Leichnam vom Kreuze herab, in Gegenwart der heil. Jungfrau und dreier heil. Jungfrauen. Links in der Höhe ist Jeremias in halber Figur mit einer Schriftrolle

Leichnam vom Kreuze herab, in Gegenwart der heil. Jungfrau und dreier heil. Jungfrauen. Links in der Höhe ist Jeremias in halber Figur mit einer Schriftrolle, auf welcher zu lesen: Non est qui recogitet. Unten in der Mitte sind die gotischen Buchstaben: Isrl. H. 8 Z. 3 L.? Br. 6 Z.

Die Kreuzabnehmung. Joseph und Nicodemus empfangen den Leichnam, am Fusse des Kreuzes kniet Maria von Johannes unterstützt und von zwei Frauen umgeben. Rechts vorn ist Magdalena. Im Grunde links sieht man Christus siegreich aus dem Grabe hervorgehen, und rechts befreit er die Vorältern aus dem Limbus. Unten gegen die Mitte die Buchstaben I. V. M. H.10 Z. 4 L.? Br. 7 Z. 8 L.

  1. Christus am Kreuze, unten links Maria, rechts Johannes mit gekreuzten Händen. Unten in Mitte des Randes die Buchstaben I. M. H. 32 Z. 8 L., Br. 2 Z. 1 L., mit 3 L. Rand.

  2. Der gekreuzigte Heiland, links unten Maria mit auf der Brust gekreuzten Händen, rechts Johannes die rechte Hand auf die Brust gelegt. In der Mitte unten die Buchstaben I. M. H. 7 Z. 9 L., Br. 5 Z. 4 L.

  3. Der gekreuzigte Heiland zwischen Maria und Johannes; vier Engel in der Luft fangen das heilige Blut im Kelche auf. Der Grund ist schwarz. Unten nach rechts hin: Israhel., V. M. H. 9 Z. 8 L., Br. 6 Z. 8 L.

Im ersten Drucke ist der Grund nur durch einfache Kreuz-
striche bewirkt, in den zweiten bemerkt man verschiedene
Strichlagen, sich doppelt kreuzende.

  1. Der gekreuzigte Heiland; links Maria mit auf der Brust
    gefalteten Händen, rechts Johannes mit dem Buche in der
    linken, Unten etwas nach links: Israhel M. H. 9 L. 10
    L., Br. 6 Z. 10 L.

  2. — 41) Das Leben der Maria. Folge von 12 Blättern, H.
    92.60—71L., Br. 6 Z. 8 — 0 L. Jedes Blatt hat in der
    Mitte des Randes die Inschrift: Israhel V. M. Auf dem
    Jetzten Blatte liest man aber: Israhel V. M. tzu boeckhaolt.

a) Der hohe Priester verweigert dem Joachim zu opfern, Er
zichtet mit der Linken die Mütze vom Kopfe und greift mit
der andern in die Börse. Vorn rechts streiten sich zwei
Hunde um den Knochen.

b) Die Geburt der Maria; Anna liegt im Bette und eine Frau
reiniget das neugeborne Mädchen in einer Badwanne.

c) Die heilige Jungfrau in den Tempel geführt, an dessen
Schwelle sie der hohe Priester erwartet. Im Grunde hat
man den Blick in ein Zimmer, wo Frauen beschäftigt
sind.

d) Die Vermählung Mariä mit Joseph, beide rechts und links
vor dem hohen Priester, der sie segnet. Neben dem Na-
men Israhel V. M. liest man hier auch am Altare im Grunde:
Israel Va(n) Mecken(en).

e) Die Verkündigung Mariä. Sie kniet rechts vor dem En-
kel, und durch das Fenster sieht man ihre Heimsuchung
bei Elisabeth.

f) Die Geburt Christi. Die heil. Jungfrau betet kniend das
auf Stroh liegende Kind an, in der Ferne verkündigen
Engel den Hirten die Geburt des Heilandes.

g) Die Anbetung der Könige, Einer der Könige kniet im
Profil vor dem auf dem Schoosse der Mutter sitzenden
Kinde, rechts in der Ferne sieht man alle drei Weisen
beisammen.

h) Die Beschneidung, Simeon nimmt das Kind in seine
Arme, rechts im Grunde geht die Beschneidung vor sich.

i) Der Kindermord. Herodes sitzt auf dem Throne, in der
Ferne sieht man die heil. Familie fliehen.

k) Der Knabe Jesus im Tempel unter den Schriftlehrern. Im
Grunde rechts kommen die Eltern, ihn zu suchen, und
links treten sie in den Tempel ein.

l) Der Tod der heil. Jungfrau, Sie liegt auf dem Bette, um-
geben von den 12 Aposteln. Links in der Ferne ist ihr
Begräbniss zu sehen.

m) Die Krönung der heil. Jungfrau, Sie kniet auf einem
von Engeln gehaltenen Teppich, umgeben von Gott Vater
und zwei bärtigen Gestalten, welche Bartsch Engel nennt,
mit Scepter und Globus. Über diesen Figuren sind meh-
rere Engel, welche das Zelt tragen, wo die Krönung vor
sich geht. Auf dem Mantelschlosse der rechts stehenden
Figur ist das Monogramm M mit einem horizontalen Strich
durch. Unten steht: Israhel V. M. tzu. boccholt. Sehr
selten. In Frenzel’s Catalog der Sammlung des Grafen
Sternberg - Manderscheid ist das Blatt näher beschrieben,
als bei Bartsch.

Meckelen, Israel van.

Die heil. Jungfrau als Himmelskönigin auf dem Halbmonde mit dem Kinde auf dem Schosse, von Strahlen umgeben. Im Rande ist folgendes Gebet: Aue sanctissima Maria, mater dei, regina celi porta paradisi etc. Sixtus papa g.;artm 2 Z. 9 L., der Rand 1ı Z. 1ı L., Br. 2 Z.9L. Abb6 Zani (Materiali p. 21) spricht von einem Abdrucke, wo in der letzten Zeile zwischen dem Worte annorum und ro auch noch die Worte „de vera indulgentia“ stehen. artsch glaubt nicht, dass Zani diese Worte freiwillig hinzugesetzt habe, und so könnte denn seyn, dass Israel diesen Gegenstand zweimal gestochen hat. ; Die heil. Jungfrau auf einer Art Thron sitzend drückt die Brust, an welcher das Kind liegt. In der Mitte oben die Buchstaben I. M. H. 3 Z. 10 L., Br. 2 Z. 10 L. Die heil. Jungfrau sitzend reicht mit der Linken dem Kinde auf dem Schoosse einen Apfel. Links unten die Buchstaben II. M. H. 4 Z. 5 L., Br. 5 Z. 4 L. Die heil. Jungfrau stehend mit dem Kinde auf dem rechten Arme; letzteres hält eine Birne. Unten in der Mitte J. M. H. 6 Z. 1 L., Br. 4 Z. 1ı L. Gegenseitige Copie nach M. Schongauer und das Gegenstück zu No. 141. Die heil. Jungfrau mit dem Kinde in einem von Mauerwerk umgebenen Hof auf der Erde sitzend. Im Rande: Aue potentissima maria. Aue sapientissima maria. Aue benignissima maria. Die Buchstaben I. M. sind nach unten links. H. 6 Z. 1 L., Br. 4 Z. 2 L. Gegenseitige Copie nach M. Schongauer. Maria die Unbefleckte mit dem Kinde in den Armen, Halb- figur, von Strahlen umgeben, über ihr zwei Engel mit der äirorie. Unten im Rande: Israhel V. M. H. 0 Z. 2 L., Br. Z. 7 L. ; Dieselbe stehend auf dem Halbmonde in einer flammenden Sonne, von einem Rosenkranze umgeben, zu ihren Seiten vier Sterne und Einer unter dem Halbmonde. In der Luft schweben 5 Engel, jeder mit einem Marterinstrumente und einem Schilde, welche zusammen die fünf Wunden Christi darstellen. Alles dieses sieht man im obern Theile; links unten ist ein Pabst, ein Cardinal, ein Bischof, und im Grunde knien einige Religiosen, Rechts ist ein König mit seiner Gemahlin und andere Männer und Frauen, alle auf den Knien im Gebete. Unter diesen Figuren steht mit gotischen Buchstaben: Israhel V. M. bocholt, und im Rande liest man: Quicunque psalterium virginis mariae dixerit, &c. papa johanne XXIII, XXIII annos, et a papa sixto IIIJ. XV ‚annos et totidem quadragenos — — habebit relaxationem eccatorum. H. 10 Z., Br. 7 Z. Die unbefleckte Empfängniss mit dem Kinde auf dem linken Arme, und ein Crucifix in der Rechten auf dem Halbmonde in einer Glorie von Engeln. Unten kämpfen die Erzengel Gabrie}l und Michael, jeder gegen einen Dämon. Im Rande: omnes maculavit adam preter me et matrem meam. Olim prevalui etc. Israhel V. M. Ao. 1502. H. 10 Z. 11 L., Br. 7 Z. 3 L.? \
Der Tod der heil. Jungfrau; letztere sterbend auf dem Bette mit einem Himmel, umherum mehrere Apostel, und zwei andere beten rechts vorn kniend in einem Buche, gegenüber

ist ein großer Candelaber. Unten in der Mitte stehen die Buchstaben I. M. H.
H. 322,6—7 L., Br. 2 Z. 5 L. Jedes Blatt ist in der Mitte unten mit den Buchstaben I. M. bezeichnet.

