Locatelli oder Lucatelli, Pietro, Maler von Rom , wurde
1630 geboren, und von P. da Cortona in der Malerei unterwiesen.
Dieses beweisen auch seine Gemälde, welche sich in Rom und
dennoch wird er im Cataloge der Gallerie Colonna als Schüler
des C. Ferri bezeichnet. In der erwähnten Gallerie waren
von Lucatelli und andere sieht man im Collegio Fucciano.
S. Agostino. Lanzi nennt ihn einen ausgezeichneten Geschichts-
maler, und dass er Künstler von Ruf war, beweiset auch der Um-
stand, dass mehrere seiner Bilder gestochen wurden, von J. L.
Roullet, B. Farjat, A. v. Westerhout, N. Dorigny, R. Audenaert,
U. 8.
Das Todesjahr dieses Künstlers ist nicht bekannt; er lebte noch
1600 als Mitglied der Akademie von S. Luca in Rom. Irrig ist
die Angabe im Cabinet Paignon Dijonval, nach welcher der Künst-
ler gestorben wäre, im 81. Jahre. Auch bei diesem hohen
Alter hätte er kaum Schüler des Cortona sein können. Guarienti
behauptet, dass Locatelli auch radirt und in Holz geschnitten habe.
Wir konnten uns von der Wahrheit dieser Angabe nicht über-
zeugen.
Wattelet, Andrea, Landschaftsmaler von Rom, wurde 1660 ge-
boren, und der obige Künstler ist wohl sein Vater und erster Mei-
ster. Er malte Landschaften, Architekturstücke und etliche histo-
rische Bilder. Diese seine Bilder, gewöhnlich in kleinem Formate,
gefielen, und Lanzi nennt ihn einen der beliebtesten Maler in je-
der Gattung der niederen Malerei . Mehrere solcher Stücke sieht
man in der erzbischöflichen Gallerie zu Mailand, und öfter wer-
den seine Gemälde mit jenen des Zuccarelli verwechselt. Man
rühmt in seinen Landschaften die weise Vertheilung der Massen,
die Mannigfaltigkeit des Baumschlages und das zarte Colorit. Dann
brachte er häufig artige Figuren an, und solche vereinigte er auch
zu eigenen Bildern, nach Art der Bambocciaden, und diese sind
mit Geist und Geschmack behandelt. Auch seine Architekturstücke
sind zu loben. Wattelet rühmt daran besonders, dass Locatelli es
verstanden, die Töne wohl nachzuahmen, welche die Zeit den al-
ten Trümmern aufgedrückt hat. Durch die geschickte Behandlung
des Helldunkels brachte er pikante Effekte hervor. Ticozzi rühmt
die Bambocciaden dieses Künstlers ebenfalls, und behauptet, dass
einige von bezaubernder Grazie sind, in echt italienischem Style,
fern von jener flämischen Weise. Dieser Künstler starb 1741,
in großer Dürftigkeit, wozu sein bizarrer Charakter vieles beitrug.
Er eigensinniger Weise gab er nicht jedem ein Bild.
Locatelli stach nach ihm eine Landschaft mit einer Pyramide
und Ruinen, dann eine griechische Landschaft mit einem Monu-
mente. L. E. F. Garreau stach zwei Aussichten von Genezano. M.
G. Eichler stach für das Musée français eine Landschaft.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_QFMTunOF6koC