Lowe, Johann Michael Schwend, Maler und Kupferstecher , wurde 1756 in Königsberg geboren, und schon frühe wandte er sich der bildenden Kunst zu. Anfänglich malte er in Miniatur, bis er in seinem 15. Jahre auf der Akademie in Berlin unter Le Sueur’s Anleitung ein strengeres Studium begann. Auch Direktor Frisch war ihm gewogen, und Chodowiecky ertheilte ihm freundli- chen Unterricht im Kradiren. Nach vier Jahren besuchte er Dresden , wo sich Casanova seiner thätigkeit annahm, und durch diesen Meister wurde er neben dem Studium nach den Werken der dor- tigen Gallerie erst recht in die Grundsätze der Kunst eingeweiht. Jetzt malte Lowe immer in Öl historische Darstellungen und Por- traite. Im Bildnisse verdankte er dem berühmten Graff seine Fort- schritte, und zuletzt malte er fast lauter Bildnisse, da ihm selbe mehr eintrugen, als die Geschichtsbilder. Schon in seiner frühe- ren Zeit begab er sich nach Wien und Venedig , und im Jahre 1780 reiste er nach Russland . Hier malte er Bildnisse in Öl und Miniatur , der Krieg aber, brachte ihm endlich Gefahr, und so kehrte Lowe nach Deutschland zurück. Er besuchte jetzt verschie- dene Städte, von 1785 an verließ er aber Berlin immer nur auf kurze Zeit. Er malte fortwährend Bildnisse, zuletzt aber suchte er auch in historischen Darstellungen und in Allegorien seine Kunst zu zeigen. Man hat von seiner Hand auch Landschaften, dann Kupferstiche in jeder Manier. Lowe war noch thätig; wir wissen aber nicht, wann er gestorben.
Im Kupferstiche haben wir von ihm eine Sammlung von Bild- nissen von Gelehrten Berlins, die 1800 in drei Lieferungen be- stand, .
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