a) Der Heiland stehend, en face, gibt mit der Rechten den Segen, und hält mit der Linken die Erdkugel,

b) St. Peter, nach links gerichtet, hält mit der Rechten ein offenes Buch und in der andern den Schlüssel.

c) St. Andreas, nach rechts gewendet, hält in beiden Händen ein offenes Buch. Das Kreuz ist an seine linke Seite gelehnt.

d) St. Jacobus major, en face, mit übereinander geschlagenen Händen, in der Rechten den Stock,

e) Der heil. Johannes, in Dreiviertel Ansicht nach rechts gewendet mit dem Kelche, aus welchem eine Schlange schiesst.

f) St. Philipp, en face, mit einem Kreuzstock in der Linken,

g) St. Bartolomäus, im Profil nach rechts gewendet, das Messer in der Linken, das Buch in der Rechten.

h) St. Jacobus minor, im Profil nach links sehend, mit dem Buche in der Linken,

i) St. Matthäus mit der Hellebarde in der Rechten, nach links gewendet.

k) St. Judas Thaddäus mit der Keule in der Rechten, en face, etwas nach links gewendet.

l) St. Simon, fast im Profil nach rechts sehend, liest in einem Buche und hält mit der Rechten die Säge.

m) St. Thomas, en face, mit Lanze und Papierrolle.

n) St. Paul, nach rechts gerichtet, hält das Schwert in der Linken und ein offenes Buch in der Rechten.
Diese 12 Apostel sind gegenseitige Copien nach M. Schongauer, bis auf Johannes, der mit dem Originale gleich ist.

  1. — 78) Jesus Christus, die heil. Jungfrau und die 12 Apostel. Folge von 15 Blättern. H. 7 Z. 4—5 L., Br. 3 Z. 7 L. Die Figuren stehen in einer Art Nische; jedes Blatt ist unten in der Mitte mit den Buchstaben I. V, M. bezeichnet, Christus und Maria haben die Signatur: Israel V, M.

a) Jesus Christus, en face, hält die Krugel in der Linken, und segnet mit der Rechten.

b) Die heil. Jungfrau.

c) St. Peter, en face, hält in jeder Hand einen grossen Schlüssel.

d) St. Andreas mit dem Buche in der Linken, hält mit der anderen das Kreuz,

e) St. Jacobus major, einen runden Hut auf dem Kopfe, hält mit der Linken eine Muschel.

f) St. Johannes deutet mit der Rechten auf die Schlange, die aus dem Kelche kommt.

g) St. Philippus, nach rechts gehend, legt die Linke an die Brust, und trägt mit der anderen einen Stock, der in ein Kreuz ausgeht,

h) St. Bartolomäus, nach links gewendet, hebt mit der Rechten den Mantel und mit der anderen das Messer.

Nugler’s Künstler - Lex. VIII. Bd. 35

Meckelsen, Israel van.

i) St. Jacobus minor, richtet sich nach links, hält mit der Linken den Mantel und in der anderen ein Winkelmaß.

k) St. Matthäus, en face, hält mit beiden Händen eine Hacke.

l) St. Judas Thaddäus, nach links gerichtet, hält eine Keule in der Rechten und unter dem anderen Arme ein Buch.

m) St. Simon, richtet seine Schritte nach rechts, und trägt die Säge auf der Achsel.

n) St. Thomas,

o) St. Mathias.

Diese beiden Blätter beschreibt Bartsch nicht näher.

p) St. Paul, en face, hält mit beiden Händen das Schwert, mit der Spitze nach oben.

  1. — 84) Die 12 Apostel, Folge von 6 Blättern mit Halbfigu- ren, je zwei auf einem Blatte in einer Nische. Unter der Vorstellung ist überall ein Glaubensartikel, und in der Mitte unten sieht man die Buchstaben J. M.

a) St. Peter und St. Andreas. Credo in deum. Et in ihesum christum.

b) St. Jacobus major und Johannes der Evangelist, Passus sub Poncio. Qui conceptus est.

c) St. Jacobus minor und St. Judas Thaddäus. Descendit ad inferna. Ascendit ad celos.

d) St. Bartholomäus und St. Philipp. Credo in spiritum sanc- tum. Inde venturus est judicare.

e) St. Paul und St. Thomas. Remissionem peccatorum. Sanc- tam ecclesiam catholicam.

f) St. Matthäus und St. Simon, Et vitam eternam amen. Carnis resurrectionem.

  1. St. Anton mit Bischofsstab und Buch stösst den Dämon mit Füssen. Oben: Anthonius sanctus, links unten: I., rechts M.

  2. St. Anton mit dem Stocke in der Linken, zu seinen Füssen drei Dämonen. Oben: Anthonius; links unten: Israel. H. Z. 8 L., Br. 3 Z. 2 L. — Selten.

  3. St. Anton von den bösen Geistern gequält und von hässli- chen Gestalten erschreckt. Unten in der Mitte das Zeichen J. V. M. H. 10 Z. 3 L.? Br. 8 Z. 2 L. Dies ist eine gegen- seitige Copie nach M. Schongauer. Der Heilige hält den Stock in der Linken, und der Felsen findet sich nicht.

  4. St. Augustinus mit einem von zwei Pfeilen durchschossenen Herzen. Links oben: S. Augustinus. Links unten der Buch- stabe I., rechts M. H. 4 Z. 0 L., Br. 2 Z. 7 L.

  5. St. Cornelius stehend, mit der Tiara auf dem Kopfe, das päpst- liche Kreuz in der Rechten, und ein Jagdhorn in der ande- ren. Links unten: S. Cornelius, rechts: I. M. H. 4 Z. 6 L., Br. 2 Z. 8 L.

  6. St. Christophorus das Jesuskind auf der Schulter durch den Fluss tragend. Ein Baumast dient ihm zum Stocke. Im Grunde links zwischen Felsen ist der Eremit mit der Laterne. Un- ten nach rechts sind die Buchstaben I. M. H. 6 Z., Br. 35 Z. 11 Z. Es gibt neue Abdrücke.

  7. Derselbe Heilige; das Jesuskind hält eine Weltkugel und ertheilt den Segen. Der Eremit erscheint im Grunde rechts in einer Entfernung von der Eremitage am Felsen. Im Rande liest man: I. V. M. — Christoferi. sancti. faciem. qui-

Meckelsen, Israel van. . . / 547

cunque, tactur. Hlo. nempe, dıe. non morte, mala. morietur. H. 7 Z. 4 L., Br. 5 Z. 4 L. .

Der heil. Dominicus stehend mit dem offenen Buche in der Linken, der Hund zu seinen Füssen hat eine brennende Fackel im Munde. Oben: S. Dominicus, in der Mitte un- ten I. M. H. 4 Z. 8 L., Br. 2 Z. 8 L. . Im zweiten Drucke hat der Heilige einen Stern an der Stirne.

St. Stephan stehend mit dem Buche in der Rechten, wie er Steine hält und eine Palme. In der Mitte unten: I. M. H. 6 Z., Br. 4 Z. 2 L. ;

St. Stephan kniend mit erhobenen Händen; rechts sechs Kriegsknechte mit Steinen. Im Vorgrunde sammelt einer die Steine in einen Korb. Oben in der Mitte sind die Buchsta- ben I, M. H. 5 Z. 7 L., Br. 4 Z. 7 L. ‚

St. Foist als Pilger mit dem Stocke in der Linken und der Königskrone in der anderen. Oben steht: S. Foist, und nach unten zwischen den Beinen des Heiligen I, M. H. 4 Z. 7 L., Br. 2 Z. 0 L.

St. Franz von Assis stehend hält das Crucifix in der Rech- ten, welches ihm die Wundmale ertheilt. Nach oben links: Sanctus, rechts: Francisus. In der Mitte unten I. M. H. 4 Z. 7 L., Br. 2 Z. 8 L.

St. Franz von Assis auf den Knien empfängt die Stigmata des oben schwebenden, geflügelten Crucifixes. Im Grunde schläft am Felsen einer seiner Ordensbrüder. Unten in der St. Georg zu Pferde durchbohrt mit der Lanze den Kopf des Drachen. Links im Grunde kniet die Königstochter. Unter- in der Mitte steht: Israhel van Rund, Diameter 0 Z. 3 L. Sehr selten.

