Lethiere entwarf dieses Gemälde schon als französischer Pensionär in Rom , und nach der Skizze wurde die Composition in Frankreich gestochen. Im Jahre 1801 war das Gemälde fertig, und dieses Bild erklärte man damals neben dem Philoktet, welchen er für den gesetzgebenden Corps malte, für eines seiner schönsten Gemälde. Den Philoktet auf Lemnos und das kleine Bild einer schlafenden Venus gibt Landon im Umrisse, II. CC. Das Gemälde des Brutus wurde auch in Deutschland durch Schlegel’s Museum 1812, II. 349, bekannt, und gerühmt wegen des glücklichen Momentes der Darstellung, wegen der Zusammenstellung und des bezeichnenden Ausdruckes der Figuren, wegen der meisterhaften Technik, wegen des kräftigen Farbentones u. s. w. Zum Helden seines Stücks wählte der Künstler das berühmte antike Bildnis auf dem Capitol, und dieses ist die schönste Figur des Gemäldes; die andern sind nicht edel genug, und einige für die Handlung zu wenig interessiert. Indessen verschaffte dieses Gemälde dem Künstler Anerkennung und ehrenvolle Aufträge. Im Jahre 1811 ernannte ihn Napoleon zum Direktor der französischen Akademie in Rom, und diese Stelle bekleidete er bis 1820; denn auch der König erfreute ihn nach Napoleon’s Sturz. Er ernannte den Künstler zum Professor an der königl. Schule der schönen Künste und zum Ritter der Ehrenlegion. Das Institut öffnete ihm 1815 ebenfalls die Thore.
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