Luigi, Valadin

Luigi, Valadin, auch Ludovigi u. Loudovigi bei Füssly, ein römischer Goldschmied, hat sich durch die seltensten Arbeiten berühmt gemacht. Archenholz rühmt ihn besonders wegen seiner Abbildung der trajanischen Säule, die der Churfürst von Pfalzbayern, Carl Theodor, gekauft hat, und die sich nun im k. Schatzkabinete zu München befindet. Archenholz, der ihn Ludovigi nennt, schreibt ihm das Wesentliche, das eigentlich Künstlerische in seinen Werken zu; er irrt hierin, denn Luigi hatte den größten Teil seines Ruhmes Deutschen zu verdanken. So sind die Figuren oder Basreliefs der von Archenholz beschriebenen trajanischen Säule das Werk zweier Deutschen: Peter Ramoser’s und Bart. Hecher’s, eines Österreichers. Die nach dem Urtheile der Kenner unstreitig bessere Hälfte der Basreliefs ist von Ramoser, das übrige von Hecher gearbeitet. Luigi war der Unternehmer , Direktor und Capitalist; er hatte Geschmack, Kenntnisse, Vermögen und Spekulationsgeist genug, um sich an die Verfertigung der interessantesten und mühsamsten Kunstwerken zu wagen, in der Ausführung weder Zeit noch Kosten zu sparen, und dazu die geschicktesten Künstler auszuwählen, die ihm seinen Ruhm bereiteten. Er war zu seiner Zeit hoch geachtet. Der Pabst hat ihn zum Ritter gemacht, und besuchte ihn sorgfältig bisweilen mit seinem Besuche. S. Sammler für Gesch. und Statistik von Tirol I. B.

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