St. Georg kämpft mit dem Drachen. Unten in der Mitte stehen die Buchstaben I. V. M., und gegenüber unterschei- det man die Buchstaben F. V. B. (Franz von Bocholt) H.

St. Gregor und seine Diener beten den leidenden Heiland an, der ihnen während der Messe erschienen ist. Der Hei- lige kniet gegen den Altar hin. Adoramus te Christe, et benedicimus tibi. Unten gegen links die Buchstaben I. M. H. 3 Z. 9 L., Br. 2 Z. 10 L. Derselbe Gegenstand, verschieden behandelt. Einer der bei- den Diener läutet mit der Glocke, links am Altare knien der Pabst und ein Cardinal, rechts zwei Bischöfe. Quicunque deuote septem orationcs apostolicas coram Christi armis le- äerit ete, indulgentia CXCV. millium annorum gaudebit. Rechts: bocholt, links: 1 L., M: H. 7 Z. 5 L., Br. 5 Z. 3 L. St. Gregor und seine Diener beten den leidenden Heiland an, der ihnen während der Messe erschienen: Quicunque quis coram arm., Xpsti etc. Unten in der Mitte die Buchstaben St. Johannes Evangelist blickt in das offene Buch. Links vorn ein Adler, der im Schnabel eine Papierrolle hält, mit den Worten: Sanctus Johannes. Israel fecit. H. 5 Z. 4 L., Br. 5 Z. 6 L. S

Dieses Blatt weicht in der Behandlung von den übrigen des Meisters ab, und desswegen will es Bartsch nicht be- stimmt als Arbeit Israel’s ansprechen. Wenn es von ihm

herrühret, so ist es eines der früheren Blätter, und Copie nach M. Schongauer, Es unterscheidet sich jedoch vom Blatte des letzteren. Der Heilige hat eine einfache Aureole, ohne Strahlen, er hat die Feder nicht in der Hand, und dann ist es von der Gegenseite copirt; der Heilige ist nach links gewendet.

  1. St. Hieronymus stehend mit Buch und bischöflichem Stabe, zu seinen Füssen der Lüwe. Oben: S. Hieronymus, links unten: Israel. H.5 Z.7 L., Br. 3 Z. 1 L.

  2. St. Lorenz stehend mit der Palme, im Buche lesend, ein wenig nach rechts gerichtet: Sanctus Laurentius. Links un- ten der Buchstabe I., rechts M. H. 4 Z. 3 Z. 1 Br. 2 Z.

L. ;

  1. Eberslebige mit Buch und Palme nach links gewendet, Unten die Buchstaben I. M. H. 6 Z. 1 L., Br.4 2 Z. 2 L. Gegenseitige Copie nach Schongauer.

  2. St. Lucas malt die heilige Jungfrau, die das Kind auf dem Schoß sitzt, links sitzt, über ihr schwebt ein Engel mit der Krone. Den Grund bildet ein Zimmer. Unten das Zeichen I. M. H.7 2 Z.6 L., Br. 5 Z. 2 L. Dass dieser Kopf nicht den alten Israel darstellen kann, ist Eingangs gesagt.

  3. St. Martin als Bischof gibt einem armen Krüppel Almosen. Oben: S. Martinus, unten in der Mitte: Israel. H. 5 Z. 11 L., Br. 3 Z. 2 L.

  4. St. Martin zertheilt mit dem Säbel den Mantel, um links einen halbnackten Krüppel zu bedecken. Unten in der Mitte das Zeichen I. M. H. 6 Z., Br. 4 Z. 1 L. Gegenseitige Copie nach Schongauer.

  5. St. Quirin, ganz gewaffnet, mit Fahne und Schild. Oben steht: S. Quirinus, unten in der Mitte: Israel. H. 5 Z. 10 L., Br. 3 Z. 3 L.

  6. St. Rochus an der verfallenen Mauer sitzend, vor ihm ein Engel auf den Knien, der dem Heiligen das Kleid über die Wunde des Schenkels hebt. Sancte. rochius. ora, pro. no- bis. I. M. H.3 Z.8 L., Br. 3 Z.

  7. St. Sebastian am Bauwe von Pfeilen durchbohrt, etwas nach rechts gewendet. Unten in der Mitte das Zeichen I. M. H. 5 Z. 11 L., Br. 3 Z. 11 L. Copie nach Schongauer, darin unterschieden, dass der Heilige keine flatternde Draperie hat.

  8. — 116) Die Heiligen, je vier auf einem Blatte, Folge von vier Blättern. H.6 Z.2 L., Br. 4 Z. 2 L. ;

Die vollständigen Abdrücke, d. h. mit vier Heiligen auf einem Blatte, sind selten; man findet sie gewöhnlich in vier Theile zerschnitten, zu 3 Z. 1 L. Höhe und 2 Z. 1 L. Breite. ;

a) Vier Heilige in vier Abtheilungen, durch Striche begränzt.

S. Gregorius. Hieronymus S.

Sanctus Ambrosius. Augustinus Sanctus.

Der Buchstabe I. steht oben rechts über S. Ambrosius, das M. links über S. Augustin.

b) S. Cornelius, Hubertus S,

S. Quirinus. Anthonius S,

Die ersten Abdrücke sind ohne die Buchstaben I. M.

Bei der Retouche wurde der Buchstabe I. rechts über die Figur des St. Quirin gesetzt, und links über St. Antonius das M.

Meckelen, Israel van.

c) S. Maria de Mediolano. S. Evangelista. Sancta Theophista. Eustachius Sanctus.

Die Buchstaben I. M. stehen in der Mitte der Platte; das J. rechts über St. Theophista, M. links über St. Eu- stach.

d) S. Nicolaus. S. Clemens mit der Tiara. Unten rechts: Clemens.

Bartsch sah nur diese Abschnitte, ohne Buchstaben I. M.

  1. St. Agatha stehend in einem Zimmer mit dem Horne des Monoceros, S. Agatha. Rechts das Zeichen I. M. H. 4 2 Z. 7 L., Br. 2 Z. 8 L.

  2. St. Agnes stehend, ein wenig nach links gerichtet, mit Palme und Buch, zu ihren Füssen das Lamm. Sancta Agneta. Die Buchstaben I. M. unten in der Mitte. H. 4 2 Z. 6 L. Br. 2 Z. 8 L.

  3. Dieselbe Heilige, en face, mit Palme und Buch, zu den Füssen das Lamm. Unten in der Mitte I. M. H. 6 Z., Br. 4 Z.

Gegenseitige Copie nach M. Schongauer, nur hat die Hei- lige keinen Blumenkranz auf dem Kopfe.

  1. St. Anna mit der heil. Jungfrau auf dem Schoosse, welche ein nacktes Kind segnet, unter einer gotischen Arkade. H. 7 Z. 6 L. Br. 5 Z.

Bartsch sah nur ein beschnittenes Exemplar, an welchem sich links unten Spuren eines gotischen Buchstaben zeigen. Er glaubt, dies sei jenes Blatt, welches Heinecke unter die anonymen Blätter des 15. Jahrhunderts reihet.

  1. St. Barbara stehend, nach links, im Buche lesend, im Grunde rechts der Thurm. Unten in der Mitte die Buchsta- ben I. M. H. 3 2 Z. 7 L., Br. 2 Z. 7 L.

Copie nach M. Schongauer, von der Gegenseite, die Heilige hat keine Königskrone auf dem Haupte.

  1. Dieselbe Heilige stehend mit dem Kelche in der Rechten und die Palme in der andern. Nach links sieht man das Modell des Thurmes. Unten in der Mitte die Buchstaben I. M. H. 6 Z. 1 L., Br. 4 Z.

  2. St. Catharina stehend, mit der Linken das Schwert auf das Rad gestellt. Die Buchstaben I. M. sind unten in der Mitte, H. 3 Z. 8 L., Br. 2 Z. 7 L.

Gegenseitige Copie nach M. Schongauer.

  1. St. Catharina stehend, das Schwert in der Rechten und das zerbrochene Rad zu ihren Füssen. In der Mitte unten die Buchstaben I. M. H. 6 Z., Br. 4 Z. 1 L.

  2. St. Catharina von Siena stehend mit dem Crucifixe in der Linken und in der anderen das Herz. Die Buchstaben I. M. in der Mitte unten. H. 0 Z., Br. 4 Z.

  3. St. Clara mit dem Sakramente in beiden Händen. Unten: S. Clara, links: I. M. H. 4 Z. 6 L., Br. 2 Z. 7 L.

  4. St. Elisabeth, stehend, bedeckt einen Armen zu ihren Füssen, Sie hat eine Krone auf dem Kopfe, eine zweite in der Rech- ten, und eine dritte liegt auf dem Boden. Unten in der Mitte I. M. H. 5 Z. 10 L., Br. 4 Z.

  5. St. Margaretha stehend mit dem Stocke, der sich in ein Kreuz endet. Zu ihren Füssen der Drache, der ihr Kleid mit dem Rachen fasst. Unten in der Mitte I. M. H. 4 Z. 10 L., Br. 2 Z. 11 L.

