Lordon, Pierre Jérôme, Historienmaler von Guadeloupe , be- suchte in Paris die polytechnische Schule, und seine Bildung zum Künstler verdankt er David und Prudhon. Im Jahre machte er sich durch ein Gemälde bekannt, la piete filiale de Cimon be- titelt; grösseren Ruf erwarb ihm aber 1808 seine Communion der Atala, da dieses Bild mit jenem des Girodet in Parallel gezogen wurde, obgleich Lordon jenem Meister nachsteht. Lordon’s Ge- mälde kam in die Gallerie Sommariva. Im Jahre 1810 malte er ein 0 — 7 Fuss grosses Bild der Befreiung des Cimon, welches nach England kam, und zwei Jahre später sah man seinen Hylas, von Nymphen geraubt, im Museum zu Angers. Zu jener Zeit erschien auch seine Verstossung der Hagar, ein Bild, das auch in Deutsch- land genannt wurde, und 1817 stellte er aus Auftrag des Ministe- riums der Polizei den Besuch der Marie Antoinette in der Concier- gerie bildlich dar. Für St. Gervais malte er die Verkündigung Ma- riä, und für die Kirche zu Libourne den Evangelisten Markus, zwei grosse Bilder, von denen das letztere 1810 auch in deutschen Blättern als effektvolles, schön compounirtes Gemälde gerühmt wurde. Im Museum zu Dijon ist der Tod der Semiramis , 1820 gemalt, und 1824 führte er für die Kirche des heil. Franciscus das Gemälde aus, welches den Heiligen vor dem Sultan in Aegypten vorstellt. Nach Marseille kam das Bild der Flucht des Herzogs von Mont- pensier aus dem Fort St. Jean u. s. w. Lordon’s Gemälde sind zahlreich, besonders gefielen seine kleineren Historien und Genre- bilder. Sie sind mit Geschmack und Leichtigkeit behandelt, dann entbehren sie auch nicht der Wahrheit des Ausdruckes und der Grazie in Stellung und Gebärde. Seine Färbung ist lebhaft, und in vie- len Bildern vermisst man auch ein wirksames Helldunkel nicht.
Lordon ist Professor an der k. polytechnischen Schule, und die Regierung wies ihm in der Sorbonne eine eigene Wohnung an. Noch 1850 war er in voller Thatigkeit.
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