Leschner, Landschaftsmaler

Leschner, Landschaftsmaler , bildete sich zu Dresden unter Kremge in Leitung, und 1819 zählte man ihn bereits zu den bessern Landschaftsmalern seines Faches. Man hat von ihm Landschaften und Viertstücke, die zwar jenen des Meisters nicht gleichkommen, aber in Haltung und Colorit ebenfalls Lob verdienen.

Lescot, Pierre.
Berühmter Architekt zu Paris , aus der Familie
d’Alissy, wurde 1510 geboren, und er wandelte in der Folge unter
vier Königen eine Bahn, die ihn zum Ruhme und zu Ehrenstellen
führte. Er war Rath der Könige Franz I., Heinrich II., Carl IX.
und Heinrich III., und dann war es zu seiner Zeit gewöhnlich,
solchen Lajen Canonikate und Abteien zu verleihen. Er war daher
Abt von Clugny und Canonicus der Kathedrale zu Paris. Im Jahre
1570 starb er, oder 1578 im 60. Jahre, wie Lacombe und andere
angeben, so dass man also in Bestimmung seines Geburtsjahres
nicht einig ist. Die Grenzen 1510 und 1570 bestimmt Quatremere
de Quincy.

Die früheren Angaben über diesen Künstler sind unsicher, und
vor allen die Angabe D’Argensville’s, welcher diesen P. Lescot
als denjenigen nennt, der zuerst den gotischen Geschmack aus
der Architektur in Frankreich verbannte, und auf die schöneren
Verhältnisse des Alterthums verwies. Hierbei darf J. Bullant nicht
vergessen werden, der wahrscheinlich schon früher, als der Bau
des Louvre begann, im Schlosse zu Ecouen ein schönes Modell
zweigelmässiger griechischer Ordnung aufstellte. Das Schloss von
Ecouen wurde 1540 gebaut, und Lescot konnte nicht vor 1541 den
Plan zum Hof des Louvre gegeben haben. J. Bullant’s Thätigkeit
fällt also früher als jene von Lescot, und wenn auch im Schlosse
zu Ecouen noch der gotische Einfluss sichtbar ist, so hat er da
dagegen in den klassischen Details der Ordnungen größere Reinheit,
als Lescot, .

D’Argensville findet es nicht unwahrscheinlich, dass Lescot mit
der Zeichnung des Louvre debutirt habe, und er folgte auch jenen
Schriftstellern, welche den Bau 1528 unter Franz I. begonnen
hätten. Beides ist irrig; denn man hätte sicher keinem Jünglinge
von 18 Jahren ein so wichtiges Unternehmen anvertrauen wollen,
und dieser wäre wohl auch nicht fähig gewesen, eine solche Idee
zu schöpfen. Man weiss ferner aus Serlio, dass diesen Franz I.
1528 habe kommen lassen, um die Zeichnung zum Louvre zu ge-
ben, und wenn je die früheren Angaben einiges Gewicht haben,
so sind sie dahin zu ordnen, dass Franz I. 1528 angefangen habe,
den alten Palast abzubrechen, und dass man erst 1541 den Bau
des Louvre anfing. Damals war Lescot 30 Jahre alt, und er konnte
allerdings fähig sein, einen solchen Plan zu liefern. Heinrich II.
setzte 1548 den Bau fort, nach einer Inschrift über dem Eingange
des Saales, gepflastert; des Cent-Suisses.

Dieses neue Louvre allein gibt eine Idee von dem Talente Les-
cots. Der Ursprung des alten ist in’s Dunkel gehüllt. Man weiss
nicht einmal die Ableitung des Namens. (Lupara in alten Urkun-
den — und dieses vom sächsischen Leovar, castellum? Oder vom
alt-hochdeutschen Luppi, pharmacon, venenum, maleficium; —
Luppon, medicare, venenare; Lyppari veneficus, maleficus;
Lupara der Pluralis, malefici, kommt in einem Reichenauer
Codex des 8ten Jahrhunderts, (86 zu Karlsruhe) vor. Bedeutet es
wohl einen ungesunden, mit giftigen Dünsten geschwängerten, spä-
ttrurbar gemachten Ort, eine Lutetia, Koth- od. Stinkgrube? Über
die allegorischen altdeutschen Worte s. Graff’s althochdeutscher
Sprachschatz II, 77, 78.) Doch auch der neue Louvre kam nicht so
zur Ausführung, wie er anfangs projektirt war. Nur teilweise hat
sich der Bau des P. Lescot erhalten, da wo der erwähnte Saal der
Schweizer sich befindet. Die Fassade ist noch ganz erhalten, mit
reicher Thümme der Verzierung in den oberen Theilen. Das

Freundschaft, so dass auch Bau und Decoration in Stil und

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