Lindmeyer, Damel, Maler von Schaffhausen , der um 1560 bis
1581 blühte, nach seinen Lebensverhältnissen aber unbekannt ist.
Es finden sich mehrere schöne historische Zeichnungen von ihm,
doch nicht häufig. Sie sind mit der Feder entworfen, manchmal
ausgetuscht, auch aquarelliert. In der Sammlung des Dekan Veith
zu Schaffhausen waren noch 1835 mehrere solcher Zeichnungen,
die im Cataloge jenes Cabinets von R. Weigel verzeichnet sind.
Drei der folgenden stehen auch im Kunstkataloge von R. Weigel
angezeigt.
Das Urtheil Salomons, reiche Composition mit allegor. Bei-
werken, , gr. fol. Bei Weigel 2 Thl. 12 gr.Dieselbe Darstellung, anders componirt, mit allegor. Um-
gebung, dem Schweizer Wappen, , rund, gr. fol. Bei
Weigel 2 Thl.Esther vor Ahasverus, mit reicher allegor. Einfassung, dem
Wappen etc., . Aquarell, fol. Weigel 3 Thl. 16 gr.Ein ’Erkungelag von 20 Männern an der Tafel, gr. qu. fol.
Gastmahl von Männern und Weibern in einem Saale mit
Aussicht, mit reicher Einfassung, 1564, gr. roy. fol.St. Hieronymus vor dem Crucifixe betend, mit reicher Ein-
fassung, gr. fol.Das Gedächtniss vom Balken und Splitter im Auge, mit fig.
Einf., 1583, gr. fol.Das Opfer Abraham’s, gr. fol.
Ein Gastmahl von Männern und Weibern, ohne eine Schwei-
zerschlacht, 1581, gr. roy. fol.Die Erschaffung der Eva, auf dunklem Grunde, weiß gehöht,
gr. fol., u. s. w.
Ländner oder Linderer, Franz, Maler und Kupferstecher,
wurde 1738 zu Klagenfurt geboren, und die Anfangsgründe der
Kunst erlernte er zu Lajen. Später ging er nach Venedig, dann
nach Wien, um die Akademie zu besuchen, und da wurde ihm
in der Schule der Kupferstecherkunst zweimal der Zeichnungspreis
zu Theil. Im Jahre 1776 schickte ihn die Kaiserin zu seiner Aus-
bildung nach Rom, und obgleich er hier sich Ruhm erwarb, so
brachte er es nach seiner um 4 Jahre späteren Rückkehr in Wien
doch nur zum akademischen Schutzverwandten. Lindner malte be-
sonders Bildnisse in Palko’s Manier. Im Jahre 1773 malte er in
Wien den türkischen Gesandten, nachdem er ihn bloß eine halbe
Stunde angesehen hatte; dann fertigte er die Bildnisse des Erzher-
zogs Maximilian, der Kurfürsten von Köln, jene der k. Familie in
Neapel, Josephs II. etc. Besonders gerühmt wurde jenes des Gra-
ffrätions Zinzendorf, Gouverneurs zu Triest. Lindner starb um
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_QFMTunOF6koC