Lubienetzky, Theodor von

Lubienetzky, Theodor von, auch Lubeniski, Maler und Radierer, Bruder des Obigen, wurde 1653 zu Krakau geboren, und J. Stuer ertheilte ihm den ersten Unterricht, Hierauf kam er zu G. Lairesse, später besuchte er auch Italien , und überall um seine Ausbildung bemüht, gelangte er bald zu grossem Rufe. Der Gross- herzog von Toscana ernannte ihn zu seinem Cammerjunker, und als er diesen Hof verliess, nahm ihn der Churfürst an dem seinen auf. Er ernannte ihn auch zum Galleriedirektor, doch zog ihm seine Anhänglichkeit an die Sekte der Socianer den Verlust dieser Stelle zu. Er schrieb ein Werkchen zu Gunsten derselben, was die Geistlichkeit so übel nahm, dass der Galleriedirektor auf ihre Veranlassung verbannt wurde, nicht verbrannt, wie es bei Füssly durch einen grässlichen Druckfehler heisst. Er ging 1700 in sein Vaterland zurück, wo er auch starb.

Lubienetzky malte Historien und Landschaften, lauter belobte Werke, und auch als Zeichner fand er Beifall. Im Cabinet Paig- non Dijonval sind einige solcher Zeichnungen angezeigt, und eine solche trägt die Jahreszahl 1720, woraus zu ersehen ist, dass der Künstler nach seiner Verbannung noch lange gelebt habe. Es ist

Lubersac. — Lubliński, Martin Anton. . 89

dieses eine Landschaft, — wo drei Philosophen unter einem Baume sitzen etc. Seine Zeichnungen sind mit chinesischer Tinte und in Bister behandelt. Danp hat man von ihm; — 6 heroische Landschaften mit Monumenten, Ruinien, Menschen und Thieren staffirt, und geistreich radirt. ; Einige sind mit den Initialen seines Namens, andere mit dem voll- len Namen (Lubliński) bezeichnet. Im ersten Abdrucke ha- ben sie Leopold’s Adresse nicht. —

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