Meckeren, Israel van.

  1. Dieselbe Heilige mit dem Buche in der Rechten und mit der

andern den Dämon zu ihren Füssen beschwörend. Unten in der Mitte die Buchstaben I. M. H.6 Z., Br.4 Z.1 L. Die heil. Maria von Egypten und St. Maria Magdalena, beide nebeneinander stehend, vorn im Mittelgrunde ein heil. Mönch auf den Knien, wie er betend die Hände gegen die Maria aegyptiaca richtet, im Grunde Landschaft. Auf den Schriftrollen liest man:: S. Maria Egypciaca; — S. Ma- ria Magdalena, Auf der Schriftrolle über dem Heiligen steht z Quam magna 'misericordia dei etc. Im Rande 6 Zeilen:

O sunder sich an mich Van sunden besser dich ete,

Bei den Füssen der ägyptischen Maria liest man: Israhel V, M. H.6 Z. 10 L., Br. 7 Z. 9 L.

St. Odilta befreit durch ihr Gebet die Seele eines Königs aus dem Fegefeuer; der Engel ruft diesen aus dem Grabe, Sancta Odilia. Unten in der Mitte die Buchstaben I. M. H.5 Z, OL., Br.4 Z. 8 L.

St. Ursula, stehend mit dem Pfeile, segnet ihre sechs Gefähr- tinnen zu ihren Füssen. In der Mitte unten I. M, H. 6Z.? Br. 5 2. 7 L.

Im ersten Abdrucke ist das Kleid der Heiligen aus einem einzigen Stoff; im zweiten durchwirkte Arbeit; im dritten steht: S, vrsula, Selten, ;

Der leidende Heiland im Grabe sitzend mit gekreuzten Hän- den. Mitten im Grunde ist das Kreuz, links sind die Mar- terinstrumente und rechts die Büste der beiden Soldaten, die um das Kleid Christi gewürfelt, die Büste des heil. Pe- trus und der Magd etc. O vos omnes attendite et videte, ]. V. M. H. 32.8L., Br.2 Z. 10 L,

Der leidende Heiland, Halbfigur mit der Krone und dem Rohr in der Linken; alles in einer Einfassung, unter wel- cher steht: Ecce humo. — I. M. H.3 Z,. 10 L., Br, 2 Z. 10 L,

Der leidende Heiland, Halbfigur mit gekreuzten Händen, an das Kreuz gelehnt; an dessen oberen Seite eine Tafel mit den Worten: OEA01AOQVOEC40OX. Links oben im Grunde die Buchstaben I, C., rechts X, C. (Iecovs Xpıorve) Im Rande: Hec ymago contrefacia est ad instar et similitu- dinem illius prime gmaginis pietatis. — — quam fecerat de- pingi sanctissimus Gregorius pontifex magnus propter habi- tam ac sibi ostensam desuper visionem. — Israhel V. M. H, 5 Z. 8 L—; Bl'o 4 Z. 1 L.

Dieselbe Darstellung kleiner, mit derselben Schrift, nur unylen i1£ Rande das Monogramm I. M, H,3 Z. 6 L., Br. 3 Z} 5 .

Der leidende Heiland stehend im Grabe in Mitte seiner Mar- terinstrumente, Die Buchstaben T. M, sind unten, einige nach links, H.6 Z., Br. 4 Z. 2 L.

Der leidende Heiland auf dem Grabe sitzend zwischen zwei weinenden Engeln, Im Grunde- cine gewölbte Jiapelle, An- ä@li pacis amare flebant. Links: Israhel, rechts: I. M.

{. 9 Z. 10 L., Br. 6 Z. 10 L.

Man hat von diesem Blatte eine anonyme Copie in Holz, mit degu deutschen Buchstaben h, c. 3. a. bezeichnet,

Der leidende Heiland, zu den Seuten Maria und Johannes. Diese drei Halbfiguren sind in einer Rundung. Deus pro-

Itius esto michi peccatori. — Domine patientiam habe etc. inks unten I., rechts VY. M.

  1. Der kleine Salvator stehend auf einem Kreissegment, segnet mit der Rechten und hält mit der andern die Kugel. Un-

ten die Buchstaben I. M. H. 32Z2.3L., Br. 2 Z.Ö L, Copie nach Schongauer.

  1. Der Heiland stehend in einem Zimmer mit dem offenen Buch, zu seinen Füssen die Weltkugel. Links unten die Buchsta- ben I. M. H.4 Z.7L., Br. 2 Z.8L.

  2. Der Heiland in Mitte einer Patena sitzend mit dem offenen Buche, links das Lamm Gottes, und über demselben auf einem Schriftzettel: Ecce agnus dei ecce qui tollit peccata mundi. Die Patena ist mit den Figuren der Evangelisten und Kirchenvätern geziert. Zu den Füssen des Heilandes stehen die Buchstaben I. M. Rund, Durchmesser 0 Z. 0 L.

  3. Der Heiland stehend mit dem offenen Buche und segnend.

-Links die Weltkugel mit dem Kreuze. Unten in der Mitte die Buchstaben I. M. H.6 Z.1ı L., Br. 4 Z.2 L.

  1. Der Heiland mit der Weltkugel, und segnend im Lehnstuhle. Unten nach links: Israhel, rechts: V, M. H. 72Z. 5L Br.5 Z. 2 L.

  2. Ein Carthäuser Mönch fleht zur hl. Jungfrau um eine glück- selige Todesstunde; links der Engel des Todes bei der Uhr. Ave potentissima humillima virgo maria, Ave sapientissima etc. Oben das Zeichen I. V. M. H. 4Z. 1 L., Br. 3 Z. 10 L.

  3. Die heil. Familie; die heil. Jungfrau links mit dem Kinde, das die Hände nach Joseph ausstreckt, um seine Frucht zu empfangen. Halbfiguren an einem gotischen Fenster; Beim Kissen sind die Buchstaben I. M. H.6 Z., Br. 4 Z.

  4. Die heil. Jungfrau auf einer Art Thron zwischen St. Andreas und St. Catharina, vor ihr ein Mönch kniend. Unten in der Mitte: der gotische Buchstabe I. H. 6 Z. 1 L., Br. 11 L.

  5. Die heil. Familie; Maria legt der heil. Anna das Kind in die Arme, über demselben ist der heil. Geist, und noch höher Gott Vater. Links neben Maria ist Joseph, und rechts zur Seite der heil. Anna sind drei Heilige. In der Mitte oben steht: bocholt, und unten sind die Buchstaben I. M. H. 9 Z., Br. 6 Z. 2 L.

  6. St. Anna auf dem Throne unter einem Baldachin sitzend, und vor ihr sitzt Maria mit dem Kinde auf dem Schoß. Im Vorgrunde links steht die heil. Catharina und rechts Barbara. Am Rande des Thrones steht der Name Israhel V. M.

  7. Sechs Darstellungen in Rundungen, je zwei auf einem Blatte, jedes Rund 1'Z. 7 L. Die Abdrücke, wo alle Gegenstände auf Einem Blatte sind, findet man selten. Gewöhnlich sind sie in sechs Theile zer- schnitten, folgenden Inhalts:

a) Die Krönung der heil. Jungfrau.

b) Der leidende Heiland im Schoß des Vaters.

c) St. Eustach.

d) Die Bekehrung des heil. Paulus.

e) St. Carl der Grosse und St. Helena.

f) St. Elisabeth theilt Almosen aus.

H. des Blettes 6 Z.? Br. 4 Z.? Der Name Israel steht anten in der Mitte.

  1. Sechs Darstellungen in Rundungen, Durchmesser 1 7 L

a) Der leidende Heiland auf dem Kreuze stehend. b) Eine Gruppe von drei Todtenköpfen, Das Blatt mit diesen zwei Darstellungen ist bezeichnet: Memento mori,

c) Der Tod überrascht einen Pferd. d) Derselbe, wie er den Kaiser erreicht. e) Der Tod überwältigt einen General. f) Der Tod überrascht ein Weib. Unten auf dem Blatte mit diesen zwei Darstellungen steht: Israel V. M, Höhe des ganzen Blattes 6 Z. 3 L.? Br. 4 Z.?

  1. Ebenfalls sechs Darstellungen in Rundungen. Durchmesser einer jeden 1 Z. 7 L. a) Das Lamm Gottes von zwei Engeln angebetet, b) Veronica zwischen St. Peter und Paul.

Die Symbole der vier Evangelisten: c) Der Vogel. d) Der Stier. e) Der Adler. f) Der Löwe. Unten steht: Israel. V. M.

  1. Achtzehn sechs Gegenstände in Rundungen stehende Heilige. Durchmesser 1 Z. 7 L. 6° lge

a) St. Maria Magdalena,

b) St. Dorothea.

c) St. Agnes.

d) St. Lucia.

e) St. Apollonia,

f) St. Rosalis.

