwa zwanzig Blätter, die in gefälliger Manier radirt sind, aber wir sind nicht im Stande, ein vollständiges Verzeichniss derselben zu geben. Zur Bezeichnung seiner Werke bediente er sich öfter eines Monogrammes, welches in den bisher bestehenden Monogrammen - Lexiken noch nicht auf- geführt ist.
Die Ansicht von Göttingen, kl. qu. 4.!
Landschaft mit einem grossen Baume links, und mit Vieh an den beiden Ufern des Flusses. Im Grunde das Dorf und Berge, 12.
Landschaft mit einer Laube in der Nähe der Brunnens, zwei Liebende in derselben beim Mondscheine, 12.
Ein Paar Blätter in Krusenstern’s Reise um die Welt.
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