Lomi, Aurelio, Maler von Pisa, erlernte die Anfangsgründe der Kunst bei seinem weiter nicht bekannten Vater Johann Baptist, oder bei Bronzino, und dann kam er zu Ludwig Cardi, dessen Kunstweise er in einiger Hinsicht auch befolgte. Er erlangte grosse Fertigkeit, wie die Werke beweisen, die er in Pisa und ander- wärts ausführte. Er gefiel sich besonders im Reichthume der Com- position, in prächtigen Draperien, und Alles dieses erhöhte noch seine angenehme Färbung. Er malte auch in Rom und zu Florenz , und in Genua erregte er besonderes Wohlgefallen, selbst vor Sorri, der dort kurze Zeit in grossem Ruf gestanden. In Genua sind auch seine meisten Arbeiten. Lanzi sagt, dass Lomi daselbst in S. Fran- cesco di Castelletto, in der Nunziata del Guastato, und auch anderwärts köstliche Altarbilder hinterlassen habe. In S. Maria de Carignano zu Genua ist sein jüngstes Gericht ein grässliches Bild, während sein heil. Anton bei den Franziscanern voll Grazie ist. Im Campo santo zu Pisa malte er 1505 den heil. Hieronymus, ein geschätztes Bild. Der vom Kreuze abgenommene Leichnam Christi in der Kirche des neuen Klosters zu Florenz wurde von F. Gregori gestochen: Lastri pittrice No. 83.
A. Lomi starb im 66. Jahre, wie Morona behauptet, wäh- rend ihn Titi ein Alter von 80 Jahren erreichen lässt.
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