Unten steht: Israel V. M. H. 6 Z. 4 L., Br. 4 Z.

  1. Ebenfalls sechs Bilder in Rundungen. Durchmesser 1 Z. 7

a) Der kleine Heiland. b) St. Anna und die heil. Jungfrau. c) St. Cosmus und Lazarus. d) St. Ursula. e) St. Franz von Assisi und St. Clara. f) St. Dominikus und St. Catharina von Siena, Unten der Darstellung steht: Israel. H. 6 Z. 3 L., Br. .5

  1. Gleiche Darstellungen. Durchmesser 1 Z. 6 L

a) Der leidende Heiland im Grabe stehend. .

b) Die heil. Jungfrau (Halbfigur) auf dem Halbmonde, c) Die Geburt Christi. . .

d) Die Anbetung der Könige, e) Die Beschneidung.

Die Remi Mariü, Y Iin\en a?d%r Platte: Israel van Meckeren. H. 6 Z. 4 L., Br. 4 Z. 5 L.

  1. 83£!:5 andere Figuren in Rundungen. Durchmesser 1 Z. 5 ' N

a) Der Heiland. b) St. Anna mit der heil. Jungfrau, c) St. Maria von Mailand. d) St. Lorenz. e) St. Barbara. f) Ein heil. Bischof, Unten zwischen den beiden letzten Runden stehen die Buchstaben I. V. M. H. 6 Z. 3 L., Br. 4 Z. 4 L. Von diesem Blatte, so wie von dem folgenden gibt es zweierlei Abdrücke; die ersten haben nur die Buchstaben I. M., in den zweiten steht über denselben das V.

  1. Andere Israhel-Darstellungen in Rundungen. Durchmesser 1 &.5

a) St. Peter und Paul. b) St. Johann Evangelist und St. Jacobus major. c) St. Andreas und St. Bartolomäus. d) St. Matthäus und St. Jacobus minor. e) St. Philipp und St. Judas Thaddäus. f) St. Simon und St. Thomas. Unten zwischen den beiden letzten Runden ist das Zeichen,

Die ersten Abdrücke haben die Buchstaben I. M., die zweiten I. V. M.

  1. — 162) Die fünf heil. Jungfrauen, jede mit einer Blumen- krone, Folge von 5 Blättern. H. 4 Z. 4 — 5 L., Br. 3 Z. Jedes Blatt ist links unten mit Meckeren’s Zeichen versehen.

  2. — 167) Die fünf thörichten Jungfrauen, ebenfalls mit Blu- menkronen, Folge von 5 Blättern, in gleicher Grösse. Unten in der Mitte das Zeichen,

  3. Lucretia tödtet sich in Gegenwart des Collatinus und den Grossen Roms. Pro nece Jucretie pudor et decus in muliere etc. Unten im Rande: Israel van Meckeren. H. 9 Z. 7 L., Br. 6 Z. 2 L.

  4. Die Alte mit dem Geldsack, die einen jungen Menschen zu deren Umarmung reizt, Halbfiguren. Unten rechts die Buch- staben I. M. H. 5 Z. 4 L., Br. 4 Z. 2 L.

  5. Der Alte mit dem Geldsack, der ein Mädchen umfasst, wel- ches aber das Geschenk zurückweiset. Das Gegenstück. Unten in der Mitte die Buchstaben I. M. H. 5 Z. 5 L., Br. 4 Z. 2 L.

  6. Der Mann und die Frau in Reisekleidern, Ersterer legt die Linke auf ihren Nacken, und die Frau, mit einem Schleier auf dem Kopfe, streckt die Hände vor sich hin. Ueber je- der Figur sind Banderolen. In der Mitte unten die Buch- staben I. M. H. 5 Z. 11 L., Br. 4 Z. 2 L.

  7. Der Tänzer von einem Mädchen an der Hand geführt, zu seinen Füssen ein Topf. Ueber jeder Figur eine Banderole, unten im Rande die Buchstaben I. M. H. 5 Z. 10 L., Br. 4 Z. 2 L.

  8. Ein Weib, welches auf Eingebung des Dämon den Mann

Meckelen, Israel van.

Misshandelt. Das Ungethüm ist in der Luft. Unten in Mitte des Randes die Buchstaben I. M. H. 5 Z. 10 L., Br. 4 Z. Ein Mann begleitet mit der Guitarre den Gesang einer Frau. Unten in Mitte des Randes die Buchstaben I. M. H. 5 Z. 10 L., Br. 4 Z.

Der Orgelspieler; ein Weib setzt den Blasbalg in Bewegung. Unten in Mitte des Randes die Buchstaben I. M. H. 5 Z. 10 L., Br. 4 Z.

Der Mönch und die Nonne; ersterer mit dem Stocke und Letztere mit dem Rosenkranz ihm folgend. Unten in Mitte des Randes I. M. H. 5 Z. 11 L., Br. 4 Z.

Der Mann mit dem Falken auf der rechten Hand schmei- chelt einer Dame, die ihm zur Seite steht. Über jeder Figur ist eine Banderole; unten in Mitte des Randes die Buch- staben I. M. H. 5 Z. 11 L., Br. 4 Z.

Das Concert; eine Frau spielt die Harfe und der Mann ac- compagnirt mit der Guitarre. Unten in Mitte des Randes I. M. H. 5 Z. 11 L., Br. 4 Z.

Der Mann und das Weib auf dem Bette sitzend; ersterer noch im Mantel, der bald dem zärtlichen Blicke weichen muss; die Thüre ist schon versichert. In Mitte des Randes I. M. H. 5 Z. 11 L., Br. 4 Z. 1 L.

Der Arzt und der Apotheker, beide stehend in einem Zim- mer. Unten in der Mitte I. M. H. 5 Z. 11 L., Br. 4 Z.

Die zwei Liebenden: zur Seite der Dame ein Blumentopf, links vorn der Weinkrug mit dem Glase. Oben in der Mitte die Buchstaben I. M. H. 6 Z., Br. 4 Z.

Im ersten Drucke stehen nur die Buchstaben I. M., die zweiten wurden retouchirt, und bei dieser Gelegenheit wurde der Name „Bocholt“ hinzugefügt. Wenzel von Olmütz hat dieses Blatt copirt.

Der Offizier im Mantel mit dem Degen an der Seite, ge- genüber eine Jungfer Dame. Über beiden Figuren ist eine Banderole, und unten in der Mitte sind die Buchstaben I. M. H. 6 Z., Br. 4 Z.

Die Spinnerin, gegenüber ein Mann im Mantel sitzend. Unten nach links I. M. H. 6 Z., Br. 4 Z.

Der Herr und die Dame auf dem Spaziergange; im Grunde Jauert der Tod hinter einem Baume: Ten is niet al tziit vast auent. Israhel V. M. H. 6 Z. 6 L., Br. 4 Z. Copie nach Dürer.

Die vier nackten Weiber in einem Zimmer, vor ihnen auf dem Boden ein Todtenkopf und andere Knochen, und im Grunde rechts steigt der Teufel aus der Hölle. Auf der Kugel oben stehen die Buchstaben G. B. A., was: „Gott be- hüte alle“, bedeuten soll. Diese Erklärung ist etwas un- deutlich, weil man nicht bestimmt weiß, ob Gott die Wei- ber vor dem Teufel, oder „alle“ Männer vor bösen Wei- bern bewahren soll. Im Rande unten steht: Israhel V. M. H. zu Bocholt. H. 6 Z. 11 L., Br. 4 Z. 9 L. Copie nach Dürer.

Die Grottesktänzer, welchen eine Frau einen goldenen Ring zum Preise bestimmt; dies im Grunde bei den Zuschauern. Rechts ist der Musikant mit Tamburin und Flageolet. In der Mitte unten die Buchstaben I. M. Rund, Durchmesser 6 Z. 5 L. Sehr selten,

Die badenden Kinder, in und an der grossen Cuve. Rechts

vorn wäscht ein Weib ein anderes. Links unten die Buchstaben I. M. H. 4 Z., Br. 5 Z.

  1. Die sieben spielenden Kinder, zwei gießen Wasser in eine Vase. Rechts unten I. M. H. 14 Z. 1 L., Br. 5 Z. 41 L.

  2. Der Müller mit den zwei Eseln, der vordere beladen, und rüber ihm eine Banderoje. In der Mitte unten die Buchstaben I. M. H. 3 Z., Br. 4 Z. 2 L. Copie nach Schongauer.

  3. Die zwei Affen mit den Jungen. In Mitte des Randes: Israhel V. M. H. 3 Z. 5 L., Br. 4 Z. 2 L.

  4. Zwei an einander geketteten Affen. H. 3 Z. 3 L., Br. 2 L.

Diese beiden Blätter sind ursprünglich von einer Platte und Gegenstücke.

