Limgshury, H. ‚)'‚ Zeichner und Kupferstecher

Limgshury, H. ‚)'‚ Zeichner und Kupferstecher , der um 1750–80 in London arbeitete, in Schwarz- und in Punktirmanier. Wir fanden von ihm folgende Blätter erwähnt:

  1. Die Geburt Christi, nach J. S. Copley. Mezzotinto.
  2. The Beggar and his Dogg, nach J. P. Kitchingham. Mezzotinto , ein schünes Blatt.
  3. Harley’s Besuch im Hospital zu Bedlam. Punktirt, schwarz und in Farben.
  4. Elisa, nach Yorik, von J. Hoppner gezeichnet. Punktirt.

Rimmer, Georg Vincent, akademischer Rath, Zeichner und Professur der Schabekunst zu Wien, geb. zu Regensburg 1707, kam schon in seinem 11. Jahre nach Wien, und wurde im 14. in die Akademie aufgenommen, wo er sich unter Schmutzer’s Leitung im Zeichnen übte, bis er in die neu errichtete Schabekunst- Schule als stipendiärter Schüler eintrat. Sein erster Versuch im Schaben war ein alter Mannskopf nach Rubens, welcher für einen ersten Versuch sehr ausgezeichnet genannt zu werden verdient.

Einen vorzüglichen Gönner und väterlichen Freund fand R. an dem Direktor Füger, der seine Anlagen für bildende Kunst weckte und entwickeln half, und ihm Gelegenheit verschaffte, Portraits für angeschene Personen in Kupfer zu schaben, und sogar von einigen solchen Arbeiten die Kosten selbst trug. Im Jahre 1790 arbeitete er unabhängig für sich und fing ein historisches Blatt nach van Hoch zu schaben an, Philemon und Baucis vorstellend; ganz voll- endet wurde das Blatt später durch Wrenk. Das Portrait einer Gräfin Hallwyl nach Füger, so wie Ariadne nach Grassy wurden nie vollendet. Hierauf fertigte er einige andere Blätter, bis er 1801 für das Industrie-Comptoir den Achill zu schaben unternahm. Dar- auf folgten für das nämliche Comptoir die größeren, trefflichen Blätter Virginia, Socrates, Coriolan, Alceste, das Portr. des Baron Jacquin und jenes des Freiherrn von Arnstein. Die Auflösung des Industrie-Comptoirs beschränkte ihn wieder lediglich auf das Por- traitfach, bis er in der späteren Zeit sich wieder an größere histo- rische Werke machte, wovon wir besonders die Transfiguration nach Rafael von 1836 nennen.

  1. Ein alter Mannskopf nach Rubens, erster Versuch.

  2. Der Lüwe, welcher den Tiger anfällt, nach Ruthard, gr. qU fol. Im ersten Drucke vor der Schrift.

  3. Philemon und Baucis. S. oben.

  4. Ariadne, nach Grassi. S. oben.

  5. Maria mit dem Kinde, nach Abel.

  6. Achill bei der Leiche des Patroklus, roy. fol. Beim Erscheinen 18 Th. —

  7. Der Tod der Virginia, qu. Imp. fol.

  8. Sokrates vor seinen Richtern, das Gegenstück,

  9. Coriolan und Veturia, qu. Imp. fol., ebenfalls Seitenstück. Diese vier Blätter sind nach Füger gefertigt. Von dem letz- teren gibt es vier Probedrücke: vor dem gereinigten Unterrande, vor den Veränderungen in einigen Köpfen und vor aller Schrift. Ein solcher ist bei Weigel V. % 65 auf 12 Thlr. gewertet.

  10. Alceste, nach A. Raufmann,

  11. Der erste Schiffer, nach Füger,

  12. Die heil. Familie, nach Battoni.

  13. Ein zum Trunke rauchender Bauer, nach Rikaert.

  14. Die Rückkehr des Kaisers 1814, nach Füger’s großem allego- rischem Bilde.

  15. Kleine emblematische Gegenstände, 44 Blätter, mit Lips und Penzel gestochen.

  16. Die Erwartung (L’attente), nach Füger. Im ersten Drucke vor der Schrift.

  17. Die Transfiguration, nach Rafael, herrliches Blatt in Schwarz- kunst, in der Größe des Stiches von Morghen. 10 Thlr.

  18. Bildnis der Gräfin Meerveldt. Im ersten Drucke vor der Schrift, 20a) Graf von Fries. Im ersten Drucke vor der Schrift, 20b) Freiherr J. von Born.

  19. Graf von Czernitschew. Im ersten Drucke vor der Schrift. Diese Bildnisse sind nach Füger’s Gemälden.

  20. Der Maler Quadal, nach Quadal.

  21. Graf Georg Mniszech, nach Lampi.

  22. Die Gräfin Hallwyl, s. oben.

  23. Fürst von Auersperg, nach Salomon.

  24. Kaiser Leopold, nach Pilatti.

  25. Die Kaiserin, nach Kreuzinger.

  26. General Laudon, nach Caspar.

  27. Graf von Hohenwarth, nach Abel.

  28. Erzherzog Ferdinand, nach Füger,

  29. Baron Natorp, nach Abel.

  30. Baron Jacquin, nach Füger.

  31. Freiherr von Arnstein, nach Guérin,

  32. Fürst Kourakin, nach Lampi.

  33. General Buxhoerden, nach Barbini’s Zeichnung.

  34. Fürst Esterhazy, nach Isabey.

  35. General Ferrari, nach Daffinger.

  36. General Kamensky, nach einer Miniatur.

  37. General Czernitschew zu Pferde; nach Letronne’s Zeichnung,

  38. Gräfin Julie Zichy, nach Sales.

  39. Staatsrath Stift, nach Letronne.

  40. Der Maler Füger.

  41. General Stein.

  42. Der Sohn des Bankiers Scheidlin. Auch einige Lithographien hat man von Kinson, die als vortrefflich erklärt wurden.

  43. Ein Heft von vier Köpfen, nach Füger.

  44. Ein anderes von sechs allegorischen Medaillons etc.

  45. Von den 12 von ihm selbst gezeichneten Scenen zu Oberon kopierte er nur die erste auf Stein.

  46. Der Lautenspieler, nach Teniers, mit drei Platten, fol.

  47. Landschaft mit Pferden, nach Du Jardin. Mit vier Platten, gr. fol.

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