Lunghi, Martin, Architekt, der Sohn des Honorius, war ebenfalls Architekt , wie der Vater ein Rechtsgelehrter, und überdies noch Dichter, aber vielleicht noch insolenter als der Vater. Den- noch liess er sich von seiner Mutter prügeln, was manchmal ziem- lich arg ausfallen musste, da er ihre Schläge mit dem rührenden Ausdrucke erwiderte: „Frau Mutter, Sie haben mich gesund ge- macht, und wollen mich nun zum Krüppel haben!“ Mit seiner Frau ging er zärtlicher um. Er heiratete sie, ohne sie vorher gesehen zu haben, erzog sie zur höchsten Affektation und betete sie dann als seine Venus an.
Ein großer Baumeister war indessen dieser Narr nicht, obgleich er mehrere Gebäude errichtete, in Sicilien, zu Neapel , Venedig und Mailand . Das Beste ist die Fassade von S. Anton der Portu- giesen und jene von S. Vincenz und Anastasius bei der Fontana di Trevi zu Rom . Er verschmähte alle architektonischen Regeln,
Starb .
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