Lisska oder Lischka, Johann Christoph, Maler, nach Dlabacz ein berühmter Künstler, aus dem Geschlechte der Mährischen Ritter Lischka von Rottenwald. Sein Vater war kais. königl. Beamter in Breslau , nach dessen Tod die Mutter den Maler Michael Willmann heirathete, der nun auch seinen Stiefsohn in der Malerei unterrichtete, und dieser machte solche Fortschritte, dass er in kurzer Zeit in Schlesien und in Böhmen seine Rolle spielte. Im Jahre 1660 begann er in Prag die Frescomalereien in der Kreuzherrenkirche an der Brücke, konnte aber des Podogra’s wegen das Werk nur halb vollenden. Sein Freund W. Reiner setzte es fort, und waren die Malereien fertig. Das Todesjahr dieses Künstlers ist unbekannt; erscheint er noch im Taufmatrikel der Pfarrkirche St. Wenzel zu Prag als Taufpathe. In Böhmen, besonders zu Prag, sind noch Werke von diesem Künstler. Die Benediktinerkirche der Altstadt Prag malte er in Fresco aus, und da selbst ist auch das Hochaltarblatt sein Werk. Für die Ursulinerkirche malte er die heil. Ursula als Hochaltarbild; andere Gemälde jener Stadt verzeichnet Dlabacz. In der Stiftskirche zu Sedletz bei Kuttenberg malte er die Landespatronen und die Heiligen des Cisterzienser Ordens, und in die Dresdner Galerie kam seine Darstellung, wie ein Krieger dem Julius Cäsar das Haupt des Pompejus überreicht, lebensgrosse Figuren. J. A. Friedrich ätzte nach seinen Zeichnungen Blätter mit Heiligen.
Lötterini, Georg Nicolaus, Bildnismaler aus Ulm , arbeitete um 1650 am Hofe zu Stuttgart, und zwar mit Beifall. Er malte viele hohe Personen, und auch Kupferstecher heilten sich, seine Porträte nachzubilden. E. C. Heiss stach nach ihm das Bildnis der Herzogin Magdalena von Würtemberg; Ph. Kilian jenes Eberhard’s von Würtemberg u. s. w.
Füssly erwähnt auch eines F. G. List, der zur Zeit des Obigen gelebt haben soll.
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