  1. Die fünf Wölfe, Unten in der Mitte I. M. H. 6 Z. 2 L., Br. 4 Z. 4 L.

  2. Eine vierfüßige Chimäre, theils Adler, theils Ochse, Unten in der Mitte I. M. H. 6 Z. 2 L., Br. 4 Z. 4 L. Gegen- seitige Copie nach Schongauer.

  3. Ein Wappenschild mit einem Knaben, der den Burzenbaum macht. Oben in der Platte I. M., unten steht: bocholt. H. 5 Z. 10 L., Br. 4 Z. 4 L.

  4. Der Wappenschild mit dem Löwen. Oben in der Platte I. M., unten: bocholt. H. 6 Z. 2 L., Br. 4 Z. 2 L.

  5. Die Zeichnung eines Schiffes. Zu den Seiten des Mastkorbes die Buchstaben I. M., unten: bocholt. H. 6 Z. 2 L., Br. 4 Z. 2 L.

  6. Der kämpfende Soldat. Der Urheber dieses Blattes ist Franz von Bocholt, denn man sieht noch die Spuren seines Zeichens F. V. B., aus welchem er J. V. M. machte. Rundes Blatt, Durchmesser 3 Z. 2 L.

  7. Ein Laubwerk mit sechs verschiedenen Vögeln besetzt. In der Mitte unten das Zeichen I. M. H. 4 Z. 8 L., Br. 6 Z.

  8. Zwei Laubwerke auf einem Blatte. In der Mitte des Blattes nach unten sind die Buchstaben I. M. H. 5 Z., Br. 6 Z. Copie nach M. Schongauer, die No. 110 und 112.

  9. Zwei Ritter, welche Lanzen brechen. Ihre Waffen und die Rüstung der Pferde aus sonderbarem Laub- und Blätterwerk. Unten gegen die Mitte I. M. H. 5 Z. 7 L., Br. 7 Z. 9 L.

  10. Die Akanthuspflanze mit den Tanzenden, oder das unter dem Namen: der Mohrentanz (the Morrisdance) berühmte Blatt, in der Mitte das Mägdlein Marian, zu ihren Füßen Narr und Pfeifer. In Mitte des Randes: Israhel V. M. H. 4 Z. 3 L., Br. 9 Z. 9 L. Der Rand unten 3 L. hoch.

Dies ist nach Weigel ‚eines der seltensten und capitalsten Blätter des Meisters, Copirt in M. Douce’s Illustrations of Shakespeare and of ancient manners.

  1. Ein Laubwerk mit dem Stammbaume Jesse, oder die Genealogie Jesu Christi. Jesse liegt unten in der Mitte, oben ist die heil. Jungfrau mit dem Kinde, zu den Seiten David und die anderen Könige in einem aus Laubwerk gebildeten Rund. Mitten im Rande: Israhel V. M. H. 4 Z. 3 L., Br. 9 Z. 10 L.

  2. Laubwerk in Form eines Frieses, ebenfalls die Genealogie des Herrn vorstellend. Jesse liegt links, und rechts ist die heil. Jungfrau mit dem Kinde. Auch die zwölf andern Kö-

Meckenen, Israel van.

  1. Ornament in Form eines Frieses oder einer Vignette, in der Mitte der Jäger, von zwei Hunden am Spiesse gebraten, um- herum noch andere ähnliche Thiere, eines salzet den Hund in dem Topf. H. 1 Z. 11 L., Br. 9 Z. 5 L.

  2. Ein Laubwerk, in dessen Mitte ein Mann bei einem Weibe, dem er mit der Linken einen Apfel reicht. Über den Köpfen ist eine Bandrolle mit der Schrift: Israël V. M. H. 6 Z., Br. 9 Z.

  3. Eine Verzierung mit einer Anspielung auf den Namen des Künstlers, in einem Satze der Bibel: Non vitra Jacob nomen Tuum erit, sed Israhel vocaberis V. M. Diese Worte ste- hen oben auf einer Bandrolle, auf einer andern unten steht: da gloriam deo, H. 6 Z. 8 L., Br. 9 Z. 5 L.

  4. Eine Laubverzierung mit einem Kampfe von Wilden. Auf den Bandrollen rechts und links steht: Flore pulchro nobili apes mella colligunt; — Ex hoc vermes frivoli virus forte hauriunt. Oben in einem Raume stehen die Buchstaben I. M. H. 7 Z. 5 L., Br. 4 Z. 10 L.

  5. Eine Rundung von Laubwerk gebildet, mit einem Manne, welcher die Guitarre, und einem Weibe, welches die Harfe spielt. Beide sitzen an einer Fontaine. Unten in der Mitte steht der Name Israël. Diameter 6 Z. 3 L. Im ersten Drucke ist der Grund der Bordure weiss, im zweiten mit Kreuzstrichen bedeckt.

  6. Eine Laubverzierung; unten in der Mitte I. V. M., zwi- schen welchen man noch die Buchstaben F. V. B. unterscheidet. Meckenen hat F. von Bocholt’s Platte umgeändert. H. 3 Z. 6 L., Br. 5 Z. 1 L.

  7. — 215) Die Buchstaben des Alphabets, in einer Folge von 6 Blättern. H. 6 Z. 2 L., Br. 4 Z. 4 L.

Diese Buchstaben sind gothisch, mit Ornamenten versehen, und vier auf jeder Platte. Auf dem ersten Blatte steht oben: Bocholt, in der Mitte der Name Israël und unten sind die Buchstaben J. M. Auf den andern Blättern stehen nur die Buchstaben I. M.

a) A. B. C. D. b) E. F. G. H. c) I. K. L. M. d) N. O. P. Q. e) R. S. T. U. f) X. Y. Z. W.

  1. Der Buchstabe O, in dessen Mitte der Erlöser auf der Welt- kugel steht. Unten in der Mitte steht Israël’s Name. Rund, Durchmesser 4 Z.

  2. Der Buchstabe D, mit Goldschmieds Zierden, und in Mitte die Verkündigung, Links hält ein Engel in der Luft die Bandrolle mit dem Worte: Aue., Der Name Israël steht in der Mitte unten. Durchmesser 4 Z. 5 L.

Blätter dieses Meisters ohne Namen und Zeichen.

  1. Der nackte Heiland mit dem Kreuze, und mit der Rechten auf die Seitenwunde deutend. Er steht am Fusse eines hohen Hügels. Oben steht mit gothischen Buchstaben geschrieben, links: Ecce, rechts: Homo. H. 4 Z. 7 L., Br. 2 Z. 9 L.

Meckenen, Israel van. 557

Der Heiland stehend, in der einen Hand die Weltkugel, mit der andern segnend. H.3 Z. 10 L., Br. 2 Z. 6 L. Die heil. Jungfrau hält ein offenes Buch in der Rechten, und reicht mit der andern dem auf dem Boden stehenden nackten Kinde eine Birne. Oben in gotischen Characteren : Sancta — Maria. H.5 Z. 7 L., Br. 2 Z. 4 L. Copie nach dem Meister von 1466.

Die heil. Jungfrau auf dem Throne reicht dem auf ihrem Schoß sitzenden Kinde eine Birne; links ist ein heil. Mönch, und rechts ein grosser Engel. Diese Figuren sind in einer gotischen Kapelle, deren Fronton mit zwei grossen Schlüsseln geziert ist. H. 3 Z. 7 L., Br. 2 Z. 6 L. Fünf figürige Sprichwörter: der König David, ein Richter mit der Säge auf dem Ambos, ein Messerschmied, ein Schleifer und ein Mann mit der Katze. Diese Figuren stehen nebeneinander, und über jeder ist eine Bandrolle mit einem Psalm Davids: N

' Rex David.

Dilexisti maliciam super benignitatem, Tota die miseretur.

Dilexisti omnia verba precipitacionis. Loquitur pacem cum proximo suo.

Der Rand enthält in sechs Abteilungen die Sprichwörter:

Melius est modicum super justo divicias peccatorum multas. Dat recht kan ick krom maken, daerom draech ich roet scharlaken, Min dynge maik ick recht end Aecht; daer om blif ik een arm knecht. Ick slyp ick wend. Ende keer myn huycksken nae den wynd. Ach huet dich voer die catzen die vor lecken, ende achter cratsen. H. 4 Z. 8 L., mit 8 L. Rand, Br. 7 Z. 9 L. St. Benedikt mit dem Buch und Stab, rechts zu seinen Füßen ein Wappen. Links oben steht: Sanctus, rechts: Benedictus. H. 4 Z. 4 L., Br. 2 Z. 8 L. St. Bernhard mit Buch und Stab, links unten ein Wappen. Man liest oben: Sanctus Bernardus. H. 4 Z. 6 L., Br. 2 Z. 9 L. St. Franz von Assisi, wie er vor dem Kreuzige in der Luft die Stigmata empfängt. Im Grunde rechts sein Gefährte. H. 2 Z. 9 L., Br. 1 Z. 0 L. St. Gregor, wie ihm während der Messe Jesus Christus er- scheint. Der Heilige kniet zwischen zwei Priestern, von welchen jener zur Linken kniend die Tiara hält. Auf dem Altare ist die Halbfigur des Leidenden Heilands, im Grunde sieht man die Passionswerkzeuge, und auch ein Bischof mit drei andern Männern wohnen der Messe bei. H. 2 Z. 9 L.,

St. Gregor in gleicher Handlung, anders gegeben. Der lei- dende Heiland auf dem Altare ist in ganzer Figur, der Priester mit der Tiara steht. H. 2 Z. 6 L., Br. 1 Z. 9 L.

