Liberale, Antonio da Verona

Liberale, Antonio da Verona, Maler, wurde zu Verona
geboren, und sein erster Meister war Vincenzio di Stefano, von
welchem man sonst weiter nichts weiß. Hierauf kam er zu Jakob
Bellini, oder nahm ihn wenigstens zum Muster, so dass jetzt auch
dadurch der Einfluss der Squarcione’schen Schule sich äußerte.
Lanzi erkennt aber in dessen Bild der Erscheinung des Herrn in
Dome zu Verona, besonders in der Glorie, im Faltenwurf ein
solchem Grade die Nachahmung des Mantegna, dass er den
Liberale dieser Schule zuschreiben möchte. Indessen soll man noch
Lanzi’s Behauptung in andern Bildern des Liberales die Nach-
ahmung des Mantegna erkennen. Er lieferte eine beträchtliche
Anzahl von Werken, die übrigens nicht alle von gleichen
Diensten seyn dürften. Die Madonna auf dem Throne mit
von , und der h. Sebastian in der Gallerie des k. Museums
Berlin sind, nach Kugler (Beschreib. der Gall. des Museums
48), hart und manieriert. Das Madonnenbild aber ist nicht
etwas Tüchtiges in den Köpfen. Im Ausdrucke rühmt ihn auch
Vasari, und dieser sagt, Liberale habe es verstanden, seine Gesichter
nicht nur weinen, sondern auch lachen zu lassen, in anmutiger
Heiterkeit. In mehreren Dingen blieb er noch dem alten Stil
treu, obgleich er bis 1535 lebte.

Liberale malte auch in Miniatur. Er schmückte Bücher mit Miniaturen,
die mit ausserordentlicher Zartheit behandelt sind.

G. Zanconi hat nach ihm eine Abnahme Christi vom Kreuz
stochen, bloß Umriss.

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