Lemercier setzte den Bau nach seinen Entwürfen fort; ebenfalls nur bis zum zweiten Stockwerk, wo es einige Zeit blieb. Im Jahre 1654 ertheilte endlich die Königin dem P. le Muet und dem G. le Duc den Auftrag, das Gebäude zu vollenden, was mit Zuthaten geschah, die Mansart nicht berühren. Ihm gehört das Gebäude nur dem Grundplane nach an und das Schiff der Kirche. Er brachte hier Arkaden in corinthischer Ordnung an; mit mehr Geschmack und in besseren Verhältnissen, als in andern seiner Gebäude.
Im Jahre 1657 baute er das Schloss Maison bei St. Germain, welches man als Meisterstück der Eleganz erklärte und als das Siegel von Mansart’s Ruhm. Dieses Zeugniss scheint ihm der Bauherr kaum gegeben zu haben, indem der in seinen Planen unbeständige Künstler, ohne zu fragen, einen Teil wieder niederriß und anders aufbaute. Sein Ruf war indessen allgemein und auch später noch setzte man ihn den größten Meistern gleich, in der allgemeinen Anordnung und in der Wahl seiner Profile, worin er nach der früheren Ansicht, Genauigkeit und Zierlichkeit auf die höchste Stufe brachte. Colbert befragte ihn auch bei Anlegung der Hauptfassade des Louvre, und bei dieser Gelegenheit legte er ihm eine grosse Anzahl von Zeichnungen vor, die allerdings von Fruchtbarkeit der Einbildungskraft, aber von der gewöhnlichen Unbeständigkeit des Architekten zeugten. Er blieb nie bei Einem Plane, suchte beständig zu ändern. Sie wurden verworfen und Bernini nach Paris berufen. Die gebrochenen Dächer haben nach ihm den Namen Mansarden. Dieser Künstler starb 1666 im 68. Jahre.
J. Marot stach die Pläne der Kirche und des Klosters Val-de-
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