Lippert, Philipp Daniel

Lippert, Philipp Daniel, Zeichner und Bildformer, wurde zu Meissen geboren, und sein Vater, ein Beutler, bestimmte anfangs zu gleicherem Gewerbe, welches dem jungen Lippert sen so wenig behagte, als das Glaserhandwerk, welches er

ergriff. Seine Neigung zog ihn zur Zeichenkunst , aber ein Heer
von Entbehrungen und Hindernissen hatte er zu bekämpfen, bis
seine Existenz gesichert ward. Anfänglich war er Zeichenmeister
bei der Manufaktur zu Meissen , und dann wurde er Professor der
Alterthumskunde an der Akademie zu Dresden . Das Hauptverdienst
dieses Künstlers ist die Anfertigung der bekannten Dactyliothek,
durch welche Lippert in ganz Europa bekannt wurde. Es sind die
3000 Abdrücke nach alten Gemmen aus den vornehmsten Ca-
bineten Europas, die ein wahres Ideenmagazin für Künstler und
Kunstgenossen, und eine Zierde der Sammlungen sind. Die Ab-
drücke sind in einer weißen, dauerhaften Masse gemacht, von
ausserordentlicher Schärfe und Feinheit. Lippert gab eine
eigene Beschreibung von diesen Abdrücken. Die Sammlung ward
in drei grosse Foliobände gebunden, und in das mythologische,
antiquarische und in das Supplement-Tausend geteilt. Lippert
verkaufte die Dactyliothek um 80 – 90 Dukaten, und auch spä-
ter wurde sie in Auktionen teuer bezahlt. Man konnte sie selten
mehr haben, und daher beschloss um 1805 Rabenstein, die Lippert-
sche Dactyliothek abzuformen, was nicht ohne Glück bewerk-
stelligt wurde, obgleich jene zweite Auflage nicht ganz die Schärfe

der ersten hat. Lippert starb 1784. A. Graff hat sein Bildnis ge-
malt und Geyser dieses gestochen.

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