Liefrink, Hans

Liefrink, Hans, Maler, Kupferstecher und Formschneider von Leyden, der aber um 1540–80 in Antwerpen lebte. Man zählt ihn unter die sogenannten kleinen Meister, obgleich die wenigsten einer Blätter in kleinem Formate sind. Mit der Erklärung des Monogrammes, dessen er sich bediente, ist man nicht ganz einig, indem das H. L. auch Hans Lenker und H. Lautensack bedeuten kann. Dann war Liefrink auch Kunstverleger, im Ganzen ein Mann von Bedeutung, von welchem selbst Vasari Kunde hatte. Seine Blätter sind sehr sorgfältig gestochen, aber in einer trocken- en Manier. Dennoch werden sie des Alterthums wegen geschätzt.

  1. Verschiedene Friese, welche Jagden, Vögel, Kinder und Blätterwerk vorstellen, mit seinem Namen, oder mit dem Monogramme H. L., bezeichnet.

  2. „Veldexäxande aerl/yke Compertementen ctc.“, nach J. Floris, Liefrink fec., 1564, qu. 8. ;

  3. Das Leben Johann des Täufers, nach J. Floris, 10 Blätter.

  4. Die weiblichen Tugenden: Verstand, Keuschheit, Geduld, Gedächtniss, Eintracht, Beharrlichkeit, Grossmuth und Nüch- ternheit, 8 kleine Blätter, an Marc Anton erinnernd.

  5. Mehrere Bildnisse der k. französischen Familie, und andere Portraite.

  6. Der Scheerenschleifer mit dem Höcker, dabei die Alte mit der Scheere, Holzschnitt.

  7. Der Leichnam Christi, nach Rafael, Hans Liefrink exc.

Auch die vier Evangelisten, die J. Blocklandt nach Floris stach, sind mit seinem Excudit versehen.

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