Ligozzi, Jacopo

Ligozzi, Jacopo, 525

werthes, diese aber besserte sich in Toscana immer mehr. Der Grossherzog Ferdinand II. ernannte ihn zum Hofmaler und zum Unterintendanten der Gallerie.

Ligozzi malte in Öl und in Fresco, und dann auch in Minia- tur, in den Kirchen der Stadt und außerhalb derselben sind Werke von ihm, und unter diesen werden besonders 17 Gemälde in den Lunetten des Klosters Ognisanti zu Florenz geschätzt, vorzüglich jene, wo sich die beiden Stifter Franz und Dominicus besprechen, mit der 'Aufschrift: Al confusione degli amici, zur Verwirrung der Freunde, d. h. der neidischen und bösartigen. Man rühmt auch das grosse Ölbild in St. Maria Novella, welches den heil. Raimond vorstellt, wie er ein Kind erweckt, und in demselben Geschmacke ist ein anderes Gemälde bei den Barfüssern zu Imola, vier gekrönte Heilige vorstellend. Für ein staunenswerthes Bild, in welchem man Paolo’s Schüler erkennt, hält Lanzi das Marter- lihum der heil. Dorothea bei den Conventualen in Brescia . Die Blutzeugin, wie sie mit auf dem Rücken gebundenen Händen ruhig den Tod erwartet, rührt vor allen, und Lanzi sagt auch, dass das Blutgerüst, der Henker, der Praefekt zu Pferde, die Menge der Umstehenden von verschiednen Gesichtern und Empfindungen, dass die ganze Anstalt zu einer öffentlichen Hinrichtung hier Ken- ner und Nichtkenner fesselt und bezaubert (!). In anderen Bildern ist Ligozzi einfacher, Lanzi erkennt in ihm aber immer einen Meister, der gefällt, und beweiset, dass er fühlt, was er malt. Seine kleinen Bilder sind sehr vollendet, fast geleckt; man sieht darin den Miniaturmaler. Solche Bilder werden zuweilen dem C. Dolce zugeschrieben.

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