Libri, Girolamo da, berühmter Maler von Verona , der 5# ” eines, Francesco, der Choral - und Messbücher mit Miniaturen ®” zierte, und daher F. da Libri genannt wurde. Er war b&r in seiner Kunst, und diese, so wie den Zunamen trug &€# ®” auf den Selın über, wie Vasari sagzt. Auch Gitrolamo malte F Ruhm in Miniatur, er verdient aber auch als Oelmaler mi *
zeichnung genannt zu werden. Klansi spricht sich ebenfalls mit Lob über diesen Künstler aus, und er beginnt in Aufzählung sei- ner Werke mit einem von Girolamo in St. Leonardo bei Verona malten Lorbeerbaum, zu welchem die Vögel durch das Fenster sagen, um sich auf die Äste zu setzen. F. da Libri verstand aber noch mehr, als die Thiere zu täuschen, nämlich das Gemüth zu erheben, wozu unstreitig größere Kunst erfordert wird. V. Quandt (zur Übersetz. von Lanzi’s Gesch., d. Mal. II, 53) erklärt ihn daher als einen der größten Meister aller Zeiten und Länder; er ist einer von den wenigen Künstlern, die so rein von fremden Einflüssen blieben, dass ihre Werke nicht an eine bestimmte Zeit, in der sie, oder ein Volk, für das sie hervorgebracht wurden, er- innern, sondern das Gesammtgefühl der Menschen ansprechen.
Man kann, nach Quandt, Liberi’s Stil durchaus weder alter- thümlich, noch neumodisch nennen, sondern muss ihn als zeitlos und doch das jeder Zeit gehörende, also das Ewige in uns zur An- schauung bringend, wahrhaft bewundern. In St. Giorgio (Kapelle S. Lorenzo) zu Verona ist von ihm eine Madonna zwischen St. Zeno und St. Laurentius Justinian, sprechende Gestalterin, mit drei Engelchen, lieblich von Gesicht und Bewegung. Dieses kleine Bild erklärt Lanzi unter den Werken jener Kirche als einen Edel- Akten, der durch etwas unaussprechlich Schönes, Glänzendes und Ästhetisches überrascht. Sperti (Kunst in Italien I, 30) erwähnt dieses trefflichen, unter dem Namen Madonna della cintura be- kannten Bildes, als eines Werkes von unbeschreiblicher Wahrheit und Innigkeit, während in vielen anderen Schriften über Italien Weder des Meisters noch des Bildes gedacht wird. Pozzo nennt dieses Gemälde eine „pittura ammirabile“; Signore Ticozzi aber
t ganz kurz über Eicchsen Meister weg. Im Centralmuseum zu Paris war ein anmutiges Bild der Madonna mit dem Kinde Jesus und dem kleinen Johannes. Dieses ist eines der schönsten Werke Girolamo’s, das für Rafael gegolten hat. Es ist wieder heimge- kehrt und in der Sakristei von St. Tomaso in Verona zu sehen.
Dann lesen wir bei Giulianelli, dass da Libri auch in Edelsteine gegriffen habe, was wohl dahin zu berichtigen ist, dass der Künstler neben den Blumen und Bäumen Edelsteine im Gemälde sehr täuschend nachgeahmt habe.
Dieser Künstler starb 1555 im 83. Jahre. Julius Clovio war sein berühmter Schüler; auch seinen Sohn Francesco unterrichtete er in der Malerei, doch kam ihm dieser nicht gleich. Francesco da Libri starb in jungen Jahren.
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