Lindau, Dietrich Wilhelm

Lindau, Dietrich Wilhelm, Maler, wurde in Dresden

geb., und hier war J. H. Professor Hartmann, welcher den talentreichen

Jungen auf die Bahn der Kunst leitete. Später besuchte er als

Pensionär Italien , und von Rom aus, wo er noch gegenwärtig ist,

verbreitete sich sein Ruf über Deutschland . Er malte dort verschiedene

Szenen aus dem italienischen Volksleben, lebensvolle

Darstellungen von trefflicher Haltung. Es offenbart sich in seinen Bildern

eine technische Fertigkeit, und bei einer ungewöhnlichen Anmut

Heiterkeit des Colorits machen dieselben stets die glücklich

Wirkung. Mit besonderem Beifall sah man 1827 die Darstellung

des Innern einer Osteria, wo Thorwaldsen mit allen seinen

Künstlern erscheint, und eine Römerin den Saltarello tanzt. Im Jahr

1834 erregte sein Bild des römischen Zahnbrechers besonderes

Interesse, und an diese Gemälde reihen sich verschiedene

andere. Auch treffliche Zeichnungen fertigt dieser Künstler.

  1. Die Venus Marina, Mercur, Clio und Thalia, Alexander Magnus, zwei Blätter mit vier Kindergruppen, nach A. Bolgius da Carrara.

  2. Johannes der Täufer , Statue von Bernini in der katholi- schen Hofkirche zu Dresden , gr. fol.

  3. Nessus und Dejanira, Marmorgruppe von A. Corradini im Garten zu Dresden, gr. fol.

  4. Verschiedene andere Gruppen jenes Meisters und in demselben Garten, mit Thoman gestochen: Zephir und Flora; Endymion; Bacchus und Ariadne; Apollo und Marsyas; die Wahrheit und Bildhauerei, gr. fol.

  5. Drei grosse Vasen, beim Eingange und am Teiche des gros- sen Gartens aufgestellt, nach Corradini, fol.

  6. Venus und Amor, Meleager, Herkules, 3 Bl. nach P. Bale- stra, fol.

  7. Die Statuen des Herkules, Marsyas, der Cleopatra, Lucre- tia, Herkules und Omphale, der Grossmuth, des Ruhms, der Pracht, der Tapferkeit, ebenso viele Blätter, nach F. Baratto und Catasi, fol.

  8. Leda und Amor, Zephir und Flora, die vier Jahreszeiten, Termen, nach Coudray und Hurtreel, fol.

  9. Die Abbildung eines prächtigen, reich mit Juwelen ver- zierten Aufsatzes im grünen Gewölbe zu Dresden, zu den Seiten ein Satyr und Satyrin mit Tigern, unten der Namens- zug August’s Königs von Polen und dessen Wappen, Wernerin del. Lindemann sc. 1742, sehr gr. roy. fol. Selten.

Vorstellung des Geburtsfestes des Grossmuths, mit 130 Fi- guren, von Dinglinger in Email und Gold gearbeitet. Es ist dieses eines der grössten Meisterstücke jenes Künstlers im grünen Gewölbe zu Dresden, Wernerin del. C. P. Lindem- mann sc. 1730, sehr gr. qu. fol. Sehr selten, besonders im Drucke vor der Schrift.

  1. Grosser Stammbaum des Gräflich Brühl’schen Hauses, mit großegorisch geziert, Torelli del., gr. imp. qu. fol, selten.

  2. Copien nach C. W. E. Dietrich.

  3. Verschiedene Vignetten und Blätter in Büchern.

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