St. Gregor auf den Knien vor dem Altare mit einem Wap- pen, welches ein grosses Kreuz ziert. Den Helm des Wap- pens halten zwei Engel, und darüber ist der Heiland ste- hend dargestellt. Im Grunde rechts sind neben drei anderen

Mg—ckenen‚ Israel van.

Figuren zwei Cardinäle, von welchen der eine die Tiara, der andere den Stab trägt. Die Wand ist mit den Passions- werkzeugen geziert, und vorn in der Mitte stützt eine Säule das Gewölbe der Kirche. Im Rande steht: Quicunque co- ram hac fugura devote flexis genibus dixerit V pater meus et V ave maria, häbebit a St. Gregorio XXX annos indul- gentiarum etc. H. 7 Z., der Rand 6 L., Br. 5 Z. 3 L.

t, Hubert vor dem Hirsche mit dem Crucifixe. H. 35 Z. 6 L., Br. 2 .5 L.

St. Johann der Täufer deutet auf das auf dem Buche ru- hende Lamm, Landschaft mit einer Stadt in der Ferne. Ueber dem Heiligen ist eine Bandrolle mit der Schrift: Ecce agnus dei qui tollit pca mundi.. H, 3 Z. 6L., Br. 2 Z. 3 L. Copie nach dem Meister von 1466. Im Original ist keine Bandrolle. St. Johann auf Pathmos , sein Evangelium schreibend, rich- tet den Blick nach der heil. Jungfrau. auf Wolken. Der Mit- telgrund ist felsig; am Fusse des höhern Berges ist eine Hirschkuh und auf den Felsenspitzen siceht man vier grosse Vögel. Ifn der Ferne ist eine Stadt. H. 6 Z. 8 L., Br. 5 Z.2L. ; St. Anna hält die heil. Jungfrau, und diese das Jesuskind in den Armen, OÖben steht: Sancta Anna. Jhesus. Maria. H. 4 Z. 4L., Br. 2 Z. 7 L.

St. Barbara mit demm Buche in der Linken. Rechts sieht man einen Thurm und den Kelch mit der Hostie, Oben steht mit gothischen Buchstaben: Sancta Barbara, H.4 Z. 6 L., Br. 2 Z. 8 L.

  1. St. Catharina mit dem offenen Buche in der Linken, und

das Schwert in der Rechten. Oben steht in gothischen Cha- rakteren: Sancta Katharına. H.4 Z. 6 L., Br. 2 Z. 8 L. St. Maria Magdalena mit der Salbenbüchse. Oben links Maria, rechts: Magdalena. H.4 Z. 7 L., Br.22.8L. : Der Narr. Oben im Blatte eine Bandrolle. H.4 %Z. 6L Br: 2 z: 8 L& ' .

Anhang von Blättern Israel’s, deren Heinecke noch er- wähnt, die aber Bartsch nur im Anhange gibt, weil er sie selbst nicht sehen konnte. Dieses Verzeichniss geben wir hier mit etlichen Zusätzen, namentlich bei No. 233 254 und 260,

Die Verkündigung Mariä; letztere vor dem Betschemel und der Engel schwebt mit einer Bandrolle im Zimmer. Auf dieser steht: AVE GRA. H.3 Z., Br. 4 Z. 3L. i Die Taufe Christi, in viereckiger Form, mit I. M. bezeich- net. Copie nach Schongauer. “

Das Pfingstfest. Die Sendung des heil. Geistes geht in einer gothischen Halle vor. Oben bezeichnet: M, Israel. H. 6 Z. 5 L., Br. 4Z. 7 L. Nach Ottley (Hist. of Engraving Il. 600) ist dies eine Copie nach dem Meister von 1466 No. 27: Im k. Muscum zu London ist ein solches Blatt.

Die Steinigung des heil, Stephan, eines der geringeren Blät- ter de/r Meisters, mit I. M. bezeichnet. H.5 Z. 7 L., Br. 7 Zo Lo

Die heil. Jungfrau mit dem Kinde, in langen Kleidern in einem Hausraume sitzend; Joseph schläft. Rechts unten ist eine kleine Heuschrecke. Mit Israhel V. M. bezeichnet, Heinecke behauptet mit Recht die Existenz dieses Blattes.

Es ist eine Kopie nach dem Meister mit der Heuschrecke
(a la sauterelle). Auch Dürer hat diesen Gegenstand gestochen, ein unter dem Namen der heil. Jungfrau mit dem Pa-
illon bekanntes Blatt, denn das Insekt auf dem Blatte
ist ein Schmetterling, so dass man nicht mit Heinecke: La
vierge à la sauterelle, sondern La vierge au papillon sagen
sollte. Marc Anton hat Dürer’s Blatt copirt und das Zei-
chen des letzteren hinzugesetzt. Auch ein Ungenannter
hat das Blatt copirt,

  1. Die heil. Jungfrau mit dem Kinde in den Armen stehend,
    Oben stehen die Buchstaben I. M. H. 4 Z. 4 L., Br. 2 Z. 7 L.

  2. Die heil. Jungfrau mit langen Haaren und die Krone auf
    dem Kopfe, sitzt auf dem Throne. Sie hält das Kind mit
    der Rechten und den Scepter in der anderen. Unten steht
    ein gotisches M. H. 7 Z. 10 L., Br. 5 Z. 3 L.

  3. Die gekrönte heil. Jungfrau auf dem Halbmonde, hält das
    Kind in den Armen, in einem Flammenmeere. Der Grund
    ist weiss. Mit I. V. M. bezeichnet. H. 4 Z., Br. 2 Z, 9 L.

  4. Die gekrönte heil. Jungfrau auf dem Halbmonde von vier
    Engeln unterstützt. Bezeichnet: Israhel V. M, H. 10 Z.,
    Br. ? z» “ \ .

  5. Die gekrönte heil. Jungfrau mit dem Kinde drückt Milch
    aus ihrer Brust. Auf der einen Seite ist ein Bischof, auf
    der andern St. Catharina. Im Grunde eine Art Capelle.
    In der Mitte unten I. V. M.

  6. Die heil. Jungfrau mit dem in ihren Mantel gehüllten Je-
    suskind. In gleicher Proportion mit No. 141, dessen Pen-
    dant es ist.

  7. Johanne Baptist deutet mit der Linken auf das Lamm, wel-
    ches er mit der Rechten trägt. Mit J. V. M. bezeichnet.

  8. Die heil. Veronica mit dem Schweisstuche, und Jesus im
    Oelgarten, zwei kleine Bilder auf einem Blatte. Unten
    steht: Israhel. S, auch 317. i

  9. St. Hieronymus hinter einer Tafel in das Buche schreibend.
    Mit J. V. M. bezeichnet, aber nicht von Israel, sondern
    Copie nach Dürer von einem modernen Künstler, Heinecke
    sagt selbst, das Blatt gehöre nicht dem Israel an, setzt es
    aber unter die Stiche desselben.

  10. St. Theophilus und St. Eustach, zwei kleine Figuren auf
    einer Platte. Unter der ersten steht der Buchstabe I., unter
    der andern M. H. 4 Z. 2 L., Br. 3 Z. 1 L.

  11. Ein Wappenschild mit den Marterinstrumenten, auf der
    einen Seite ist der Erlöser, auf der anderen Maria und die
    Symbole der Evangelisten, vorn ist ein Lamm. Eines der
    schlechtesten Blätter des Künstlers, unten mit dem Namen
    Israel bezeichnet. H. 6 Z. 2 L., Br. 4 Z. 4 L. Ein Anono-
    mus hat dieses Blatt copirt, No. 88 des Werkes des Mei-
    sters von 1466° ;

  12. Drei Todtenköpfe unter einer gotischen Wölbung von Or-
    namenten. Im ÄRande steht: Gloria quid vite caro — omni-
    bus una. Unten in der Mitte das Zeichen I. M. H. 5 Z.,
    Br. 6 Z. 2 L. Sehr selten; im Cataloge Cerroni detaillirt.

