Löffler, der Name mehrerer Stück-

Löffler, der Name mehrerer Stück-, Kunst- und Glockengiesser. von denen aber Gregor Ernvest und seine Söhne die merkwürdig- sten sind: W

Der ältere dieses Namens, Peter Löffler vom heil. Kreuze, auch Layminger genannt, war Büchsenmeister oder Kunstgiesser

Loeffler.

zu Innsbruck , und schon in Hötting bei Innsbruck begütert, Im Jahre 1489 erhob ihn Kaiser Friedrich seiner Verdienste wegen in den Adelstand, und erlaubte ihm und seinen Nachkommen in ihrem Wappen eine Löffelgans, auch Löffler genannt, zu führen. Von dieser Zeit an schrieben er und sein Sohn sich bald Löffler, bald Layminger. Von diesem alten Rothgiesser sind nur noch drei Glocken übrig. Zu Ambras ist eine von , in der Frauenkirche zu Schwaz eine zweite, auf welcher sich Peter Layminger vom hl. Kreuze Röm. Künigl. Maystät Pixenmeister zu Innsbruck meint, und auf der dritten steht: Peter Layminger und sein Sohn Gregor goss mich 1520. Der alte Layminger hatte wahrscheinlich noch mehr Söhne, die Kunstgiesser waren, aber von geringerer Bedeu- tung, als Gregor. Sie hießen Franz, Wenzel, Philipp, Alexander. Im Tiroler Künstlerlexicon von 1830 stehen einige Notizen über diese, so wie über die folgenden Löffler, nach ge- sammelten Urkunden des jetzigen Pfarrers zu Hötting,

Gregor, der berühmteste dieser Familie, der schon oben er- wähnte Sohn Peter’s, wurde 1527 Büchsenmeister mit 100 fl. rhn. Gehalt. Er goss mehr als 100 größere und kleinere Feldstücke und drei Glocken für die Kreuzkirche zu Innsbruck. Auf zweien steht: Gregor Löffler und seine zwei Söhne Helias und Hans Christoph goss mich anno 1560. Man schreibt diesem Gregor Löffler oft auch den Guss der berühmten colossalen Erzstatuen am Mausoleum Maximilian’s I. in der erwähnten Hofkirche zu Innsbruck zu, die oben angezeigten Urkunden erwähnen aber davon nichts. Je- nes Denkmals und seiner Bildwerke haben wir schon im Artikel des Alexander Colin erwähnt und gesagt, dass Mich. Godl und Stephan Lendenstreich, eigentlich Lendenstraich, seine Gehülfen gewesen sind. Es mag allerdings sein, dass dieser Gregor Löffler auch Anteil an der Arbeit hatte, wir möchten die Ehre des Gusses eher dem Stephan und Melchior Godl und dem Hans Lendenstreich oder Lendenstrauch vindiciren, da in Urkunden (s. Tirolisches Künstlerlexikon) ihrer als Bildgiesser und als Meister, welche Statuen für jenes Grabmal gegossen hatten, erwähnt ist. In einer Urkunde des Königs Ferdinand von 1520 heißt es, dass dem Ste- phan Godl grosse und schwere Arbeit nach dem Gewicht, kleine aber nach dem Stück bezahlt werden solle. In einer anderen gleichzeitigen Urkunde erscheint Melchior Godl, und da liest man: vnd sonderlich unsern Grabguss zu Mülein (Mühlen bei Innsbruck), so lang dieselbe Arbeit werden trewlich auswarten, vnd mit höchsten Vleys auf das pest, vnd rainest machen vnd fertigen soll.“

Von Hansen Lendenstrauch berichtet der Hofbauschreiber Andre Krener zu Innsbruck 1572, dass er von ihm allerlei Werkzeug, so derselbe zur Giessung der Bilder gebraucht, und unter Händen gehabt, sammt den vier Bildern, und übrigen Metall übernommen und in ein Inventar gebracht. Der Werkzeug ist dem Meister 1570 übergeben worden, „zu Giessung etlicher Bilder zu Weilandt Chaiser Maximilians Begräbniss, so in desselben Kaiserl. neuen Stifts Gottshauss zum hl. Creuz alhie zu Innsbruck gemacht und aufgerichtet solt werden.“

In keiner uns bekannten Urkunde kommt vor, dass Löffler für jenes Mausoleum Bilder gegossen, immer nur Glocken und Stücke werden ihm zugeschrieben. Im Jahre 1540 goss er die grosse Glocke in Sonthofen und 1550 jene zu Oberstdorf mit Beihilfe seiner er- wähnten Söhne. S. Raiser’s hist. und artist. Beitrag zu den Land- gerichtsbezirken Buchloe S. 5. Er richtete die Zeughäuser in Tirol und den Vorlanden ein, und 1558 erbaute er den Ansitz Büchsen-

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