Llorente, Bernardo German, Maler, geboren zu Sevilla 1633, gest. 1757. Sein Vater, ein wenig bedeutender Künstler , ertheilte ihm Unterricht im Zeichnen, und das gute Talent des Sohnes machte ihm die Mühe leicht. Der junge Llorente that sich auch als Maler bald hervor, und daher musste er schon als Jüngling das Bildnis der Infantin malen. Bei dieser Gelegenheit beschenkte ihn die Königin Isabella mit Audran’s Alexanders-Schlachten. Zum Hofmaler brachte er es nicht, doch nur wegen seiner Neigung zur Einsamkeit, die er so lieb gewann, dass er fürchtete, er möchte in allenfallsigen Reisen des Hofes selbe verlassen müssen.
Er erhielt den Beinamen „Pintor de las pastoras“ (Maler der Schäferinnen), weil er viele Madonnen, als Schäferinnen gekleidet und mit Herden umgeben, gemalt hatte. Der Gedanke zu diesen Ge- mälden gehört einem Capuziner, Isidoro de Sevilla, der im An- fange des 18. Jahrhunderts lebte. Bernardo malte also ebenfalls seine Madonnen als Schäferinnen, so schön, unschuldig und fromm, dass man sie für Werke des Murillo halten kann. In seinen letz- ten Lebensjahren änderte er seine Manier, indem er seinen Vor- stellungen ein kräftigeres Helldunkel geben wollte, fiel aber zu sehr in das Schwarze. Seine schönsten Arbeiten sind in Sevilla, Fiorillo IV. 387.
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