Louis, Kupferstecher , der 1751 zu Paris geboren wurde. Seine Meister kennen wir nicht; auch ist er kein Meister ersten Ranges. Er musste vieles für Buchhändler arbeiten. Blätter von seiner Hand finden sich in den Cabineten Le Brun und Choiseul; im Werke: Mœurs et costumes du XVIII, etc. Dieser Künstler starb zu Anfang unsers Jahrhunderts.
Bifänis des Napoleon Buonaparte, ganze Figur, gr.
Bifänis der Schauspielerin Rancourt, in der Rolle der Monime, nach Freudenberger und Monnet, fol.
Der Violinspieler, nach Van der Neer.
Bifänis des Violinspielers, nach Van der Neer.
Occupation, und les confidences, 2 Blätter nach Freudenberger.
La promenade du matin und la promenade du soir, 2 Blätter nach demselben mit Ingouf gestochen.
Thérèse EIBODQI’Q’, die Gattin des Obigen, geborne Memeri, wurde 1755 geboren. Sie arbeitete in Crayonmanier verschiedene gute Blätter, unter denen wir folgende erwähnen:
Charles Pierre Colardeau, nach Tronquesse, gr. 4.
J. G. Lenoir, Lieutenant de Police, nach Pujos, 1780.
J. H. Marchand, Advokat , nach A. Pujos, oval.
Die Marquise de Villette, nach A. Pujos.
Der Sabinerraub, nach Cochin, qu. fol.
La famille des bonnes gens, qu. fol.
Der kleine Knabe am Fenster, welcher nach einer Seifenblase hascht, nach C. Netscher, kl. 4.
Halbfigur einer Frau mit Palette und einer kleinen Statue, nach F. Mieris, gr. 8.
Panis hominum, und Panis angelorum, 2 kl. Blätter nach N. Cochin. Diese Blätter eignen Einige dem obigen Künstler zu.
Vier Köpfe, zwei von Knaben und zwei von Mädchen, nach B. Greuze.
Johann, Maler und Radierer, wurde 1625 zu Frankfort am Main geboren, man kann aber nicht angeben, wer sein Meister gewesen ist. In seiner Jugend kam er nach Amsterdam, da ausflucht er 1642 Paris, und endlich ging er nach Rom, wo er mit Unterbrechung sechs Jahre blieb und bei verschiedenen Meistern zeichnete. Er zeichnete da verschiedene Monumente, bekümmerete sich um die Sitte des Volkes, und manches seiner Gemälde zeigt die Folge seiner römischen Studien. Eines seiner bedeutendsten stellt die Trajanssäule vor, und wie das ver-
Sammelte Volk einer Kapuziner-Predigt zuhört; dieses Bild ist in der Sammlung des Sir H. T. Hope in London. In anderen Gemälden brachte er Thore und Triumphbögen an, auch Fontainen mit ihren Statuen, und immer ist eine Anzahl von Menschen gegen- wärtig. Ausserordentlich lebendig sind seine Szenen mit Marktschreiern auf öffentlichen Märkten, und zu seinen vorzüglichsten Stücken gehören auch die italienischen Sechsfachen mit einer Menge Figuren. Einige solcher Bilder lassen sich neben jenen eines Lorrainschon wohl sehen. Ausserordentlich zierlich ist das Malen mit dem Papagey bei H. van Loon zu Amsterdam. Lingelbach war ein guter Zeichner, malte mit Leichtigkeit, und auch als Colorist verdient er volles Lob. Besonders schön sind seine Himmel und Ferne, sehr duftig. Dieser Künstler hat auch mehrere Zeichnungen gefertigt, mit der Feder, in Bister, Tusch und Rothstein. Einige derselben sind in der „Aehrenlese auf den Gebiete der Kunst“ 1836 S. 12 beschrieben.
Lingelbach starb in Amsterdam 1687, wie Descamps und andere wissen wollen.
Einige seiner Gemälde und Zeichnungen wurden gestochen; A. Zylvelt „Matrosen bei einer Fontaine mit Neptun“; von W. K. bell „ruhende Jäger mit Hunden“ am Ausgang des Waldes; 12 Märchen von Groensveldt; 4 solche von Zylvelt; der Dorf- hof von J. Beckett; „Le voyageur refraîchi“ von Ch. Levasseur; „Le voyage des faucheurs“ von Heudelot; die Reiter vor dem Weißen Turm von J. L. Lebas etc.
Dann hat Lingelbach selbst radirt, aber wahrscheinlich nur wenig. Einige legen ihm mit Unrecht die Landschaften des Brasser bei, wegen der Ähnlichkeit eines aus L. B. bestehenden Negativogrammes, nämlich folgende: 1) Landschaft mit einem Berg, der nach Ruinen zeichnet; 2) Landschaft mit Tobias und dem Engel; 3) Landschaft mit der Findung Mosis; 4) Landschaft mit Ruinen und einer Säule.
In der Geschichte der Kupferstichsammlung zu Copenhagen von Rumohr und Thiele S. 82 werden als eigenhändige Radierungen 44 Meisters bezeichnet:
- Bouotshafen mit vielem Pfahlwerk, ein Blatt, welches Rumohr in der kostbaren Sammlung des Prinzen Wilhelm Friedrich von Sachsen sah, und von dem er glaubt, es mit dem folgenden in gleicher Grösse sei. R. Weigt saft in der Anmerkung zu jener Geschichte, dass dieses folge einer Nachricht des H. Inspektors Frenzel zu Dresden aus der Sammlung des Kriegsrathes von Blücher stammt und im Cataloge derselben ist es folgendermassen beschrieben: Theil eines Dammes am Meeresgestade, oben links einigen Fässern ein sitzender Mann an der Tafel, neben ihm links ein anderer mit Hut und Mantel stehend, beiden Händen einen Stock haltend. Im der Ferne sind einige Schiffe mit Segeln, zwischen welchen einige Figuren hervorblicken. H.7 Z. 3-L., Br. 7 Z.3L.
Exemplars in der Sammlung zu Copenhagen ist mit Sammel- lerzeichen gleichsam übersäet, und in der Mitte solcher Buchstaben glauben die Verfasser der erwähnten Geschichte in kritzlichen Zügen: Lin. zu lesen. Plattenrand, H. 7’Z.
Das in dem holländ. Auktionskatalog der gräfl. Fries’schen Sammlung dem Lingelhach beigelegte Blatt: „Eene Italiaansche Zeehaven, Z_eldza1n“, soll von A. Storck herrühren, bei Bartsch No. 5, le rivage, ‘
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