Ligozzi starb 1627, und Fiorillo ist daher im Irrthum

Ligozzi starb 1627, und Fiorillo ist daher im Irrthum, wenn er sagt, dass von 1633–49 unter seiner Aufsicht die schönsten der Musivarbeiten gefertiget wurden, die man in der Tribune zu Flo- renz bewundert. Baldinucci legt ihm nur die Zeichnung zum Friese bei, und diese könnte er noch gefertiget haben.

Mehrere seiner Compositionen sind im Kupferstiche und Holz- schnitte bekannt. Die heil. Jungfrau mit dem Kinde an der Brust, schen zwei Cherubim, ist eines der vorzüglichsten Blätter des Agost. Carracci. Ragot und Sadeler haben es im Kleinen copirt. D. Custos stach den Leichnam Christi im Grabe vom Engel angebetet; das Bild der vier Heiligen mit der Dreieinigkeit in St. Eufania zu Ve- rona hat G. Zancon im Umriss gestochen; A. Andreani gab das Bild der Tugend unter einer Frauengestalt am Felsen, von den Leidenschaften angegriffen, im Holzschnitte heraus, und dieselbe Composition hat Catharina Prestel nach einer Zeichnung des Praun- schen Cabinets gestochen. Eben diese stach auch eine andere Allegorie, ein junges Weib vorstellend, wie sie gegen einen auf dem Bachen liegenden Mann kämpft. Burde stach einen kreuztragen- den Christus; Mulinari eine Allegorie auf die Republik Venedig, und einen jungen Mann, der ein Weib entführt; R. Sadeler eine Madonna in der Glorie und ein Ecce homo; J. Müller einen tod- ten Christus auf dem Leintuche; D. Custos den Leichnam Chri- stı von einem Engel auf Wolken gehalten u. s. w.

Dann soll Ligozzi selbst in Kupfer gestochen und in Holz ge- schnitten haben, aber man findet nirgends ein Verzeichniss seiner Werke. Einige meinen, es gehöre ihm das Helldunkel einer heik- len Familie an, die Madonna an der Säule sitzend, mit St.

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