Liotard, Jean Étienne, Maler und Kupferstecher , ein bei weitem der bedeutendste Künstler seiner Zeit, wurde 1702 zu Genf geboren und war von Anfang an zur Handlung bestimmt, allein er fand an der Zeichnungskunst größere Lust. Er studierte besonders die Werke des Titian, anfänglich ohne Anleitung, bis er Gelegenheit in Paris Masson’s Schule zu besuchen. Auch der Hofmaler Le Brun war ihm gütig, und der Marquis Puysieux nahm ihn nach Neapel . Liotard malte da Bildnisse in Pastell und Miniatur , und später that er in Rom ein Gleiches. Er malte dort die Könige und die Familie Stuart, und nach vollendeter Arbeit ging er mit dem Grafen Lesborough, damaligen Lord Duncannon, nach Constantinopel, um die Bildnisse der dortigen fremden Männer und anderer vornehmen Männer zu malen. Um den Belästigungen der Türken auszuweichen, zog er türkische Kleider an, ließ sich den Bart wachsen, und behielt selbst nach seiner Rückkehr diese Tracht bei, weshalb er überall der türkische Maler genannt wurde. Nach einem vierjährigen Aufenthalt in Constantinopel berief ihn der Fürst von der Moldau nach Jassy, wo er zwei Monate blieb, und endlich ging er nach Wien, wo Maria Theresia für die Bildnisse der kaiserlichen Familie rekrutierte. Er musste auch sein eigenes Bildnis malen, welches in die florentinische Gallerie kam. Von Wien aus begab sich Liotard nach England , um dort weiterzuarbeiten.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_QFMTunOF6koC