  13. Die Dame links an der Tafel sitzend, mit der Karte in der
    Linken, wie sie dem gegenüber sitzenden Mann wahrzusa-
    gen scheint zu seinem eigenen Erstaunen. In der Mitte un-
    ten sind die Buchstaben I. V. M. H. 6 Z., Br. 4 Z. Aeus-

Meckelen, Israel van.

erst selten, im Cataloge Cerroni näher detaillirt, als bei Heinecke und Bartsch. Der Meister W., P. gr. V. p. 50 No. 5, hat es copirt und die Schrift verändert. Ein Mann stehend zur Seite eines Weibes, wie er die Hand auf ihren Busen legt. Sie hält ihm den Spiegel vor. Mit Bandrollen und ohne Zeichen., i Eine Alte gibt einem Manne einen Sack voll Geld, Halbfi- äuren mit Bandrollen darüber. Mit I. M. bezeichnet. 3, Repetition von No. 169. ; Ein grosser Bischofsstab mit dem Bilde der heil. Jungfrau im Cirkel oben, welche stehend das Jesuskind in den Armen hält, grosses Blatt von zwei Platten, unten links der Name Is- rahel, und rechts des Stockes in derselben Richtung V, M. H. 28 Z., Br. 7 Z. 6 L, In der Sammlung des Herrn von Nagler war ein vollkommenes Exemplar, jetzt in der königl. reussischen Sammlung. . Ein grosser Bischofsstab, wo der Kreis oben auf dem Weis- sen ist. Etwas tiefer gegen den Griff zu ist die heil. Jung- frau, wie sie das Kind mit der rechten Hand am Fusse fasst. An der einen Seite des Stockes steht der Name Israhel, auf der andern I. M. X., Grosses Blatt. Der kleine Bischofsstab; das Zeichen ist auf dem Stocke; l. fol. . ' Ein Rauchfass mit zwei Ketten, Mit I. M. V M. bezeichnet, fol. Die Zeichnung eines gothischen Sakramenthäuschens, an der Basis mit Thürmchen versehen, von kleinen Löwen getragen, von welchen zwei en face, zwei en profil sind. Oben in der Mitte stehen die Buchstaben I. M., und in der Mitte unten ist der Name Israhel. H. 10 Z. 1 L., Br. 3 Z. 2 L- Sehr selten. - Eine andere Zeichnung zu einem gothischen Tabernakel, mit einem Kreuze und mit M. bezeichnet. Etwas kleiner. Eine Laubverzierung mit einer Eule, welche eine Maus ver- zehrt. Man bemerkt, dass Israel die Buchstaben F. V. B. verwischte, und die, seinigen hinzusetzte. H. 5 Z. 4 L.. Br. 5 Z. 8 L. Das Laubwerk, von welchem Sandrart spricht, und wo man liest: to bocholt ist gemacht in den Bisdom Münster. Un- ten; Israhel. Heinecke sah dieses Blatt nicht. Vier Buchstaben in Blätterwerk: P. D. L. N. Zweimal mit I. M. bezeichnet. Bartsch glaubt, dieses Blatt bilde ohne Zweifel die Fortsetzung von No. 210 — 215. Die Verkündigung Mariä, Die Heilige hat ein Buch auf dem Schoosse und der Engel eine Bandrolle mitt der Schrift: Ave Maria gratia plena dominus tecum. Ohne Zeichen, H. 5 Z. 9 L., Br. 8 Z. 6 L. Christus am Kreuze, rechts die heil. Jungfrau in Ohnmacht, von Johannes Evang, unterstützt. Links steht eine andere Frau. Ohne Zeichen, fol. Die zwölf Apostel, 12 kleine Blätter, Das Blatt mit Johan- nes ist mit I. M. bezeichnet, einige andere mit M,

Vier Blätter mit Ornamenten und biblischen Darstellungen, jede der letztern in Mitte des Blattes, Ohne Zeichen, H. 6 Z., Br. 4 Z. 1 L. j

Sie sind folgenden Inhalts: a) Die Erziehung Jesu.

b) Die Anbetung der Magier.
c) Die Heilige Familie; 0A78
d) Der Tod der hl. Maria,

  1. Ein Blatt mit sechs Darstellungen in Rundungen, eben so
    gross wie die vorigen, und mit dem Namen Israhel be-
    zeichnet.

a) Die Geburt Christi,
b) Die Beschneidung.
c) Die Anbetung der Magier.
d) Die Reinigung,
e) Der kleine Heiland stehend.
f) Die heil. Jungfrau legt das Jesuskind in die Arme der hl.

  1. Ein ähnliches Blatt mit fünf Rundungen, je zu zwei Figa-
    ren. Die mittlere Darstellung ist die kleinere.

  2. Ein junger zur Rechten sitzender Mann, einer Dame gegen-
    über an der Fontaine, Hinter der Fontaine steht ein Sack-
    feifer. H. 2 Z. 2 L., Br. 3 Z. 2 L. Ein solcher von
    Heinecke erwähnter Abdruck ist im Pariser Museum.

  3. Ein angesehener Mann im Begriffe eine Dame zu umarmen,
    über beiden eine Bandrolle. Ohne Namen, H. 3 Z. 2 L.,
    Br. 2 Z. 2 L. Bartsch hat dieses Blatt unter die anonymen
    zu reihen geglaubt.

  4. Ein Ritter mit dem Schilde in der Linken hält eine Dame
    am Kleide, die einen Helm trägt. H. 5 Z. 6 L., Br. 4 Z. 4 L.
    Dieses Blatt ist vom Meister von 1466, No. 01. Israel
    hat vielleicht die Copie mit der Bandrolle gefertigt.

  5. Verschiedene Ritter mit den Frauen, nur der eine hat anstatt
    einer solchen zwei Falken, voraus gehen drei Hunde. H.
    4 Z. 9 L., Br. 3 Z. 6 L.

  6. Der Centaur von zwei Männern überwältigt. Bartsch zählt
    dieses Blatt unter den anonymen Werken auf. Es ist nicht
    von Israel.

  7. Der Tod spielt mit dem Könige Schaeh, figurenreiche Com-
    position, rechts stehen Geistliche, links Laien, fol.
    Dieses Blatt erinnert nicht an die Blätter Israel’s, Bartsch reiht
    es daher unter die anonymen.

  8. Die Frau mit dem Helm, auf welchem ein wilder Mann an-
    gebracht ist. H. 5 Z. 6 L., Br. 4 Z. 4 L.

Zweifelhafte Blätter, die man aber dem Israel
beilegt.

  1. St. Peter anf einem Piedestal sitzend mit dem Schlüssel in
    der Linken und dem Buch in der anderen. Im Grunde eine
    göttliche Capelle. H. 8 Z. 4 L., Br. 4 Z. 3 L.

  2. St. Johann der Evangelist, eine ähnliche Figur mit dem
    Adler auf dem Piedestal.

  3. Zeichnung einer Fontaine im Klosterhof, in
    einem Klosterhufe, H. 8 Z. 7 L., Br. 2 Z. 9 L.

Blätter in einem dem Israel verwandten
Geschmacke.

  1. — 304) Verschiedene bildliche Darstellungen aus der Bibel
    in Folge von 23 Blättern, deren aber nach Heinecke 50 sein
    sollten. Bartsch sah nur 23, H. 2 Z. 6 L., Br. 1 Z. 9 L.

Nagler's Künstler-Lex. Bd. VIII, 36

a) Der Sündenfall. b) Die Vertreibung aus dem Paradies, c) Die Darstellung der heil. Jungfrau im Tempel. d) Die Vermählung Mariä, e) Die Verkündigung derselben. f) Die Geburt Christi. g) Die Beschneidung. — h) Die Anbetung der Könige. i) Die Flucht in Aegypten, k) Eine ähnliche Darstellung. l) Jesus unter den Schriftgelehrten im Tempel. m) Die Hochzeit in Cana. n) Die Samariterin. o) Die Erweckung des Lazarus, p) Der Einzug in Jerusalem, q) Die Vertreibung der Käufer aus dem Tempel. r) Die Fußwaschung. s) Das Abendmahl. t) Jesus im Ölbergarten. u) Dessen Gefangennehmung. v) Christus vor Pilatus. w) Christus bei Herodes, x) Christus erscheint den Jüngern: Pax vobis. 305) — 316) Die 12 Apostel, stehende Figuren. H. 4 Z. 4 L., Br. 2 Z. 6 L.; 317) Das Glück, dasselbe, welches Dürer gezeichnet hat, aber nach rechts gewendet, ein Blatt, welches wir ebentfalls als Israel’s Werk angegeben fanden. H. 4 Z. 5 L., Br. 2 Z. 6 L.

  1. Die heil. Veronica stehend mit dem Schweisstuche. Sie ist en face und in einer Art Nonnenkleidung. Unten am Rande steht der Name Israel. H. 2 Z. 6 L., Br. 1 Z. 6 L. mit 2 L. Rand. KEin solches Blatt, welches Bartsch nicht be- schreibt, ist nach Brulliot in der k. Kupferstichsammlung zu Paris, und daselbst soll noch eine andere Darstellung dieser Heiligen seyn. Sie hat das Schweisstuch und der Kopf ist nach rechts gewendet. Man hält auch diese für Meckenen’s Werk. H. 3 Z. 8 L., Br. 2 Z. 9 L.

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