Lippi, Lorenzo, Maler und Dichter, der Freund Salvator Rosa’s, der ebenfalls die Zeit zwischen Malerei und Poesie teilte. Lorenzo’s komisches Gedicht: Il Malmantile racquistato, ist zwar weniger gelesen als Salvator’s Satyren, aber zierlicher, und mit anmuthigen Florentinismen durchwebt, welche Italienus atmet. Salz sinä. Als er sich in seiner Schule nach einem Vorbild unsah, wählte er nach seinem Sinne Santi di Tito, denn, behauptet Lanzi, einem Dichtergeiste sagte ein gemüthlicher, und ein Schriftsteller in so vollendeter Sprache ein in der Zeichnung correcter Maler am meisten zu. Lorenzo erwarb sich aber stärkeres Colorit, und in der Gewandung folgte er einigen Luccanern und Baruccio. Er bildete die Falten im Papier vor, so daß sie auch etwas papierartiges haben. Die Feinheit des Pinsels, die Vertreibung, der Einklang der Farben, der gute Geschmack, mit einem Worte, sagt Lanzi, Alles beweiset, dass er ein scharfes Naturgefühl, wie wenig seiner Zeitgenossen, hatte. Meister Selli selbst bewunderte ihn, und er sagte offenherzig: Lorenzo, du kannst mehr als ich. Sammlungen sind in Florenz nicht selten. Zu seinen besten Arbeiten gehört ein Gekreuzigter in der königl. Gallerie, und die Farinelli hat von ihm einen heil. Franziscus Xaver, der das Grab, welches er ins Meer hatte fallen lassen, durch einen Krebs Baldinucci preiset das Gemälde mit dem Triumph David’s, für Angiol Galli, der seinen Erstgebornen im Sohne kaufte, und seine andern sechzehn Kinder in den Jünglinge und Jungfrauen malen liess, welche mit Gesang und Spiel den Sieg und die Freiheit Israels feiern. Lorenzo’s Grundmotz war zu malen, wie er sah. Im Palast der Cellai zu Florenz ist das Bild mit Orpheus am Felsen, welches Santi und Cecchi gestochen haben, und das Bild eines jungen Mannes mit einer Schüssel am Tisch stehend, hinter ihm ein kräftiger Mann, der in der weisen Bruderschaft S. Benedetto zu Venedig befindet, hat Vascellini gestochen.
Sein Werk könnte auch das grosse Bild mit der heil. Jungfrau, St. Franz und St. Antonius, im Chore der Kapuziner Kirche in Innsbruck sein. Vorn ist ein Engel mit der Laute angebracht, was sich auf das Dichtertalent Lippi’s beziehen könnte. 1815, Nr. 28. Lorenzo war in Innsbruck, da die Herzogin Claudia von Medici von Paris aus dahin berief, er aber nur sechs Monate in Innsbruck, bis die Erzherzogin ihn abrief. Er las ihr Strophen aus seine Gedichte vor, und dieser Herzogin dedicirte er später das Werk. Der Künstler starb 1664 im 53.
M. A. Corsi stach sein Bildniss.
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